Geburtsurkunde für einen eingebürgerten Deutsche

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Urkunden können nur in dem Standesamt ausgestellt werden, wo der Ereignisort war. Diese Urkunden werden anhand von Büchern (Heiratsbuch, Geburtenbuch, Sterbebuch), die Register enthalten von dem jeweiligen Jahr,ausgestellt. Diese Bücher werden in Deutschland ständig aktualisiert durch Vermerke und Hinweise. Im Geburtenbuch wird z.B. eingetragen, wenn der jenige Heiratet oder stirbt oder eine Namensänderung durch die Eheschließung der Eltern stattfindet. Darum darf nur das Standesamt, dass diese Bücher führt, auch die Urkunden ausstellen, da es anhand dieser Randvermerke oder Hinweise diese Urkunden richtig ausstellen kann. Wenn du im Ausland geboren wurdest, bist du entweder im Standesamt I in Berlin nachbeurkundet worden, oder es wurde für deine Eltern dort ein Familienbuch angelegt. Die Geburtsurkunde must du von dem Standesamt deines Heimatortes, wo du geboren wurdest, anfordern. Ist dies in Polen oder Tschechien, kann dir dein Wohnortstandesamt mit der Anforderung der Urkunde helfen. Ist es ein anderes Land, musst Du dir aus dem Internet dass zuständige Standesamt im Heimatland raussuchen und dort hinschreiben oder sogar hinfahren. Ein bischen muss man sich auch selber um seine Angelegenheiten kümmern. Schließlich hast du deine Unterlagen selber entsorgt. So etwas ist sehr fahrlässig, da man Unterlagen und Urkunden immer braucht, auch wenn man Eingebürgert wird. Deswegen bleibt dein Geburtsort immer der selbe. Da sind keine Deutschen Behörden zuständig sondern nur du selber. Ggf. kann dir das Konsulat deines Geburtsstaates helfen, aber da hilft nur, dich auf die Socken zu machen und dort zu fragen.

Namensänderung, Fehler in Geburtsurkunde

Hallo,

wie der Titel der Frage schon verrät, habe ich folgendes Problem: Beim Beantragen der deutschen Staatsbürgerschaft, habe ich leider zum ersten Mal meine Geburtsurkunde gesehen und konnte nicht glauben, was da steht. Statt meines Namens (arabisch) steht da nämlich "Anita", wobei nur der erste Buchstabe stimmt. Meinen Eltern ist das damals nicht aufgefallen - wer geht auch schon davon aus, dass es in der Geburtsurkunde falsch steht. Sie sind sich aber zu 100% sicher, dass sie meinen Namen damals richtig auf das Formular geschrieben haben und es falsch abgetippt worden ist - ich kann mir sowieso nicht vorstellen, dass meine Eltern "Anita" auch nur versehentlich erwähnt hätten. Auch im Krankenhaus hätten sie bereits den richtigen Namen angegeben - scheint aber leider nicht relevant zu sein. (Ich bin in Deutschland geboren worden).

Mittlerweile habe ich die deutsche Staatsbürgerschaft, wodurch ich theoretisch das Recht auf eine Namensänderung habe. Ich war auch schon im Standesamt in meiner Stadt, wo mir aber gesagt wurde, dass ich im Standesamt meiner Geburtsstadt um Korrektur bitten sollte, dazu sollte ich einfach um Einsicht auf das Formular, das meine Eltern damals ausgefüllt haben, bitten und es würde dann korrigiert.

Gestern war ich dort, wurde von einer sehr unfreundlichen Frau eigentlich nur abgewimmelt. Sie sagte mir gleich nachdem ich den Raum betreten habe, dass es so ein Formular gar nicht (mehr) gäbe und Anita ja auch ein schöner Name sei, ich solle mich damit abfinden. Meine Chancen auf eine Namensänderung stünden auch sehr schlecht. Zudem hätte ich gar kein Recht auf Einsicht, selbst, wenn es dieses Formular gäbe, so die Dame.

Das ist zwar wahrscheinlich gar nicht ausschlaggebend, aber ich hieß nie irgendwo Anita. Weder in meinem ausländischen Pass, noch in der Schule, bei Versicherungen etc. Auch bei den Namen meiner Eltern ist jeweils ein Buchstabe vergessen worden.

Mein vielleicht viel größeres Problem ist das folgende: Damals bei meiner Immatrikulation sollte ich im Formular meinen Namen "so wie er in der Geburtsurkunde vermerkt ist" angeben. Da ich ja nicht wusste, dass ich da Anita heiße, habe ich natürlich "meinen" Namen angegeben.

Ich war wegen einer Prüfungsanmeldung gezwungen in der Uni mein Namensproblem zu erklären und bei meinem Glück wurden mir alle meine bisherigen Prüfungsleistungen (aus 3 Semestern) aberkannt, da ich unter Angabe eines falschen Namens geprüft worden bin. Bis das nicht geklärt ist, bleiben sie auch aberkannt. Allerdings "dürfte" ich sie dann erneut schreiben.. Die nächsten Prüfungen im August/September darf ich dann zwar unter Vorbehalt mitschreiben, aber, wenn sie aberkannt bleiben, muss ich ganze drei Semester wiederholen..

Ich bin wirklich am verzweifeln, was soll ich tun? Wie gehe ich am besten vor? Ich will mich nicht mit "Anita" und 3 verschwendeten Semestern abfinden :(

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