Muss ich als Mieter die Wartung der Heizung zahlen?

5 Antworten

Wartungskosten der Heizungsanlage sind Heiznebenkosten und damit den Heizkosten zuzuordnen und deshalb umlegbar.

Bezüglich der dir zu viel berechneten Kosten der Gebäudeversicherung verlange Einsichtnahme in die Originalbelege (schrft. Einspruch einlegen und begründen) und um Termin bitten.

Heizungskosten sind umlagefähig gem. § 2, Nr. 3 BetrKV. Dies umfasst die Wartung dieser Heizung!

Wartung ist keine einmalige Sache sondern eine laufende. Eine Reparatur oder ein Austausch wäre einmalig und nicht umlagefähig.

Und was die Gebäudeversicherung angeht ist dies auch völlig normal. Denn eine Gebäudeversicherung ist eine gleitende Neuwertversicherung und daher steigt der Preis jährlich analog zum steigenden Baupreisindex. Beitragsanpassungen aufgrund der Schadenquote des Versicherers außen vor aber die würden dem Versicherungsnehmer ein Sonderkündigungsrecht bescheren.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Vielen Dank Kevin. Sehr hilfreiche Antwort. Hatte einfach keine Ahnung davon. Aber man kann ja auch nich alles wissen🤷‍♀️

... aber wenn ein Haus gemietet wurde, kann es eigentlich keine BK-Abrechnung geben, weil es nichts zu verteilen gibt. So Blank, Börstingshaus, und teilweise auch schon der BGH zur Grundsteuer.

Die Rechnungen/Bescheide können also einfach nur so dem Mieter zugeleitet werden.

Die Beiträge für die VGV dürften nicht unwirtschaftlich sein, ich höre von deutlich höheren Anpassungen. Frage ggf. einfach Deinen Berater/Makler.

Wartungskosten sind zu wuppen, wenn es mietvertraglich vereinbart wurde. Davon gehe ich aus!

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Heizungswartung ist keine Instandsetzung.

Wartungskosten sind gem. §2 der Betriebskostenverordnung umlegbar.

Steht in deinem Vertrag (sinngemäß) das Du die Betriebskosten tragen mußt sind alle 16, u. a. Wartungskosten, der insgesamt 17 BK-Arten umlegbar, sofern sie tatsächlich anfallen.

https://dejure.org/gesetze/BetrKV/2.html

Dankeschön😊

Sehr hilfreich die Antwort.

Die Wartungskosten sind umlagefähig. 122 Euro ist durchaus üblich. Nur Investitionen sind nicht als Betreibskosten verteilbar. Die werden dann eher zu Mieterhöhungen führen.

die Versicherungkosten für Wohngebäude sind in der letzten Zeit drastsch gestiegen. Das soll an der Steigerung de Baukosten liegen. Vielleicht kannst du dem Vermieter eine andere, günstigere Versicherung ans Herz legen.

Vielleicht kannst du dem Vermieter eine andere, günstigere Versicherung ans Herz legen.

Das ist recht schwierig, da die VGV recht anspruchsvoll ist und der Preis von vielen Parametern abhängt, die der Fragesteller evtl. nicht kennt.

Allein das Alter der Zuleitungsrohre, der Dacheindeckung und der Stromleitungen beeinflussen den Preis ganz gemein. Sobald diese älter als 20 Jahre sind springen die Prämien sehr plötzlich.

Versicherer teilen einem dadurch indirekt mit man solle bitte alle 20 Jahre das Dach komplett neu decken, alle wasserführenden Zuleitungen erneuern und die Hauselektrik komplett aktualisieren ;-)

Öltank vorhanden? Wenn ja, wie groß? Was ist der Deckungsumfang der aktuellen Police? Nur dann könnte man schauen ob das Risiko woanders günstiger einzuecken ist. Bei alten Verträgen besteht allerdings auch die Gefahr, dass es Deckungslücken gibt.

@kevin1905

Ja das stimmt alles. Ich habe dennoch durch Versicherungswechsel zu sogar besseren Konditionen ca. 15% eingespart.

@Kleidchen2

Hast du ein eigenes Haus, für das du der Eigentümer bist? Denn das liegt ja beim Fragesteller nicht vor.

@kevin1905

Ich habe mehrere Häuser und bin über die Versicherungsprämien erschrocken, auch wenn das ja "nur" die Mieter zahlen. Deswegen weiß ich auch, dass Vermieter auch Druck auf Versicherungen ausüben können. Im Sinne der Mieter.

Danke für den tollen Tipp, Kleidchen2. Das werde ich tun 🙂

 Nur Investitionen sind nicht als Betreibskosten verteilbar.

und auch keine Reparaturen ...

@albatros

Das stimmt mit den Reparaturen. Deswegen sind wartungsverträge ja so beliebt. Die reduzieren ja die Reparaturkosten.

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