kann das arbeitsamt mir einen casinogewinn von den leistungen abziehen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du musst dem Jobcenter nachweisen was du an diesem besagten Tag für deinen Gewinn investiert hast und das könntest du vom Gewinn abziehen !

Je nachdem wie hoch der Gewinn dann noch wäre, käme es auf deinen Bedarf nach dem SGB - ll an und ob du außer diesem Gewinn noch andere Einkommen hast, worauf du schon Freibeträge geltend machst.

Wäre der Gewinn dann höher als deine monatliche ALG - 2 Leistung, dann müsste dieser wie sonstiges Einkommen behandelt werden, also dann zwingend auf 6 Monate Bezugszeitraum angerechnet werden.

Hast du kein anderes Einkommen, dann könntest du für jeden Monat der Anrechnung min.30 € Versicherungspauschale in Abzug bringen.

Danke dir für deinen Stern !

Wenn du ALG2 beziehst und die Arge von dem Gewinn erfährt, wird es dir abgezogen.

Ich halte die Frage für interessant, weil andererseits Spielverluste nicht berücksichtigt werden, und auch nicht sonstige Kosten, z. B. die Fahrtkosten zum Casino, wodurch die Frage entsteht, ob es im Streitfall rechtlich haltbar ist, alleine die Gewinne zu berücksichtigen.

Immerhin ist es vorstellbar, daß jemand über den Abend hinweg 500 Euro Spieleinsatz tätigt und zum Schluß 500 Euro gewinnt, so daß als Saldo Null Euro verbleiben. Wird der Gewinn auf ein Konto eingezahlt, dann würde ich es für unzulässig halten, wenn die Arge diese 500 Euro als Einkommen wertet und die Zahlungen entsprechend kürzt.

Ja, wenn das Jobcenter das erfährt etwa durch Übermittlung von Kontoauszügen, dann ist der Gewinn Einkommen und je nach Höhe wird dann einmalig oder auf 6 Monate anteilig verteilt, in jedem Fall aber die Leistung geschmälert.

natürlich sind sie berechtigt dir das als einkommen abzuziehen. du warst verpflichtet diesen gewinn zu melden. außer der streichung der leistung kann auch noch eine strafanzeige wegen leistungsbetrug auf dich zukommen.

wenn du nun kein geld hast die miete zu zahlen, dann solltest du den gewinn dafür einsetzen.

Da du in dem Monat ein Einkommen hattest und daher nicht hilfsbedürftig warst, stehen dir auch keine Leistungen zu.

Das Geld wird zwar nicht versteuert, aber trotzdem als unversteuertes Einkommen angerechnet.

Ist es nicht so, daß ein kleinerer Barbetrag auch zum Schonvermögen gehören kann, d. h. man darf etwas auf der hohen Kante haben... ich habe etwa von 1.600,-- € gehört...

Ansonsten würde ich empfehlen, sich den Betrag bar auszahlen zu lassen! Oder anderswo... Der HzIV Beitrag ist schon niedrig genug!.. Außerdem der Gewinn müßte über 6 Monate verteilt werden.... Wieviel hast du denn gewonnen?

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