Bankkonto von Schuldner herausfinden, Vollstreckungstitel

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Der Gerichtsvollzieher hat mit einer Kontopfändung nichts zu tun. Du musst einen Antrag beim Amtsgricht stellen. Dazu brauchst Du sehr Wohl die Bankverbindung Deines Schuldners. Und wie sollst Du die rauskriegen?

Wenn Du bei Google Konto ermitteln eingibst, findest Du z.B. die Seite www.kontoermittlung.de

Die scheinen sowas anzubieten.

Grüße Daniel

Schritt 1: Pfändungsauftrag an Gerichtsvollzieher. Lass das den Rechtsanwalt erledigen. Kann der Schuldner nicht sofort zahlen, wird er den Schuldner nach der Bankverbindung fragen und diese im Protokoll vermerken. 

Schritt 2: Bankverbindung(en) pfänden. Hierfür beantragt der RA beim Vollstreckungsgericht einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss, der dem Drittschuldner (z. B. Bank, Versicherung, Bausparkasse, Finanzamt, Arbeitgeber, ....) zugestellt wird. Damit ist die Pfändung bewirkt. Der Drittschuldner ist verpflichtet, eine sog. Drittschuldnererklärung abzugeben. Das Konto wird gesperrt. Der Schuldner kann ein Pfändungsschutzkonto führen und darf nur noch über den Freibetrag verfügen. Ist mehr Vermögen vorhanden, zahlt der Drittschuldner (Bank) an den Gläubiger. Der Schuldner kann nur ein P-Konto führen. 

Schritt 3: Antrag auf Abgabe der vollständigen Vermögensauskunft, notfalls Haftbefehl zu dessen Erzwingung (Beugehaft)

Schritt 4: Langzeitüberwachung und regelmäßige Zwangsvollstreckungs-Maßnahmen durchführen, damit ggf. die Zinsen nicht verjähren. 

Schritt 5: Regelmäßigen Kontakt zum Schuldner aufnehmen. Ratenzahlung einfordern. 

Der vollstreckbare Titel verjährt nach 30 Jahren. 

Grundsätzlich ist es Aufgabe des Gerichtsvollziehers Pfändungen, auch Einkommenspfändugen, durchzuführen. Wenn du einen Schulttitel hast, kannst du einen Gerichtsvollzieher damit beauftragen die Summe einzutreiben bzw. Pfändung vornehmen zu lassen. Welcher Gerichtsvollzieher da zuständig ist, erfährst du vom zuständigen Gericht.

der GV pfändet nur wenn ihm gesagt wird wo er pfänden soll.
Also muss man zumindest die Bank des Schuldners wissen.

Nein, die Nummer des Bankkontos unterliegt der (eigentlich nicht mehr existenten) Schweigepflicht.

Gehe zum Amtsgericht und beauftrage den Gerichtsvollzieher. Der regelt alles für dich. Bitte beachte: der handelt nur auf Vorkasse, diese Kosten kannst du aber dem Schuldner auferlegen. Viel Glück!

Der GV pfändet nur wenn ihm gesagt wird wo er pfänden soll, sonst geht er direkt zum Schuldner.

Rufe einfach dort an, und Frage nach der Kontonummer, Diese bräuchtest Du zum Datenabgleich.

Ahahaaahaaa, ich lach mich tot... :-)))

DU hast ja Ideen!!

@mig112

Er kann´s doch machen wie ein Callcenter.
"Sie haben doch an einem Gewinnspiel im Internet teilgenommen" usw. blablabla.

Inkassobüro rückt Vollstreckungstitel nicht raus - Rechtsanwalt eingeschaltet - 2 Fragen dazu

Hallo,

es geht um Folgendes:

Ich hatte Schulden bei einem Inkassobüro. Diese haben auch einen vollstreckbaren Titel. Ich habe die Schulden komplett beglichen, aber nur ein einfaches Erledigungsschreiben erhalten. Den vollstreckbaren Titel bekam ich nicht zurück. Da ich nach § 371 BGB ein Recht auf Rückgabe des Schuldscheins habe, rief ich das Inkassobüro 2 Mal an und beide Male wurde behauptet, die Akten werden geschreddert, sobald ein Fall abgeschlossen ist. Auch der Vollstreckungstitel soll angeblich schon geschreddert worden sein. Da ich das nicht so richtig glaube, alleine schon wegen gesetzlichen Aufbewahrungsfristen nach dem HGB, ging ich gestern zu einem Rechtsanwalt. Da ich ALG II-Empfänger bin, für mich zum Glück kostenlos. Der Rechtsanwalt war sofort bereit, mir zu helfen. Schon gestern hat er ein Schreiben an das Inkassobüro verfasst. Leider konnte er es bisher noch nicht abschicken, da ich dummerweise das Aktenzeichen von dem Vollstreckungstitel nicht weiß und ich den Vollstreckungstitel selbst nicht mehr habe. Ich weiß aufgrund eines Schreibens nur das Aktenzeichen aus dem Pfändungs- und Überweisungsbeschluss, aber der stimmt laut Rechtsanwalt nie mit dem Aktenzeichen des Vollstreckungstitels überein. Da ich 2010, als der Vollstreckungstitel erstellt wurde, in Berlin lebte, ist mein Rechtsanwalt erstmal damit beschäftigt, die verschiedenen Amtsgerichte in Berlin anzurufen und sich nach dem Aktenzeichen des Urteils zu erkundigen. Bisher hatte er noch nicht das richtige Gericht angerufen. Ich hoffe, er findet das Aktenzeichen noch heraus. Wie könnte ich das richtige Aktenzeichen herausfinden, wenn ich das Schreiben vom Gericht nicht mehr habe? Denn anscheinend braucht er das für sein Schreiben an das Inkassobüro. Ich hoffe, mein Anspruch auf Herausgabe des Titels scheitert jetzt nicht daran, dass ich das Aktenzeichen von dem Titel nicht habe.

Ich fragte gestern meinen Rechtsanwalt, ob der Fall Aussicht auf Erfolg hat und er meinte: "Ja, auf jeden Fall." Er sagte dann auch: "Wenn ich den Titel im Original nicht bekomme, dann auf jeden Fall ein Schreiben, aus dem hervorgeht, dass die Schuld aus dem Titel erloschen ist mit Unterschrift." Ich hoffe, dass mein Rechtsanwalt weiß, dass eine Unterschrift von dem Inkassobüro nicht ausreichen würde, sondern dass ein Notar dieses Schreiben beglaubigen, also unterschreiben müsste. Als ich ihn dann fragte, ob ich dann mit dem Schreiben auch in beispielsweise 10 Jahren nicht befürchten müsste, erneut mit dem gleichen Titel vollstreckt zu werden, sagte er, dass mir das dann nicht mehr passieren könnte. Als ich ihn fragte, was er machen würde, wenn das Inkassobüro auf sein Schreiben nicht reagiert, sagte er, dass er dann wohl negative Feststellungsklage erheben werde. Das verwunderte mich ein wenig. Müsste er nicht eigentlich Herausgabeklage einreichen anstatt negative Feststellungsklage? Ich hoffe, mein Rechtsanwalt weiß, was er tut, denn ich weiß nicht, was ich sonst machen soll für mein Recht.

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