scheidung als hausfrau

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Dir steht bis zur Rechtskraft der Scheidung 3/7 seines bereinigenten Nettos zu. Nach der Scheidung hast du sicher einen Vollzeit-Job und kannst dich um dich selbst kümmern. Du bist deinen Töchtern zu Unterhalt verpflichtet, soweit du es leisten kannst. Der Großen gegenüber wohl kaum noch aber der Kleinen sehr wohl zur Hälfte (anteilig zu deinem Einkommen). Dein Nochmann hat mir der Großen ja nichts zutun und muß so nur Unterhalt für die 19jährige zahlen.

Der Unterhalt geht übrigens vor. Wenn sein Gehlat nicht für das Kind und dich reicht, wird erst einmal das Kind abgefunden.

Hausfrau ist keine Berufstätigkeit, sondern ein Luxus, den sich eine Frau leisten durfte!

Nach der Scheidung kannst du evtl. noch für eine Zeit von 1-2 Jahren (so lange bist du beruflich Fuß gefasst hast) unterstützenden Unterhalt von deinem Mann bekommen (Voraussetzung ist, dass er es sich leidten kann). Ansonsten kannst du einen Vollzeitjob machen (wenn du bisher nichts gelernt hast, kannst du eine Ausbildung machen oder eine Umschulung. Auch einen Teilzeitjob + 400€-Job wäre machbar.

Du willst nichts mehr mit dem Mann zu tun haben, dann bitte auch nicht mehr mit seinem Geld...werde Selbstständig! Und sei deinen Kindern ein Vorbild!

Scheidung einreichen geht erst nach einem Trennungsjahr und wenn der Partner zustimmt, ansonsten kann es gegen den Willen eines Partners drei Jahre und länger dauern. Du musst das Getrenntleben beweisen können, also auch wenn ihr in einem Haus getrennt wohnt, dann zwei Haushalte, Zimmer, verschiedene Küchenzeiten, getrennte Möbel usw.

Reden ist immer dem "Vollendeten Tatsachen" vorzuziehen, es sei denn, er bedroht dich, wird gewalttätig usw. Dann kann u.U. auch wg. besonderer Umstände das Trennungsjahr verkürzt werden.

Zum Anwalt gehen, du bekommst u.U. Beratungshilfe für Erstgespräch und später Prozesskostenhilfe, das ist von deinem aber Einkommen (das ist ja nicht hoch) - und Vermögensabhängig (keine Ahnung?)

Außerdem anzuraten: Gang zum Jobcenter, wg. rechtlicher Beratung, damit du alles richtig machst und evtl. Grundsicherung erhältst. Und/Oder Gang zum Arbeitsamt, Förderung/Wiedereingliederung ins Berufsleben. Vielleicht kannst du eine spezielle Förderung erhalten oder nur Berufsorientierung, Bewerbungstraining, Zeitmanagement, vielleicht aber sogar eine Umschulung (selten)

Es wird nie wieder so bequem wie in der Ehe als Hausfrau, du musst arbeiten, sonst wirst du zum Sozialfall.

Während der Trennungsphase gilt das gleiche wie während der Ehe: Sorgt dein Mann für dich, muss er das auch tun, wenn du ausziehst. Du bist also in jedem Fall auf ihn angewiesen, wenn du dir nicht schon vor dem Auszug einen richtigen Job suchst. Nach der Scheidung musst du das sowieso tun. Je eher du unabhängig wirst, desto besser.

Wenn es gar nicht zum Aushalten ist, suche ein Frauenhaus auf oder lasse dich in einem entsprechenden Verein beraten, wie du die Zeit finanziell überbrücken kannst.

bevor du irgendwem irgendwas sagst geh zu einer Familienberatungsstelle (ProFamilia, Caritas...), dort deine Probleme schildern und dann gucken wem du was zuerst sagst......manchmal ist es gut jemanden zu "außen" drauf gucken zu lassen, weil man selbst keine wirkliche Ahung davon hat ....

alles Gute!

Sandra

ich würde auf jeden fall mit einem Anwalt darüber sprechen. wichtig ist auch, dass du einen "grund" findest, warum du dich trennen möchtest. denn wenn du zum beispiel einen neuen partner hast oder "auseinandergelebt" angibst, kann der unterehalt gemindert werden.

Man braucht heut zu tage keinen Grund mehr warum man sich scheiden läßt und auch wenn sie sich auseinander gelebt haben ist das kein Grund den Unterhalt zu mindern. Das war vielleicht mal.Ausserdem gibt es den Ehegattenunterhalt meines Wissens nach nicht mehr.

@JeanRutti

Richtig. Wenn der Ehepartner keine Säuglinge versorgen muss, dann geht die Rechtssprechung davon aus, dass jeder seinen Unterhalt selbst erwirtschaften kann.

Einen "Grund" braucht man schon seit 1977 nicht mehr.

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