Kontopfändung trotz Insolvenz erhalten?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es wurde dein Kontoguthaben gepfändet bzw. zumindest versucht. Das im Briefkasten dürfte der Beschluss des Vollstreckungsgerichts sein, zugestellt durch den Gerichtsvollzieher. Das könnte man aber nur sicher mit den Unterlagen sagen. Da die Telekom mit 99%-iger Wahrscheinlichkeit Insolvenzgläubigerin ist, besteht ein Vollstreckungsverbot. Du solltest also beim Vollstreckungsgericht den Rechtsbehelf der Erinnerung einlegen und z.B. eine Kopie des Eröffnungsbeschlusses beilegen.

Wenn die Forderung zur Tabelle gemeldet ist, sollte über eine Betrugsanzeige nachgedacht werden.

Ist die Forderung nicht gemeldet kann die Telekom die Angelegenheit an ihren Steuerberater witergeben, das Geld ist futsch.

@Artus01

Genauer gesagt würde es ggf. Prozessbetrug und Nötigung sein. Sprich: Beim Antrag des PfÜB wurde darüber getäuscht, dass man ein Anrecht auf diese Pfändung habe.

Hast du den Gläubiger beim Insoantrag mit angegeben?

Wenn ja, übergib alles deinem Insoverwalter, die Forderung ist in dem Fall nicht auf diesem Weg einzutreiben.

Ja, habe den Gläubiger beim Insoantrag mit angegeben. Werde nun diesbezüglich beim Isoverwalter anrufen.

@govindam

Dann ist alles ok, du solltest vor allen dem Gerichtsvollzieher über die Insolvenz informieren, dann hast du Ruhe.

Es pfändet nicht die Telekom, sind EOS Inkasso.

Macht es nicht rechtens.
Die Forderung ist für die Dauer des Insovenzverfahrens nicht pfändbar.
Übergib den Vorgang dem Insolvenzverwalter, dass der dem Treiben ein Ende setzt.

Das ist ein übler Taschenspielertrick.

Die Forderung ist für die Dauer des Insovenzverfahrens nicht pfändbar.

Sie ist auch danach nicht pfändbar. Wenn sie nicht zur Tabelle gemeldet ist, ist das Geld futsch.

@Artus01

Korrekt. Die RSB umfasst alle Forderung, die vor Eröffnung entstanden sind, auch nicht angemeldete.

Es sei denn, es gab irgendwo eine nachweisbare mutwillige Schädigungsabsicht beim Schuldner. Wenn man also aus irgendwelchen böswilligen Gründen absichtlich etwas weglässt.

So ein Fall kommt in der Praxis aber meinem Wissen nach extrem selten vor.

1.) Rufe den Insolvenzverwalter an schildere ihm das und bitte ihn der soll sich drum kümmern (macht sich ja auch die Taschen voll mit Geld)

2.)Rufe denjenigen an, der Dir die Insolvenz gemacht hat, schildere ihm das und bitte ihn sich drum zu kümmern (hat sich ja auch die Taschen mit Deinem Geld voll gemacht)

3.)Schreibe sofort an das Vollstreckungsgericht (Rechtsbehelf), schildere ihnen das.

4.)Richte Dir rein vorsorglich ein P-Konto ein: http://www.schuldnerakuthilfe.com/p-konto-girokonto.html

zu 2) Wer sagt denn, dass der TE bei einer kostenpflichtigen Schuldnerberatung war? es gibt auch sehr viele gemeinnützige bzw. kostenlose, die sich nicht "die Taschen voll machen"

Ob die Forderung zu recht besteht, wird gar nicht mehr geprüft, wenn du gegen den Mahnbescheid keinen Widerspruch eingelegt hast.

Du solltest schnellstens dein Konto in ein P-Konto umwandeln lassen.

Das ist ein P-Konto. Aber dieser Anspruch von der Telekom ist seit 2016 in der Insolvenz mit drin.

@govindam

Du solltest die frage genaus lesen bevor Du antwortest.

Der Fragesteller befindet sich seit 2016 in der Privatinsolvenz, die Forderung ist entweder zur Tabelle gemeldet oder schlicht und einfach weg.

@Artus01

Woher weißt du, ob er diese Forderung beim Insolvenzverfahren nicht "vergessen" hatte?

@DerHans

Das  ist egal, die Forderung ist, wenn nicht in der Tabelle, ganz verloren, da vor der Insoeröffnung entstanden.

@DerHans

Als Community-Experte für Recht solltest du wissen, wie das mit der Restschuldbefreiung funktioniert. Einmal mehr redest du bei Dingen dazwischen, wo du absolut keine Ahnung hast.

Die Restschuldbefreiung wirkt auch auf "vergessene" Forderungen. Ein Gläubiger, der sich ein Jahrzehnt nicht um seine Forderung bemüht und so nicht rechtzeitig mitbekommt, dass es da eine Insolvenz gibt, der hat es auch nicht anders verdient.

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