gefährlicher eingriff in den Straßen verkehr

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wenn Du schon eine Anwältin hast, erübrigen sich hier eigentlich alle Kommentare. In erster Linie einla KEINE Aussage bei der Polizei, weil Du den Status eines Beschuldigten hast und keine Aussage machen musst. Ich frage mich nur, wie ein solcher Bericht in der Zeitung zustande kommen soll. Darum lassen einige Passagen Deines Textes bei mir einige Zweifel. In der Zeitung steht normalerweise nur das, was die Polizei weitergegeben hat. Das sind in der Regel keine Vermutungen oder Unwahrheiten. Und keine einseitigen Zeugenaussagen. Ansonsten bleibt nur warten. Wahrscheinlich wird es Zeugen geben, die die Wahrheit ans Licht bringen. Und mit dieser wirst Du dann leben müssen....

Also nur weil die Frau behauptet ich hätte gegen die scheibe geschlagen und das bei der Polizei angibt darf die Polizei nicht bei der Zeitung weitergeben oder geben sie allgemein keine einseitige Zeugenaussagen an die Zeitung weiter ?

@calulas

Normalerweise darf die Polizei nur Tatsachen weitergeben. Wenn zum Beispiel mehrere Zeugen vor Ort übereinstimmende Aussagen treffen so müssten die Angaben auch klar als Zeugenaussagen und nicht als Tatsache gekennzeichnet werden. Eine einseitige Aussage einer Betroffenen wird eigentlich nicht einfach in einem Artikel abgedruckt. Solche Ansprüche haben jedoch nur seriöse Zeitungen an sich.

Zum einen, glasklar, die Tante hat Dir kein Stinkefinger zu zeigen. Ok soweit.

Aber Du hast sie auch nicht anzuhalten. Tust Du das doch, dann ist das, so wie Du das gemacht hast, je nach ganz exaktem Hergang entweder eine Nötigung, eine Straßenverkehrsgefährdung oder aber ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr (oder eine Kombination dieser Straftaten), für welche Du nun zu bestrafen bist.

Ihr Fehlverhalten ist noch lange keine Entschuldigung für Deines.

Richtige Vorgehensweise wäre gewesen: Kennzeichen merken, Fahrzeugführerin - Beschreibung merken, zu einer Polizeidienststelle fahren, Anzeige wegen Beleidigung erstatten.

Du kannst nun immer noch eine Anzeige wegen Beleidigung erstatten, was jetzt im Nachhinein jedoch eher so aussieht wie nachgetreten.

Du wirst wohl mit einer Bestrafung rechnen müssen, je nach letztlich greifender Strafvorschrift und Verfahrensverlauf auch noch mit Punkten und gar einem Fahrerlaubnisenzug. Insgesamt wird das recht teuer werden, unter Umständen weit 4-Stellig, bis alles zusammen ist.

Gefängnis wird es eher nicht werden, soweit mal Entwarnung, wenn jeder, der einen Bock im Straßenverkehr dreht, gleich in den Knast käme, dann müsste man in unseren Gefängnisse die Leute im Innenhof liegend aufeinander stapeln. Aber Du wirst es deutlich zu spüren bekommen, sei sicher.

Danke sehr schöne Antwort eine frage hab ich noch die Polizei sucht zeugen mal angenommen sie findet keinen dann wäre ja die Frau allein und wir zu zweit und mehr oder weniger alles hinfällig oder ?

@calulas

War da noch jemand bei Dir im Auto?

Es werden keine Zeugen gegeneinander abgezählt, so nach dem Motto: "wer mehr hat, hat gewonnen".

Es kommt zuletzt auf die Glaubwürdigkeit der Zeugen an.

Wenn gegeneinander aufgezählt werden würde, stünde es nun wohl 1:1, denn Du bist der Beschuldigte, vor Gericht dann der Angeklagte, die Anzeigeerstatterin wäre jedoch schonmal auch Zeugin (Ankläger wird der Staat sein) und wer auch immer bei Dir im Fahrzeug war, wäre auch Zeug(e/in).

So läuft das jedoch nicht, denn es wird in einer Verhandlung versucht, durch geschicktes Befragen, die Zeugen in Widersprüche zu verwickeln, um so letztlich den "klaren Kern der Wahrheit" heraus zu arbeiten.

Und je nachdem, was da rauskommt, bist Du der Mops, mehr oder weniger. Ganz fallen gelassen wird gar nichts.

Deine Anwältin wird aufgrund der vorangegangenen Beleidigung, welche von der Anzeigeerstatterin jedoch sicherlich verneint wird (sie will ja selbst sicherlich nicht bestraft werden und sauber dastehen, als arme und völlig zu Unrecht total Gefährdete), ihre Glaubwürdigkeit zu erschüttern. Der Staatsanwalt wird jedoch an beiden rütteln. Wer dann länger steht, was dann da übrig bleibt, wenn das der Richter auch feststellt, dann verkündet dieser sein Urteil.

  1. Ein "gefährlicher Eingriff in den Starßenverkehr" wirds wohl nicht sein. Eher kommt hier § 315c Abs. 1 Ziffer 2 (Buchstabe b und/oder d??) in Betracht ("Gefährdung des Straßenverkehrs" http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__315c.html ). Und/oder eine Nötigung + Beleidigung ...

  2. Wenn ich lese:

ich sprach sie ja nur drauf an was das sollte und fuhr weiter

bin ich (auf Grund meiner beruflichen Erfahrung) etwas skeptisch - sorry. Oft erlebe ich, dass sich Einige als Hilfs-Sheriff, Richter und Vollstrecker in persona aufspielen und, wenn sie dafür die Quittung bekommen, genau das als Pseudo-Entschuldigung anführen.

Da Du schon einen RA eingeschaltet hast, der Akteneinsicht beantragt hat, denke ich, dass da die Informationen aus 1. Hand kommen. Der RA kann dann da eher Auskunft über eventuelle Folgen machen als wir hier, die nicht dabei waren und nur EINE, nämlich Deine) Sicht der Dinge "kennen".

Standard-Sätze der Leute: "Ich habe nichts gemacht! Ich bin unschuldig! Der/die Andere/n ist/sind schuld!" Mag sein, dass das manchmal stimmt - deswegen hören wir immer beide Seiten und nach Möglichkeit unabhängige Zeugen.

ich hupe

Kann man schon als Nötigung auslegen.

§16 StVO Warnzeichen (1) Schall- und Leuchtzeichen darf nur geben, - wer außerhalb geschlossener Ortschaften überholt (§ 5 Abs. 5) oder - wer sich oder andere gefährdet sieht

Nach dem Kreis verkehr habe ich die Frau überholt angehalten und bin ausgestiegen.

Und schon wieder Nötigung. Und wer gibt dir das Recht als Privatperson einfach so den Verkehr anzuhalten?

Von § 239 StGB wird nämlich nicht nur die tatsächliche, sondern auch die potentielle Fortbewegungsfreiheit geschützt Das Delikt ist in seiner Grundform ein Vergehen mit einer Strafandrohung bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe. Seit 1998 ist in Deutschland auch der Versuch strafbar (§ 239 Abs. 2 StGB).

Sei also froh, wenn du nur wegen den genannten Delikten dran bist ... ich hätte dich wegen wesentlich mehr angezeigt.

Du bist ja ein richtiges Großmaul du hättest mich noch wegen mehr angezeigt aso du Zauberst dir paar Sachen aus dem hut man du kannst einen nur leid tun

@calulas

Schade, dass man Orthographieverbrechen nicht anzeigen kann....

Wenn du sie überholt und zum anhalten gezwungen hast, war das auf jeden Fall Nötigung oder halt gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr. Das war nicht ok und kann definitiv Fahrverbot und eine hohe Geldstrafe geben aber vielleicht wird es ja wegen geringfügigkeit eingestellt. Warte mal ab was der Anwalt sagt. Überhol doch einfach und fahr weiter.

gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr

Eben NICHT § 315 b StGB, sondern höchstens § 315 c StGB (Gefährdung des Straßenverkehrs)!!

@Greenfox1

In diesem Anhörungsbogen wird aber gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr gestanden haben. Ich denke nicht das der Fragensteller sich das aus dem Fingern gesaugt hat.

@DasTim

Ja sie ermitteln wegen gefährlichen eingriff weil nachdem die Frau ihre Sicht der Dinge zur anzeige gebracht hat es daraus resultiert was aber bei rauskommt wenn ich die Sachlage aus meiner Sicht schildere ist eine andere Sache

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