Mutter gestorben, hat der Sohn ein Mietrecht?

5 Antworten

die kardinalsfrage ist hier ob der sohn der erbe ist. grundsätzlich erlischt der mietvertrag nicht mit dem tod des mieters, sondern geht sozusagen in die erbmasse über. so können die vermieter so lange weiter miete verlangen, bis eine fristgerechte (3-monatsfrist) kündigung vorliegt.

wenn also der sohn erbe ist und das erbe nicht ausgeschlagen hat, ist er jetzt in den mietvertrag der mutter eingetreten seine kündigungsfrist ist 3 monate, die des vermieters, wahrscheinlich (siehe Mietvertrag) 12 monate. vermieterkündigung ist fast unmöglich, solange miete gezahlt wird.

super, obelhicks. der experte hat gesprochen. ich möchte lediglich ergänzend unterstreichen wollen, dass kein neuer mietvertrag abgeschlossen werden muss, es gilt der grundstatz "kauf bricht nicht miete". es wäre lediglich eine änderungsvereinbarung erforderlich, falls der sohn nicht im mietvertrag als mieter eingetragen war. ein neuer mietvertrag wäre mit sicherheit inhaltlich wesentlich mieterungünstiger als der bestehende. die notwendigen renovierungsarbeiten, insofern es überhaupt solche sind (vermutlich eher instandsetzung oder reparatur)gehen immer zu lasten des vermieters und müssen auch bei der veränderten mieterlage durchgeführt werden. dafür, wenn es denn echte mängel an der mietsache sind, frist setzen und ankündigen, dass bei nichteinhaltung selbst der handwerker beauftragt und die kosten ab übernächstem monat mit der miete verrechnet werden. möglicherweise ist auch eine mietminderung drin, kommt drauf an, um was es geht.

Stirbt der Mieter, ist das Mietverhältnis damit nicht automatisch aufgehoben. Entweder treten andere Familienmitglieder in das Mietverhältnis ein, oder es wird mit überlebenden Mitmietern oder den Erben fortgesetzt.
Kinder, die im gemeinsamen Haushalt leben, treten mit dem Tod des Mieters in das Mietverhältnis ein.

er kann darin wohnen bleiben. weil er ist erbe und erbt den mietvertrag. bei meinem papa mussten wir auch die wohnung kündigen und die 3monate kündigungsfrist einbehalten. solang er miete bezahlt können sie ihm garnichts.

-aber offensichtlich wird die Miete vom Sozialamt gezahlt , und wahrscheinlich nur für die Mutter.

@doddo

achso. aber dann ist es ja schon fast betrug.

@badewasser

Die Wohnung wurde nur von Sozialamt gestellt aber nicht gezahlt. Er zahlt schon seit über 5 Jahren die Miete.

Er wohnt auch schon diese 20 Jahre drin. Würde gern auch nen neuen Vetrag machen, mit der Bedingung, dass der Vermieter paar sehr nötige Renovierungsarbeiten durchführt. Das heißt also er würde auch eine Mieterhöhung akzeptieren.

Vertragspartner war die Mutter. Hat der Sohn denn den Vermieter sofort über deren Tod informiert? Dann hieße das automatisch, stillschweigende Änderung des Mietvertrages, denn er ist ja schon seit 6 Monaten derjenige, der die Miete überweist.

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