Messe lesen lassen trotz Kirchenaustritt?

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Wenn der Verstorbene nicht ausgetreten war, kann man das.

Die Frage ist allerdings: was versprichst du dir davon? Mit dem Austritt dokumentiert man amtlich, dass man von dem ganzen Zeugs nichts hält. Nun doch eine Messe lesen lassen, also ich sehe da irgendwo einen Widerspruch.

Es geht mir um den Respekt vor den Wünschen des Verstorbenen und um die Gefühle der anderen Verwandten, die erwarten, dass man für einen engen Verwandten nach dessen Tod regelmäßig eine Messe lesen lässt.

@dolcino

Mir steht es nicht zu, deine Beweggründe zu bewerten.

Wie gesagt, du kannst das machen. Die Meßfeier sollte aber mehr sein als oberflächliche "Pflichterfüllung".

Soweit mir bekannt ist, kann man für jeden Menschen eine Messe lesen lassen,also auch für Ungläubige, Andersgläubige und auch für aus der kath. Kirche Ausgetretene. Uns steht kein Urteil zu und wir wissen nicht, wie einer letztlich gestorben ist und wie Gott sein Leben beurteilt. Wir beten doch auch für all diese Menschen, auch in der Kirche, es ist ein gutes Werk, wenn wir denen helfen, die äußerlich Gott fern waren, aber dennoch von Seiner Barmherzigkeit umfangen worden sind. Das Blut Christ fließt auch dann, wenn der Spender der Messe Gott fern lebt, der Wert der Hl. Messe bleibt bestehen.

Das kannst du auch machen lassen, wenn der Verstorbene noch der Kirche angehörte, du aber nicht.

Schliesslich ist das Lesen einer Messe nicht kostenlos. Für Geld ist die Kirche immer empfänglich. Da spielt es keine Rolle, ob der Auftraggeber der Kirche angehört oder nicht.

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