Kann ein Vermieter im Mietvertrag vom Mieter verlangen, dass die Miete direkt vom Arbeitsamt überwiesen wird?

16 Antworten

Nein.

Nur wenn eine der Situationen nach § 22 Abs. 7 SGB II vorliegt wird die Miete i.d.R. direkt vom Jobcenter an den Vermieter gezahlt.

Ansonsten sind die KdU auch Teil des Anspruchs des Antragsstellers und nicht des Vermieters. Dieser hat einen Anspruch an den Mieter (Antragsteller).

bezaka:

Ja,um sicher zu gehen, dass über das Wohngeld nicht anderweitig verfügt wird:

Leider falsch..jederzeit kann er an das Geld gelangen..

@wildpark5

Falsch? Seit wann und warum ist es dem Leistungsempfänger verwehrt, seine Ansprüche auf Wohngeld in Höhe der Miete einschl. der Nebenkosten an den Vermieter unwiderruflich abzutreten?

der vermieter kann viel verlangen wenn der tag lang ist. du entscheidest als he zum schluss und mieter, wie die miete aufs konto des vermieters kommt. ich würde den blödsinn unterschreiben und nicht weiter drauf eingehen.

richte einen dauerauftrag für den vermieter ein und gut ist. er selbst kann mit dem jc keine verhandlungen tätigen und du hast deine ruhe. woher das geld unterm strich wirklich kommt geht ihn nix an, hauptsache es ist zum vereinbarten tag auf dem konto.

Verlangen kann er viel, deine Entscheidung ob du dich drauf einlässt.

Nur hat der Vermieter eben freie Mieterwahl und wenn du dich nicht drauf einlässt, dann vermietet er eben nicht an dich. 

Deine Entscheidung.

Der Mieter kann den Vertrag ja so unterschreiben, das interessiert nur das Jobcenter nicht.

Und wenn der Vertrag unterschrieben ist und das Jobcenter die KdU weiterhin an den Leistungsempfänger (Mieter überweist), was soll der Vermieter dann tun? Er hat keine Handhabe.

Als Vermieter würde ich das auch genau so mit meinem Mieter, der die Miete vom Jobcenter bekommt, vereinbaren. Geht der potentielle Mieter nicht darauf ein, wird er halt nicht Mieter. Wo ist denn auch das Problem, Miete muss nun mal gezahlt werden. Und wenn man das gleich abtritt, ist klar, was für den Monat noch übrig ist...

Nur blöd, dass der Mieter gar nicht authorisiert ist, für das Amt zu sprechen und Vereinbarungen zu treffen, die das Amt betreffen. Die Behörde entscheidet immer noch selbst, an wen sie überweist und  nicht der Mieter. 

Mit anderen Worten, der Mieter kann gar nicht darauf eingehen. Oder andersrum:  er kann das gerne uterschreien, nützen tut es dem Vermieter gar nix. Ist ohne Wirkung.

@Bitterkraut

Na dann würde ich als Vermieter doch auf die Bestätigung des Amtes warten, bevor ich die Zustimmung zum Vertragsabschluss gebe.Oder ich schließe von vornherein solche Mieter aus. Man muss ja nicht an Hartz-IV-Empfänger vermieten. Ich verstehe nicht, wo das Problem liegt, die Miete abzutreten, wenn man sie sowieso zahlen will.

@MenschMitPlan

man muss mit menschen wie dir auch keinen mietvetrag abschließen. schlechte vermieter sprechen sich schnell rum. weiterhin kann mit dir so ein mietvertrag abgeschlossen werden. 2x zahlt das jc und dann geht he zum jc und sagt feierabend, jetzt zahle ich wieder. lol und was willst du dann machen? der hilfeempfänger entscheidet allein wer seine miete wohin überweist und ob das dirket an den vermieter geht oder erst an ihn.

@markusher

Jetzt verstehe ich endlich, warum so viele Vermieter von vornherein Mieter ausschließen, die Geld vom Amt beziehen! Danke für deine Erleuchtung.

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