Darf ein ehemaliger Vermieter 1 1/2 Jahre nach Mietende noch Nebenkosten nachfordern?

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nun, duplodurden, leider ist deine frage nicht ganz eindeutig, deshalb auch etwas schwierig zu beantworten. ich will es versuchen und gehe davon aus, was ich herausgelesen habe, es könnte allerdings sein, dass ich falsch liege, was den abrechnungszeitraum betrifft. ich gehe davon aus, dass der abrechnungszeitraum in deinem falle (nicht zu verwechseln mit dem nutzungszeitraum)jeweils vom 01.07. bis 30.06. des folgejahres geht. das ist durchaus üblich und wird auf dauer durch den vermieter festgelegt. in der regel ist es der 1.1. bis 31.12. des kalenderjahres. wichtig ist zu wissen, und das ist entscheidend, dass der abrechnungszeitraum immer 12 monate umfasst. innerhalb von 12 monaten nach ende des abrechnungszeitraumes (nicht nach auszug!)muss abgerechnet sein und dem mieter die abrechnung auch tatsächlich nachweisbar zugegangen sein um nachforderungen geltend machen zu können. nur ein tag später führt zum verlust des anspruches auf nachzahlung. es bleibt aber mieterseitig der anspruch auf rückzahlung zuviel gezahlter abschlagszahlungen. wenn ich nun richtig liege mit meiner annahme, wäre die abrechnung zu spät erfolgt und die 300 euro nicht mehr einforderbar. sollte dagegen tatsächlich, wie obelhicks vermutet, der abrechnungszeitraum das kalenderjahr sein (1.1. - 31.12.)müsstest du zahlen, vorausgesetzt, das die abrechnung auch formal in ordnung geht. das zu prüfen würde ich dann einem örtlichen mieterverein anempfehlen, mitgliedschaft vorausgesetzt. würde sich aber bei einem jahresmitgliedsbeitrag von ca. 60 bis 80 euro gewiss lohnen.ergänzend: in der betriebskostenabrechnung müssen abrechnungszeitraum und nutzungszeitraum eindeutig ersichtlich sein.

grundsätzlich sind die forderungen nicht verwirkt. aber der vermieter hat nicht wie gesetzlich vorgeschreiben jährlich abgerechnet. für eine abrechnung 01.01.2007 bis 31.12.2007 kann er sich bis heute genau zeit lassen. käme die abrechnung erst morgen, wäre sie verwirkt.

von der regel zur jährlichen abrechnung abweichede zeiträume müssten schon sehr gut begründet werden. z. b. sind sie dann zulässig, wenn abrechnungen der stadtwerke nicht rechtzeitig vorlagen.

Ein Vermieter darf die Kaution eines Mieters auch noch nach dessen Auszug teilweise einbehalten, um damit ausstehende Mietnebenkosten zu verrechnen:

Wo steht in der Frage das Wort Kaution?

Der Vermieter muß seine Forderungen spätestens 1 Jahr nach Ende des Abrechnungszeitraumes geltend machen.

Wenn der Vermieter deine Adresse nicht hatte und diese ermitteln musste,kann das u.U. anders aussehen.

@primusvonquack

Und das hat er gemacht, denn der Abrechnungszeitraum ist das Kalenderjahr 2007.

@primusvonquack

Gerade das Ende des Abrechnungszeitraums ist ja der springende Punkt.

War die Wohnung ab 30.06. wieder vermietet? Du zahlst nur,was du auch verbraucht hast,also bis zum Auszug.Mieterbund oder bei Rechtschutz RA fragen

abrechnungszeitraum und verteilungszeitraum sind 2 dinge.

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