Mein Vermieter hat nicht gemerkt, dass ich seit einem Jahr keine Miete zahle?

13 Antworten

Auch nachdem du ausgezogen bist, kann der Vermieter die Miete noch nachfordern. Also wenn du meinst, dass die Zahlungspflicht entfällt, nachdem der Vertrag beendet ist. dann liegst du falsch.

Die Verjährung beträgt 3 Jahre zum Ende des Jahres. Also für die Miete aus 2016 ist die Forderung nach dem 31.12.2019 verjährt, und für die Miete aus 2017 nach dem 31.12.2020. So lang kann der Vermieter die Miete noch nachfordern, wenn er es bemerkt.

Wenn du ausgezogen bist und der Vermieter hat innerhalb von 3 Jahren noch nicht gemerkt, dass du ein Jahr lang keine Miete gezahlt hast, dann freue dich. Denn dann ist die Verjährungsfrist abgelaufen.

Fällt ihm das aber nach einem Jahr, seit du ausgezogen bist auf, dass du keine Miete gezahlt hast, kann er auf sofortige Zahlung der rückständigen Miete bestehen.

Wenn er die Sache einem Anwalt übergibt, wird das für dich recht teuer. Denn, er hat nicht nur Anspruch auf die rückständige Miete, sondern auch auf Zinsen.

Ob du dich nun darüber freuen kannst, oder nicht, wird sich zeigen.

Warum der Vermieter nicht merkt, dass du keine Miete zahlst, ist merkwürdig. Entweder er hat zuviel Geld , oder er ist nicht mehr in der Lage Zahlungseingänge zu überprüfen.

Bei Miete bist du in der Bringschuld.

Der Vermieter muß sich also nicht melden und anmahnen. Das bedeutet für dich das der Vermieter auch Verzugszinsen in Höhe von 5% über dem Basiszinssatz der EZB jeweils ab dem 4. Werktag des Monats geltend machen kann. Er kann ohne vorige Mahnung sofort bei Verzug einen gerichtlichen Mahnbescheid beim Gericht beantragen. 

Offene Mietforderungen verjähren erst nach 3 Jahren, er kann also jeder zeit kommen und verlangen dass du alles nachzahlst inkl. Verzugszinsen. Desweiteren kann er dir sofort fristlos kündigen.

Also es ist echt keine Heldentat die du da vollbringst, sondern einfach nur alles andere als intelligent von dir. 

Es gibt eine Verjährungsfrist von 3 Jahren:


Versäumt der Vermieter es, diese (...Miete) einzutreiben, hat er nach drei Jahren Pech gehabt. Dann nämlich endet die sogenannte regelmäßige
Verjährungsfrist von drei Jahren. Diese beginnt erst mit dem Ende des
Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist.

Zitat aus:

https://ratgeber.immowelt.de/a/diese-verjaehrungsfristen-sollten-mieter-kennen.html



Da wirst du Pech haben. Deine Mietschulden unterliegen der dreijährigen allgemeinen Verjährung.

Spätestens nach deiner Kündigung wird der Vermieter aus dem Koma erwachen und dich zur Kasse bitten. Kündigen dürfte er dir nicht mehr wegen Mietschulden, war er doch offensichtlich de facto einverstanden, warum auch immer.

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