Muss man als Zeuge vor Gericht aussagen oder kann man auch verlangen, schriftlich Stellung zu nehmen?

5 Antworten

Da wird sie persönlich hin müssen, wenn sie eine Vorladung bekommen hat. Sie kann ja versuchen, ihre Bitte bei dem zuständigen Richter mit einer entsprechenden Begründung vorzutragen, aber ich bin mir keineswegs sicher, ob der sich darauf einlässt. Sonst hätte er gleich eine schriftliche Aussage anfordern können, das wäre billiger geworden.

Aber wovor hat sie Angst. Eine Aussage zumachen, Fragen zu beantworten, ist doch überhaupt kein Grund, Angst zu haben. Solange sie sich an die Wahrheit hält, nichts verschweigt, kann ihr doch überhaupt nichts passieren. Aber sie sollte auf jeden Fall bei solchem Lampenfieber (das verschwindet dann von ganz alleine, wenn sie im Gerichtssaal ist) nicht alleine zum Gericht fahren. Eine Begleitung, die unterstützt und hilfreich zur Seite steht, wäre sinnvoll.

vielleicht hat sie auch mehr Angst vor den Folgen der Aussage, Ich bin gerade in einer ähnlichen Situation, unberechenbare Mieter des Hauses streiten mit dem Vermieter, ich mag gar nicht daran denken was hier los ist, wenn wir alle die Wahrheit sagen, denn die sind wirklich schlimm, der Richter sagt man muss kommen, er könnte sonst auch anordnen das wir abgeholt werden und Strafe könnter er uns auch auferlegen, auf die Frage wie er uns dann schützen würde,konnte er aallerdings keine Antwort geben, Traurig, dass immer erst was schlimmes passieren muss bevor geholfen wird. evi*

In einer Hauptverhandlung zählt ausschließlich das gesprochene Wort. Es darf nur ausnahmsweise aus den Akten zitiert werden. Ein Erscheinen ist daher Pflicht. Die Begründung (Lampenfieber) ist nicht ausreichend. Nur schwere Krankheiten etc. könnten dies erlauben. Ggf. macht der Richter dann aber einen Hausbesuch.

Sie muss persönlich hin, weil die Aussage sonst dem Gericht nichts bringt. Sie muss dort erscheinen, ihre Aussage aussagen und darf dann wieder gehen.

super antwort!

Eine schriftliche Stellungnahme könnte ja von den gegnerischen Anwälten nicht hinterfragt werden - hier würde also das Recht einer Partei beschnitten.

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