Mit Privatkredit zum Eigenkapital?

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Hallo kfxracer,

generell ist es möglich, einen Privatkredit aufzunehmen, um dieDarlehenssumme und somit die Beleihung der Immobilienfinanzierung zureduzieren.

Diese Kredite haben meist einen bonitätsabhängigen Zins, somitsind die 1,9% für die 15.000 Euro nicht verbindlich und allgemein gültig. Ambesten holst Du dir ein konkretes Angebot von der Bank bzgl. des Privatkreditsein, um vergleichen zu können.

Dann kannst Du besser einschätzen, ob es günstiger ist, eineVollfinanzierung im Rahmen der Baufinanzierung zu beantragen oder die 10%Eigenkapital über einen Ratenkredit zu finanzieren.

Wichtig ist in jedem Fall, dass Du die Bank über DeineVerbindlichkeiten informierst, damit von Anfang an alles korrekt kalkuliertwerden kann.

Man kann schwer sagen, ob die Aufnahme eines Ratenkredits zu einerAblehnung bei der Immobilienfinanzierung führt, denn letztendlich hängt es vonder Haushaltsrechnung ab.

Hier berücksichtigt die Bank das monatlicheHaushaltsnettoeinkommen, zieht alle Fixkosten (z.B. Raten für etwaigeVerbindlichkeiten) ab, sowie die Lebenshaltungskosten (hängt von den imHaushalten lebenden Personen, sowie von der Bank ab) und prüft, ob alleDarlehensraten auch auf Dauer getragen werden können. Es sollte nach Abzugaller Ausgaben und der Lebenshaltungspauschalen ein gewisser Puffer übrig sein,um auch unvorhergesehene Kosten decken zu können.

Am besten holst Du dir ein konkretes Angebot für den Privatkreditein und vergleichst dann die verschiedenen Varianten, um die passende Lösungfür Dich zu finden.

Ich wünsche Dir alles Gute mit Deinem Vorhaben.

Viele Grüße

Jennifer von der Interhyp AG

 

Das geht, und das machen viele.

Aber: Den Privatkredit kriegst du niemals für den Immo-Zinssatz. Eher so im Bereich 8 - 9%.

Hinzu kommt, dass der Immo-Zinssatz von deiner Gesamt-Schufa und deinem Ausfallrisiko abhängen. In deiner Schufa steht dann aber schon dein Privatkredit drin. Das heißt, du bist dann nicht so flüssig wie ein "jungfräulicher" Darlehensnehmer, somit ein höheres Ausfallrisiko, schlechteres Rating, höherer Zinssatz.

Dieser Effekt ist allerdings nicht so gravierend. Es könnte sich so im Bereich 0,5 Prozentpunkte auswirken.

Muss man spitz ausrechnen, ob sich das lohnt.

 

Andere Schiene: Prüfe mal, ob für dich ein Zusatzdarlehen der WI-Bank in Frage kommt. Dieses ist ebenfalls sehr zinsgünstig, für einen gewissen Anfangszeitraum zinsfrei, UND: Das WI-Darlehen zählt als Eigenkapital.

Klingt zu schön um wahr zu sein? Ist es auch. Die bürokratischen Hürden bis zur Genehmigung und erst recht bis zur Auszahlung sind enorm. Du brauchst eine dicke Haut und Ausdauer, um das durchzustehen. Die haben ein striktes Ablaufschema über die einzureichenden Unterlagen. Liegen die Unterlagen nicht vor, gibt es kein Geld. Da kennen die nix.

Im Endeffekt sparst du Zinsen, erarbeitest dir das aber mit Blut, Schweiß und Tränen.

Das stimmt nicht ganz. Ich habe bei der Targo einen Privatkredit (Umschuldung) für 3,69% bekommen. Das waren immerhin 40.000.- Allerdings bin ich Informatiker mit einer Eigentumswohnung und gutem Gehalt.

Diese 1,9x Prozent wird er nicht bekommen. Aber bei 3,x % kann man schon landen. Dennoch muss die Einkommenssituation passen. Und der Kreditgeber für den Immobilienkredit sieht ja die Schufa und kannt die monatliche Belastung. Daher könnte es sein, dass die Vergabe dadurch schwieriger wird.

@martin0815100

Japp, stimme dir in den meisten Punkten zu. Aber 3,x%... da muss er schon eine ähnlich glänzende Ausgangssituation wie du vorweisen. Kann ich mir anders nicht vorstellen.

Bei Krediten handelt es sich stets um Fremdmillttel und nicht um Eigenkapital!

Erfährt die Bank von einem solchen Täuschungsmanöver bei der betrügerisch  falschen Darstellung der eigenen Mittel des Darlehensnehmers, kann sie erschlichene Kredite und die in diesem Zusammenhang gestellten Sicherheiten (Grundpfandrechte ) aufgrund  solcher falschen Angaben wegen "Kreditbetrug" fristlos kündigen.

Sie stehen in einem solchen Falle plötzlich ohne Finanzierung da!

Können Sie die gewährten gekündigten Darlehen  nicht i.e. Summe bei Fälligkeit nach erfolgter Kündigung zurückzahlen, werden die Sicherheiten unter Zerschlagungsaspekten verwertet.

Bringt Ihr Beleihungsobjket in der darauf folgenden Zwangsversteigerung nach Abzug aller Kosten nicht die erforderliche Summe, sind Sie pleite und können evtl. noch Provatinsolvenz anmelden.

Kein besonders toller Einfall, Ihr Eigenmittelkonstrukt!?!

Ja, so blöd der Einfall, dass es zehntausende Familien dennoch machen, mit Wissen und Einverständnis der finanzierenden Banken. Solange die Darlehensnehmer die Raten tragen können, ist das kein Problem.

@Mojoi

Schon klar! - Zehntausende Autos werden ohne ohne gültige Fahrlizenz des darin agierenden Fahrers betrieben und laufen trotzdem!

Solange keine Kontrolle erfolgt ist das kein Problem!?!

Ihre Festsgtellung ist nicht einmal witzig!

Ihre Einschätzung der Prüfmöglichkeiten einer Bank und der möglichen  verheerenden Folgen für den Kredtinehmer scheinen doch recht naiv!

@schelm1

Nicht alles was hinkt ist auch ein Vergleich.

Bitte lesen Sie meinen Kommentar. Das geschieht mit Wissen und Einverständnis der Banken. Sowas zu verschweigen ist natürlich Blödsinn. Selbstverständlich sehen die Banken spätestens mit Blick in die Schufa, wie die Gesamtlage des Darlehensnehmers aussieht.

Sich das Eigenkapital fremdzufinanzieren ist weder rechtswidrig (wie z.B. der völlig unpassende Vergleich mit dem Fahrens ohne Fahrerlaubnis) noch vertragswidrig. Es beeinflusst "lediglich" die Gesamtbonität und somit den Zinssatz und verursacht GEGEBENFALLS die Gesamtablehnung.

Aber eben nicht per se nur aufgrund der Tatsache, dass das Eigenkapital ebenfalls geliehen ist.

Ich wiederhole es nochmals: Sowas ist heute üblich und völlig normal, ohne dass da was gemauschelt und getrickst werden muss.

@Mojoi


Sowas ist heute üblich und völlig normal, ohne dass da was gemauschelt und getrickst werden muss.



Betrug, gleichgültig ob Selbstbetrug, bleibt Betrug.

Vollkommen gleichgültig, wie man das versucht schön zu reden.

Eine Finanzierungszusage, die auf der Basis von nachgewiesenem Eigenkapital in einer bestimmten Quote erteilt wird, kann von der Bank widerrufen werden, wenn sich herausstellt, das der Kreditnehmer falsche Angben über seinen Vermögenshintergrund gemacht hat.

Sofern Sie hier etwas anderes zum Besten geben, gefährden Sie damit die Finanzierung solcher User, die Ihnen dummerweise Glauben schenken!

Selbstverständlich kennt man im Geschäftsleben den Begriff der eigenkapitalersatzähnlichen Mittel; dies nur nicht im Zusammenhang mit der Finanzierung des "kleinen Mannes" der ehrlich sein Häuschen ohne die Sorge, dass seine Finanzierung irgendwann mal platzen könnte, finanzieren möchte.

Selbst die früher einmal so titulierte "Muskelhypothek" als eine mehr oder weniger anerkannte  Form des zusätzlichen Eigenkapitals hat im heutigen Immobilienfinanzierungsgeschäft ihre Bedeutung eingebüßt.

Oder meint ihr die Banken lehnen den Imo-Kredit ab, wenn sie sehen, dass noch ein weiterer Kredit am laufen ist?

Natürlich ist diese Gefahr gegegen.

Eigenkapital heißt, dass keiner darauf unmittelbare Rückzahlungsansprüche geltend machen kann. Ferner hast du daraus wiederrum eine Zinsbelastung, unterm Strich also nicht zwingend günstiger.

Ich hoffe du willst einen Investitionskredit aufnehmen, also eine fremdgenutzte Immobilie erwerben. Wenn es sich um selbstgenutzen Wohnraum handelt, begibst du dich mit Vollgas in die Schuldenfalle, wenn du deinen Plan so umsetzt.

Ich sehe das ganz genauso. Wenn es sich um keine Investition handelt, würde ich keinen Privatkredit als Eigenkapital empfehlen

Das Eigenkapital hat ja schon einen gewissen Grund... So kann man sich auf jeden Fall richtig schön in die Schulden reiten.

Theoretisch würde das funktionieren, praktisch ist das aber eine der dümmsten Konstellationen überhaupt - auch wenn sich das viele Leute aufschwätzen lassen.

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