Werden Schwerbehinderten wirklich bevorzugt (Praxis) oder ist das NUR eine Theorie? (Bewerbung)

7 Antworten

Bei großen Betrieben mit Betriebsrat und aktiver Schwerbehindertenvertretung wird das mit dem bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt sicherlich ernst genommen. Das Problem fängt an wenn das nicht gegeben ist, dann ist das oft leider ganz anders. Man kann kaum überprüfen ob alles korrekt gelaufen ist. Es kann natürlich immer sein das einer besser geeignet ist als man selber insbesondere wenn man keine Berufserfahrung hat. Du hast es immerhin zu eine Bewerbungsgespräch geschafft das lässt schon vermuten das alle korrekt gelaufen ist. Ich hoffe das der Schwerbehindertenvertreter/in beim Bewerbungsgespräch dabei war, wenn nicht dann wäre das in meinen Augen ein Zeichen dafür das da etwas nicht ganz korrekt gelaufen ist. Du solltest jetzt nicht den Fehle machen und bei einer Absage diese immer auf deine Behinderung zu schieben, es bewerben sich in der Regel viele auf eine Stelle und da sind bestimmt auch noch andere mit Behinderung dabei. Was ich allerdings bei meinen Bewerbungen gemerkt habe ist das ich immer mehr Absagen ohne Vorstellungsgespräch bekommen habe wenn ich meine Behinderung schon in Bewerbungsschreiben angegeben habe Ich habe mir dann angewöhnt meine Behinderung im Bewerbungsschreiben nur angegeben habe wenn es von Vorteil war.

Naja denke das is nur Theorie, meine Freundin hat es auch schwer ne Stelle zu finden die hat auch nen Ausweis. Kommt aber auch auf die Stelle an, es heißt ja bei gleicer Eignung werden Schwerbehinderte bevorzugt eingestellt. Bedeutet wenn du eine Schwerbehinderung hast, die bewirkt, dass du diese Arbeiten net so gut oder fast gar nicht ausüben kannst, die da verlangt werden, können sie dich leider schon ablehnen. Wünsche dir trotzdem viel Erfolg.

Durch das AGG darfst du bei einer Bewerbung nicht schlechter gestellt werden, als ein gesunder Mensch.

Ob dieses nun immer in der Praxis klappt, kann ich dir sicher nicht in epischer Breite versprechen. Aber ich möchte es, so wie du, halt auch anzweifeln.

Im Bewerbungsprozess ist der BR oder die Schwerbehindertenvertretung gar nicht involviert. Er kommt erst bei deiner geplanten Einstellung ins Spiel. Allerdings finde ich es schlichtweg ungehörig per se einem BR oder einer Schwerbehindertenvertretung zu unterstellen, dass sie ihren Job nicht richtig machen.

Du kannst beim Arbeitsgericht eine Klage einreichen, wenn du deine Behinderung für eine Absage verantwortlich siehst. Diese Vermutung ist schnell gestellt und der vermeintlich neue Arbeitgeber muss dann nachweisen, dass dem nicht so war.

Dieses wird sicher meist sehr leicht sein, da man für eine ausgeschriebene Stelle im Regelfall immer den besten nehmen wird.

Sollte man allerdings gleich eine Absage erhalten und man weiß, dass andere zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden, so ist sicher die Chance groß, dass gegen das AGG verstoßen wird.

Ob es allerdings Sinn machen wird, sich in einen neuen Job hinein zu klagen? Ich möchte es deutlich anzweifeln...

Ja ich verstehe Sie ganz gut.

Eine klage gg den AGG würde nichts bringen.

Im Endeffekt kommen wir zum gleichen Punkt. SB werden in der Praxis NICHT bevorzugt. Da bin ich mir ganz sicher und habe genug Erfahrungen gesammelt.

Hallo keksman84,

Sie schreiben:

Werden Schwerbehinderten wirklich bevorzugt (Praxis) oder ist das NUR eine Theorie? (Bewerbung)<

Antwort:

In der Praxis, in der Realtät und unter dem Strich ist das wohl bis auf weiteres ein Wunschtraum, denn selbst kerngesunde Bewerber erhalten in der heutigen Zeit unzählige Absagen!

Wie bei allem im Leben gehört zu einer erfolgreichen Bewerbung eine gehörige Portion Glück und bei einer Institution wie der DRV werden sicherlich hervorragende Deutschkenntnisse/Rechtschreibung, vorausgesetzt.

Eine Institution, welche eine plausible Prüfung der individuellen Vorgänge ermöglicht, existiert nach menschlichem Ermessen nicht und Betroffenen bleibt wohl keine andere Wahl, als weitere Bewerbungen zu schreiben!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt. Die Personalräte und Schwerbehindertenvertretungen (habe ich beides selbst ausgeübt) nehmen das im Allgemeinen ziemlich ernst. Wenn allerdings ein Kandidat mit höherer Qualifikation dabei ist, nützt die Schwerbehinderteneigenschaft naturgemäß nichts. Was stand denn genau im Ablehnungsschreiben?

Es stand nichts besonderes außer leider wurden Sie......(übliche Absage)

Aber als da später angerufen habe, sagten sie mir, die andere Bewerberin hatte eine gute Quali. als sie (mit eine zittiernde und stotternde Stimme). So, was kann man noch dazu sagen? Ich bin sicher, das sie es absichtlich gemacht haben, aber ich kann nichts machen, wenn sie nicht wollen. Telefon wieder aufgelegt.

LG

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