Muss man Angst haben, dass der Betriebsarzt dem Arbeitgeber seine Diagnosen verrät?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Nein, er kann ohne deine Einverständnis nichts dem Arbeitgeber erzählen. Stellt er fest, dass man eine schwere Krankheit hat, bleibt es die Entscheidung des Patienten, wie und wann und ob er das dem Arbeitgeber mitteilen möchte.

Welche Untersuchungen sind eigentlich zulässig?

Auch ein Betriebsarzt unterliegt der Schweigepflicht. In vielen Betrieben ist die wiederkehrende, arbeitsmediizinische Untersuchung gesetzlich vorgeschrieben. Dabei soll festgestellt werden, ob der Mitarbeiter für die Arbeit welche er ausführt, noch tauglich ist, oder Einschränkungen vorliegen. Steuerungsvermögen, Sehkraft, Höhrvermögen ect. Diese Untersuchungen dürfen nur von Ärzten vorgenommen werden, die eine arbeitsmedizinische Zusatzausbildung haben. Also nicht vom Hausarzt. Der Betriebsarzt, oder Arbeitsmediziner dokumentiert sein Untersuchungsergebnis, das der Arbeitgeber erhält. In dem Untersuchungsbogen darf nicht enthalten sein, falls beim Mitarbeiter eine Krankheit festgestellt wurde, um welche Art Krankheit es sich dabei handelt. Gibt es jedoch infolge des Untersuchungsergebnisses Hinweise, dass der Arbeitnehmer die ihm obliegenden Arbeiten nicht mehr für sich oder andere gefahrlos ausüben kann, weil Beeinträchtigungen festgestellt wurden, so gibt es einen Hinweis im Untersuchungsbericht an den Arbeitgeber. Es wurden Beeinträchtigungen festgestellt, über die Art der Beeinträchtigung wird der AG den Mitarbeiter befragen und der muss dann Auskunft geben. Z. B. bei einem Kranführer wird eine Beeinträchtigung des Steuerungsvermögens festgestellt, so besteht eine Gefahr für den Kranführer selber und die an der Baustelle tätigen Mitarbeiter.Darüber muss der AG informiert werden !

Auch der Betriebsarzt hat Schweigepflicht dem Arbeitgeber gegenüber. Aber wenn du was schlimmeres hast, wird er dir empfehlen, es dem AG mitzuteilen. Er als Arzt darf das nicht !

Ärztliche Einstellungsuntersuchung: Vertrieb/Außendienst Der Arbeitgeber verlangt eine Untersuchung, die die volle gesundtheitliche Eignung nachweist. Der Arzt ist von seiner Schweigepflicht entbunden, soweit das Untersuchungsergebnis für die Tätigkeit von Bedeutung ist! Was ist an Untersuchung zulässig und wann kann man ein Stopp einlegen?

Das macht er nicht.

Das darf er auch nicht.

Einen "Tauglich" ja/nein Bericht; den darf er schreiben.

Was möchtest Du wissen?