Feuchter/Nasser Keller-Vermieter hat sich aber abgesichert im Mietvertrag

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Ist natürlich doof, wenn ihr VOR Unterschrift diesen Mietvertrag nicht gründlich durchgelesen habt. Aber unterschrieben habt ihr - auch diese ominöse Klausel - und sitzt damit auf einem Problem.

Eigentlich müßte es im Interesse des Vermieters sein, sein Eigentum in Ordnung zu bringen, da es ja gewissermaßen für ihn arbeitet und Gewinne auf Dauer erwirtschaften soll. Einen solchen Schaden am Gebäude in Ordnung zu bringen, ist nicht billig und deshalb wird sich der Vermieter auch drum drücken wollen. Warum sonst soll er euch eine derartige Klausel unterjubeln?

Wenn ihr im Mietvertrag einen Kellerraum stehen habt, dann möchte der auch in einem für Kellerräume üblichen Zustand sein, damit ihr den auch nutzen könnt. Ich denke mal, ihr braucht bei diesem durchtriebenen Vermieter tatkräftige Unterstützung. Mieterschutzbund oder Rechtsschutzversicherung sollte da schon ran.

Das muss kein Problem sein. Grundsätzlich kann man viel in Mietverträge schreiben, was aber nicht bedeutet, dass es auch wirksam ist.

bei diesem durchtriebenen Vermieter

Warum denn durchtrieben? Da verweise ich mal auf meinen Beitrag weiter unten. Außerdem: Handelt es sich tatsächlich um ein Problem durch Grundwasser, kann sich der Vermieter hier auf den Kopf stellen, wird das Problem aber nicht beseitigen können. Wie denn auch? Grundwasser kann nicht einfach beseitigt werden. Das ist einfach da. Und selbst wenn, alles abgedichtet ist, zieht das Grundwasser trotzdem in das Mauerwerk. Pumpen nützen da auch nichts.

Ich denke, dass sich der Vermieter durchaus der Problematik bewusst ist und dies als "Warnung" für die Mieter in den Vertrag schreibt.

@ChristianLE

....und wenn man den vor der Unterschrift durchgelesen hätte, wäre jedem diese Klausel doch schon komisch vorgekommen. Umsonst schreibt der Vermieter das da nicht rein.

Dass davor "Punkt 17" steht, weist darauf hin, dass es keine individuelle Vereinbarung ist, sondern Bestandteil eines Mietvertragsformulars, das der Vermieter öfters verwendet. Dann gilt das AGBG, und nach meinem Dafürhalten ist das eine überraschende Klausel. Und selbst wenn diese Klausel wirksam sein sollte (was ich stark bezweifle), gilt immer noch folgendes:

Für mich würde "Feuchtigkeit bzw. auftretendes Grundwasser" bedeuten, dass die Luftfeuchtigkeit zeitweise so hoch werden kann, dass Eisen rosten kann und Lebensmittel schimmel können, und dass ggf. mal eine kleinere Pfütze auftaucht, aber maximal in einem Maße, dass die Benutzung des Kellers als solche nicht unmöglich wird.

Ihr mindert die Miete dann nicht, weil Feuchtigkeit und Wassser auftritt, sondern weil Wasser in einem Ausmaß auftritt, dass die Benutzung des Kellers nicht nur unwesentlich beeinträchtigt wird.

Wenn, dann hätte im Mietvertragsentwurf etwas in der Richtung stehen müssen, dass das Gebäude in einem starkregen- und hochwassergefährdenden Gebiet liegt, sodass die Benutzung des Kellers zeitweise stark eingeschränkt ist.

P. S.: Wenn die Feuchtigkeit so massiv durch die Wand kommt, lasst euch mal ein Gutachten eines Baustatikers vorlegen, das nicht älter als 5 Jahre ist und das bestätigt, dass das Haus nicht einsturzgefährdet ist.

Sehe grad das nicht 'Punkt 17' sondern ein Paragraph Zeichen davor ist. Ich glaub dann koennen wir es vergessen zum Anwalt oder wo anders hin zu gehen? :/ Ist ja schließlich ein Paragraph.

@Bine1401

Ob § oder Punkt ist schnurzpiepe. Im Mietvertrag stehen keine Gesetze.

Ihr werdet zwar den Mietvertrag samt dieser Klausel unterfertigt haben, aber ich würde mal Kontakt mit dem Mieterschutzbund aufnehmen.

Ich würde eventuell da ansetzen, prüfen zu lassen, ob es sich um eine sittenwidrige Klausel handelt. In diesem Fall ist es unerheblich, ob ihr den Vertrag unterfertigt habt, da sittenwidrige Klauseln rein rechtlich keine Wirksamkeit haben und sich das gerichtlich aus der Welt schaffen lässt und er dann die Schäden reparieren lassen und für eventuell entstandene Schäden aufkommen muss.

Garantiert ist es sittenwidrig, einen Keller zu vermieten, der bei starkem Regen durchnässt wird! Nein, das wird nichts.

Wenn im Vertrag schon steht, dass der Keller nass werden kann, dann ist er eben für nässeempfindliche Sachen nicht nutzbar. Natürlich hätte man die Wohnung auch ohne Keller vermieten können, da dieser aber nicht zur Wohnfläche gehört und auf die Nässe hingewiesen wurde, gibts weder Kündigungsgrund noch Mietminderung deswegen.

@bwhoch2

Dass er nass werden, aber nicht dass er zentimeterhoch unter Wasser stehen kann und das macht schon einen großen Unterschied. Also wäre ich mir noch nicht ganz so sicher, ob das überhaupt nichts wird. Zumal es ja überhaupt nicht schaden kann, wenn man sich diesbezüglich mal erkundigt. Wenn ein feuchter Keller mit vermietet wird, dann okay wenn der Mieter das unterzeichnet, aber wenn ein unbenutzbarer Keller vermietet wird, der mit bezahlt wird, dann ist das so nicht mehr in Ordnung. Ausserdem ist das ja auch super für das Fundament eines Hauses, wenn das Regenwasser den Keller regelmäßig unter Wasser setzt.

Von der Logik her würde ich argumentieren, ihr habt durch die Vereinbarung im Mietvertrag euer Einverständnis erklärt, dass der Zustand des Keller so ist, wie er beschrieben ist und diesen Zustand/das Feuchtigkeitsrisiko dadurch akzeptiert. Ihr könnt ja dort auch einfach nur Getränke lagern (theoretisch).

Hätte der Vermieter gesagt "zu der Wohnung gibt es keinen Keller", dann hättet ihr den Mietvertrag unterschreiben können oder es auch bleiben lassen können.

So gesehen, tendiere ich zu der Meinung - entweder ihr akzeptiert den Zustand des Kellers weiterhin oder aber ihr schaut euch nach einer neuen Wohnung um und achtet dabei mehr auf derartige Risiken -sofern der Vermieter nicht mit sich reden lässt, da doch etwas dran machen zu lassen.

Unter Indeviduelle Vereinvarungen versteh ich das man das so zwischen Mieter und Vermieter aus macht! (Haben wir nicht)

Nein, das ist einfach eine extra vereinbarte Sache, die nicht in normalen Mietverträgen wie z.B. einem Stdardmietvertrag steht.

Und 2. Wollt ich jetzt, nach dem ich alles geschildert habe wissen, ob wir trotzdem irg.was dagegen machen können?

Ihr könnt diese Klausel auf Wirksamkeit von einem Anwalt oder vom Mieterbund prüfen lassen

MfG

Johnnymcmuff

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