Lebenslanges Wohnrecht für eigenen Sohn

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Wenn Sie dem Sohn nicht nur ein lebenslängliches Wohnrecht an dem gesamten Haus, sondern zugleich auch den lebenslänglichen Nießbrauch (d.h.Übertragung der Nutzungen aus dem Haus)daran im Grundbuch eintragen lassen, ist das Haus auch im Fall der späteren Überleitungsüberlegungen auf den Sozialhilfeträger praktisch wertlos, weil es auf der Welt wohl niemand geben wird, der ein derart belastetes Haus erwerben würde, das er wegen des Wohnrechts weder selbst beziehen noch aus dem er bei etwaiger Vermietung Miet-erträge ziehen könnte, weil diese dem Sohn als Nießbraucher zustünden. Ich empfehle, mit diesen Gedanken einen Notar zur Beratung und ggf.Abfassung entsprechender Eintragungs-bewilligungen aufzusuchen; diese müssen ohnehin notariell beglaubigt werden.

Da kann Ihnen am besten ein Anwalt oder ein Notar weiterhelfen.

Jetzt schon auf Ihren Sohn überschreiben bringt nichts, denn dies müsste innerhalb von zehn Jahren (genau wie eine Schenkung) rückgängig gemacht werden, wenn Sie in ein Pflegeheim kämen.

Wenn Sie sich oder Ihrem Sohn ein lebenslanges Wohnrecht einräumten, käme es wohl auf das gleiche hinaus.

Es gäbe vielleicht nur ein Ausweg: Sie überschreiben Ihrem Sohn Ihr Haus mit gewissen Auflagen: also nicht nur für Sie ein lebenslanges Wohnrecht, sondern dass Ihr Sohn Sie im Falle das Falles pflegen müsste.

Darum ist es das Beste, Sie besprechen das mit einem Notar bzw. Rechtsanwalt und nehmen bei dieser Gelegheit auch gleich Ihren Sohn mit.

Ein lebenslanges Wohnrecht schützt nicht vor einem (notwenigen) Hausverkauf.

Ich sehe es als sinnvoller an, wenn du dein Haus jetzt deinem Sohn zu einem Spottpreis verkaufst und das Geld nicht auf Konten sichtbar machst. 60 000 € kannst du auch glaubwürdig in 5 Jahren ausgegeben haben.

Achte darauf, dass dein Sohn dir ein lebenslanges Wohnrecht einräumt.

Du kannst Deinem Sohn das Heim schon überschreiben, allerdings ist Dein Sohn Dir gegenüber unterhaltspflichtig.

Deswegen mal ein paar Gedankengänge.

Ein Pflegeplatz kostet ungefähr 3.300 EUR und bekommt man auch nur, wenn man eine Pflegestufe hat.

Vor der Pflegeversicherung gibt es dann ungefähr 1.300 EUR. Die anderen 2.000 müssen aufgebracht werden. Das geschieht über Deine Rente, von Erspartem und ggf. von Wohnpflegegeld.

Und wenn das alles nicht ausreicht, dann ist Dein Sohn dabei und dann wird sicher das Haus verkauft oder beliehen, wenn er das Geld nicht hat.

Das Eigenheim wäre dadurch ja nicht geschützt - nur der neue Eigentümer könnte deinen Sohn nicht rauswerfen.

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