gaszähler abgeklemmt

8 Antworten

also:

650 € sind für den Einbau eines Gaszählers schon eine hausnummer. ich denke schon, dass das auch preiswerter geht. im Zweifelsfall noch mal ein Angebot bei einem anderen Installateur einholen.

es ist übrigens auch richtig, dass der Installateur den Zähler einbaut. immerhin muss er für die Sicherheit der Gasanlage gerade stehen. dem entsprechend wird auch vor dem Einbau des Zählers die komplette Gasanlage auf Dichtheit überprüft. das kann, je nach dem wie verzweigt die Rohre verlaufen schon mal ein paar Arbeitsstunden mit 2 Leuten in Anspruch nehmen.

was die Kostenübernahme für die Widerrinbetriebnahme angeht, müsste zu nächst mal geklärt werden, wer überhaupft dafür verantwortlich ist, dass die Gasrechnung nicht gezahlt und somit der Zähler überhaupt ausgebaut wurde, denn so weit mir bekannt,. fällt das Gas unter Heizkosten und ist somit eigendlich durch die Sozialleistungen gedeckt...

schlimmsten falls müsste man vor das Sozialgericht ziehen und versuchen die Ansprüche dort duchzusetzen. aber vorher würde ich mich von einem entsprechend qualifizierten Rechtsbeistand beraten lassen.

Da der Ausbau bzw. das Abklemmen selbst verschuldet war und nicht aufgrund eines Wechsels oder einer Zählererneuerung zustande kam, muss der Mieter die Kosten selber tragen.

Neben den Kosten des Einbaus vom Zähler, kommen dann noch Kosten für die Aufhebung der Sperrung seitens des Versorgers. Der Installateur bereitet nur vor - das Gas fließen lässt dann letztlich der Versorger.

Also eigentlich sollte der Vermieter für derartike Kosten zuständig sein. Hier ist es allerdings so, dass der Grund für die Kosten ja durch die Mieterin verursacht wurde. Ich fürchte, da wird sie auch für die Kosten aufkommen müssen. Weder Krankheit, noch Alter sind eine Rechtfertigung dafür, Schulden zu machen, sorry.

Da belibt im Zweifelsfall nur die Möglichkeit, sich das Geld irgedwo zu borgen und in Raten abzuzahlen; evtl. akzeptiert ja auch der Klempner eine Ratenzahlung.

Also, durch den immensen Aufwand, der betrieben muss, wenn ein Gaszähler abgeklemmt wird, sind die 650 € mehr oder weniger berechtigt. Deswegen wird im Normalfall selten irgendwo überhaupt der Gaszähler abgeklemmt. Bei Strom und Wasser wäre das was Anderes. Das machen die Außendienstler der Versorger selbst und da würde ein Wiederanschluss wesentlich weniger kosten. Quasi eine Aufwandspauschale (meist um die 50 €). Die Kosten für den Installateur muss deine Bekannte allerdings selbst bezahlen. Immerhin war sie diejenige, die nicht zahlen konnte. Da kann weder ihr Vermieter, noch der Versorger was dafür. Und dass sie Hartz IV bekommt ist natürlich schade, aber auch da kann keiner der beiden genannten Parteien was für.

Ich kann nur sagen, was ich machen würde. da ich nicht weiß, warum ein Installateur diesen Betrag haben möchte.

  1. Daher würde ich als erstes mit dem Installateur reden, warum der Preis so hoch ist.
  2. Wenn das erfolglos ist, würde ich im Bekanntenkreis fragen, wer mich dabei unterstützen kann. Das funktioniert, weil sie auf meine Unterstützung bauen können, wenn ich mit meinem Spezialwissen helfen kann.
  3. Als letzte Möglichkeit (aber erst wenn 1 und 2 erfolglos sind) würde ich die örtliche Presse fragen, ob sie helfen könnten.
  4. Gibt es Selbsthilfevereine in der Stadt, die einem Rat geben können?

Eine Anmerkung zum Schluss: Natürlich ist das Amt nicht zuständig. Die müssen sich mit begrenztem Personal eh schon um zu viele Fälle kümmern.