Mitarbeiter Zwangsurlaub anweisen wegen Wasserschaden?

5 Antworten

Scheint mir ganz normal. Es gibt genügend unternehmen die bei beispielsweise über der Weihnachtszeit Betriebsurlaub haben und die Arbeitnehmer müssen sich in diesen Zeitraum Urlaub nehmen. Ob sie wollen oder nicht müssen sie es, sonst stehen sie eben täglich vor einer verschlossenen tür.

Wegen einen Wasserschaden deswegen sich einen halben tag urlaub zu nehmen ist ja nichts schlimmes. Nicht die Urlaubstage werden ja dadurch gesengt sondern das Überstundenkonto. Die paar stunden kommen ja schnell wieder rein

Das ist falsch!

Und der Fall hat auch nicht mit der Anordnung eines Betriebsurlaubs (sofern dessen Voraussetzungen erfüllt sind) zu tun!

Er kann euch nicht in Zwangsurlaub schicken. Zumindest nicht ohne eure Zustimmung. Häätte er ein Betriebsunterbrechungsversicherung würde diese in solchen Fällen das Gehalt übernehmen.

Ja, das ist Möglich. Allerdings gibt es keine halben Urlaubstage, nur Ganze. Und wer sein Urlaub voll verplant hat dem kann die Zeit vom Überstundenkonnto abgerechnet werden.

Wenn es bei euch also um einen Halben Tag geht, so ist eine Abrechnung über das Überstundenkonto die richtige Wahl.

Wenn es jetz über mehrere ganze Tage geht, so können diese mit dem Urlaub berrechnet werden.

Allerdings gibt es keine halben Urlaubstage, nur Ganze.

Der Gesetzgeber sieht das zwar nicht vor, in meinem Ausbildungsbetrieb und auch an meiner jetzigen Arbeitsstelle ist es allerdings völlig normal, halbe Tage Urlaub zu nehmen. Verbucht werden dann 0,5 Urlaubstage. Das Zeitkonto wird dabei nicht berührt, das ist klar getrennt.

Und auch aus meiner Familie und aus dem Freundeskreis hört man öfter, dass jemand sagt "ich habe mir heute nen halben Tag Urlaub genommen".

Wenn das im Betrieb des Fragestellers auch so gehandhabt wird, finde ich es völlig legitim, das über einen halben Tag Urlaub abzurechnen.

Rechtlich zwar ohne wirkliche Grundlage - wenn man danach geht, bleibt nur der Weg über Überstunden - aber wo kein Kläger...

@ berlina76:

Die Antwort ist schlicht und einfach komplett falsch!

Vermutlich kann der Arbeitgeber das schon - höhere Gewalt. Aber meines Erachtens ist das schon ziemlich kleinlich.

Nein ! Das ist KEINE höhere Gewalt !

... und deshalb kann er das NICHT machen !

@MancheAntwort

@ MancheAntwort:

Es spielt für die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Weiterzahlung des Lohns keine Rolle, ob es sich um "höhere" Gewalt oder um einen anderen Hinderungsgrund handelt, der nicht in der Verantwortung des Arbeitnehmers liegt.

Vermutlich kann der Arbeitgeber das schon

Nein, das darf der Arbeitgeber nicht - gleichgültig, ob es sich um höhere Gewalt handelt oder nicht (siehe meine eigene Antwort)!

@Familiengerd

...und wieder was dazu gelernt. Danke!

Dein Arbeitgeber kann euch NICHT beurlauben, aber freistellen !

Es ist SEIN Unternehmerisches Risiko !

Mitarbeiter tritt angeordnete Überstunden nicht an - Konsequenzen

Ich bin Personalvorstand einer Kita und habe eine arbeitsrechtliche Frage. Am Freitag hatten wir unser Laternenfest, und einer unserer Mitarbeiter hat sich, bei ohnehin schon zwei wegen Krankheit bzw. Fortbildung fehlenden Mitarbeitern, abgemeldet, weil seine Katze krank war. Das hat mich deswegen massiv geärgert, weil keine Absprache stattgefunden hat, er hat sich einfach abgemeldet und nicht etwa um Freistellung gebeten o.ä. In einem späteren Gespräch hat er mich damit unter Druck gesetzt, seine Katze könnte sterben, wenn er sich nicht um sie kümmert, was mir so ziemlich jeden noch vorhandenen Handlungsspielraum genommen hat.

Da der betreffende Mitarbeiter selbst schon eine immens hohe Anzahl an Krankheitstagen hat, ist es für mich absolut nicht einzusehen, dass die Einrichtung und die anderen Mitarbeiter nun auch noch die Krankheitstage einer Katze mitzutragen haben und finde, dass dieses Verhalten irgendeine Konsequenz haben müsste, ich bin mir aber nicht sicher, wie ich das handhaben kann. Eigentlich muss ja für private Probleme wie kranke Katzen Urlaub genommen werden. Da es sich aber um das Laternenfest handelte, für das alle anderen Mitarbeiter Überstunden machen mussten und der betreffende Mitarbeiter in der regulären Arbeitszeit anwesend war und nur die Überstunden nicht gemacht hat, ist mir nicht klar, wie sich der Fall darstellt. Kann ich verlangen, dass er für das verpasste Laternenfest und also nicht gemachte, angeordnete Überstunden Urlaub nimmt?

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