Ortsabwesenheit Minijob Urlaubsanspruch

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Ja, das JC darf die OA ablehnen, wenn ein wichtiger Grund besteht. Urlaub kann man auch zu Hause machen und es besteht kein Anspruch auf OA im Urlaub.

In der Regel wird das aber nicht passieren, also dass sie das Ablehnen. Nur wenn sie voraussichtlich einen sozialversicherungspflichtigen Job für dich haben, wo Bewerbung, Arbeitsanfang oder Praktikum/Probearbeit in die Zeit fallen können/werden. Dann können und werden sie es ablehnen, denn auch mit Minijob hast Du noch die Pflicht, nach einen besseren Job zu suchen, um deine Hilfebedürftigkeit vollständig zu beenden.

Falls sie einen richtigen Job für dich haben, musst du den übernehmen und ggf. den Minijob aufgeben.

Mit Erholungsbedarf hast du kein großes Argument, da dich die max. 15 Wochenstunden ja nicht arg belasten.

Für Arbeitslose ist es eh sinnlos, mehr als 120 Euro im Monat dazuzuverdienen und dafür reichen 4 Stunden pro Woche.

Warum ist das kein Agrument? ... Egal wieviel ich arbeiten gehe Urlaub ist Urlaub und richtige Erholung hat man nun mal erst ab mind. 2 Wochen durchgehender Freizeit ... ist Wissenschaftlich belegt ;) ... Aber ich weis was du meinst ...

Das es sind nicht lohnt mehr als 120 Euro dazu zuverdienen ist mir auch schon aufgefallen. Trotzdem geh ich mehr, bin ja froh überhaupt mehr zu haben. Auch wenns bei 350 Euro Zuverdienst grad mal 150 Euro sind die ich "behalten" darf ... Was schon an Schikane grenzt. Aber was will man machen ...

Schauen wir in die Fachlichen Hinweise zu § 7 SGB II; dort hat die BA niedergelegt, wie sie die Erreichbarkeitsanordnung verstanden und angewendet haben will:

Die Regelungen der EAO gelten nicht für erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die nicht arbeitslos sind (z.B. bei bestehender sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung; während Maßnahmen zur Eingliederung in Arbeit).

http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A01-Allgemein-Info/A015-Oeffentlichkeitsarbeit/Publikation/pdf/Gesetzestext-07-SGB-II-Berechtigte.pdf

Nimmt man diese Vorgaben ernst, kommt es also darauf an, wie mini dein Job ist, denn ab 15 Stunden die Woche bist du formal nicht arbeitslos.
Ist es weniger, unterliegst du genauso der EAO wie jeder andere arbeitslose Alg2-Bezieher auch, wobei dein SB/VErmittler seine Entscheidung immer zu begründen hat.

Ergo ... Arbeitsurlaub hin oder her ... Solange keine genehmigte OA besteht muss ich bei allem mitmachen was die mir aufs Auge drücken?!

Ganz schön fies ... wenn man einen SB hat der einen auf dem Kieker hat ist man voll angear*** ...

Hoffe meine/r ist nicht so gemein :( ...

@silencea

Wie gesagt: hängt vom Umfang deines Mini-Jobs ab.

Jobcenter verbietet Probearbeit! Rechtens?

Erst mal die Fakten zu mir:

  • seit 09/2006 arbeitslos und im ALG2-Bezug (vorher selbstständig, berufsunfähig in dem ausgeübten Bereich, Amt hat bisher jede Art von Umschulung abgelehnt)
  • mittlerweile 48 Jahre alt, alleinerziehend, 2 Kinder
  • seit 1 Jahr 40% GdB(Gehbehinderung)
  • zurzeit im befristeten Minijob, der endet diesen Monat!

Rund um den Job:

Gefunden habe ich über die Zeitung ein Stellenangebot als Aushilfe in einem Autohof ab nächsten Monat, anfangs im 400€-Verhältnis. Ich soll an die Kasse, dort könnte ich sitzen (Behinderung). Dieser große Autohof ist brandneu, hat vor 4 Wochen erst eröffnet, überall wird noch gewerkelt. Mitarbeiterstamm ist erst im Aufbau. Geplant lt. AG sind pro Schicht 4-5Leute (sobald der Betrieb voll läuft), derzeit hat er pro Schicht 1 Vollzeitler, stockt jetzt erst mal mit Minijobbern auf. Aus diesen will er dann, wenn es nötig wird, weitere Voll- und Teilzeitlern "rekrutieren" und neue Minijobber holen.

Ich bekomme da die Chance, als in dieser Branche unerfahrene Quereinsteigerin zuerst auf 400€-Basis arbeiten zu können. Wenn ich mich nicht grad saublöd anstelle, könnte es dann mit etwas Glück zumindest mit Teilzeit klappen. AG ist mir (zufällig) aus dem persönlichen Umfeld her bekannt... das ist auch der Grund, warum er mir eine Chance gibt.

Da er alle anderen Bewerber, die er in Betracht zieht, um eine einmalige Probearbeit bittet (4 Stunden), wurde das gestern im Vorstellungsgespräch auch mit mir vereinbart.

Das Jobcenter:

Habe heute brav die beabsichtigte Probearbeit und den in Aussicht stehenden Job gemeldet. Jetzt der Hammer: Wird nicht genehmigt, weil nicht sozialversicherungspflichtig. Das Ganze im persönlichen Gespräch, habe nichts schriftliches. Angeblich wäre das laut Gestz so.

Hab mich hingesetzt und gefunden:

  • § 2 SGB 2: Bin zu allem verpflichtet, wasdie Hilfsbedürftigkeit verringert.
  • § 10 SGB 2: Habe jeden zumutbaren Job anzunehmen.
  • § 16 Abs. 3 SGB 2: Zur Eingliederung in Arbeit erbringt die Agentur für Arbeit Leistungen nach § 35 SGB 3 (als Kann-Leistung)

Aber die angebliche Rechtsgrundlage, dass Probearbeit bei 400€-Job NICHT genehmigt werden darf, habe ich nicht gefunden. Dem Geschwafel des SB entspricht nur der § 16b des SGB2. Nur: ich WILL ja gar kein Einstiegsgeld! Ich will nur nicht bei einer möglichen Kontrolle wegen Schwarzarbeit hingehängt werden! (Bei uns sind die Kontrolettis sehr eifrig)

Der Mitarbeiter des Jobcenters sagte: Dieser Arbeitgeber sei ja in der Datenbank gar nicht vorhanden (Kunststück, Firma ist brandneu). Auch hat er die in der Zeitungsanzeige angegebene Telefonnummer angerufen und ist meinem möglicherweise zukünftigem Chef telefonisch auf den Pelz gerückt.

Der ist jetzt vermutlich reichlich angekäst...

Meine Frage:

Hat das Jobcenter überhaupt das Recht, mir die Probearbeit zu untersagen? Wir reden hier von 4 Stunden! Existiert die mündlich behauptete, aber nicht spezifizierte "Rechtsgrundlage" überhaupt? Im SGB2 konnte ich jedenfalls nichts finde

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