Kann ein Hauseigentümer einer Person mit lebenslangem Wohnrecht Vorschriften/Verbote?

5 Antworten

Ich habe mir weitere Fragen von Dir durch gelesen. Es handelt sich meiner Meinung nach nicht um eine Mietrechtssache, denn es gibt keinen
Mietvertrag, sondern um eine reine Familienangelegenheit.

Der ursprüngliche Gedanke bei der Scheidung war der, dass der Sohn das Haus bekommen soll, dass aber die Mutter weiter drin wohnen darf, um eine
Unterkunft auf Dauer sicher zu haben. Vermutlich war nicht vorhersehbar,
wie es Deiner Mutter mal in ein paar Jahren ergehen wird.

Nun hast Du einerseits Glück, dass Du mit 20 schon Hauseigentümer bist, ohne dass Du auch nur einen Cent dafür bezahlen musstest. Andererseits das Pech, dass diejenige, die eigentlich für alle Kosten aufkommen soll, gar
nicht zahlungsfähig ist und wohl auch in Zukunft nicht sein wird.

Du kannst sie auch nicht zahlungsfähig machen, indem Du ihr irgendwelche
Gerichtsprozesse anhängst etc., denn sie ist dazu auch noch schwer krank
(Erblindet, Alkohol).

Leider verstehst Du Dich überhaupt nicht mit ihr und das ist natürlich auch keine Basis, um daraus irgend etwas gestalten zu können.

In dieser Situation nun Katzen verbieten zu wollen, die sie vielleicht schon lange hat oder das Rauchen, klingt doch sehr nach familiärem Kleinkrieg, der am Ende auch nicht weiter führt.

Kann es sein, dass es auf Dauer nicht funktionieren wir, dass Du und Deine
Mutter gemeinsam in einem Haus leben? Wäre es nicht besser, Du würdest
Dir mit Deiner Freundin eine Wohnung suchen und die eigene vermieten? Am besten an eine Person, die sich vielleicht auch noch gerne um Deine
Mutter mit kümmert.

So, wie Du in einer früheren Frage die Situation Deiner Mutter geschildert hast, wird sie sowieso nicht ewig dort wohnen können und dann steht Dir irgendwann das ganze Haus zur freien Verfügung.

Bei allem, was Dir das Haus jetzt an Kosten verursacht, denke immer daran, dass die gute Pflege, auch wenn es Dich Geld kostet, am Ende den Wert des Hauses erhält. Läßt man es verwahrlosen, weil niemand Geld einsetzen will, geht es irgendwann so kaputt, dass man auch nichts mehr davon hat oder erst recht irrsinnige Kosten.

Vielleicht hast Du jemand in der Verwandtschaft oder Bekanntschaft, der mit Dir das Problem vernünftig lösen kann.

Zu Deinen konkreten Fragen kann ich leider nichts schreiben, weil ich mit den Feinheiten im österreichischen Recht nicht auskenne.

Nun hast Du einerseits Glück, dass Du mit 20 schon Hauseigentümer bist,

ein tragisch unreife erscheinendes Glück! - Vielleicht findet er ja noch in seinem jungen Dasein einen gesunde Partnerin ohne Allergieprobleme!?!

Deine Mieterin (warum überhaupt in Anführungszeichen?) zahlt Miete, damit sie die Wohnung nutzen kann.

Zur Nutzung gehört auch, daß sie dort z.B. rauchen kann. Hier handelt es sich um eine normale Nutzung.

Bei den Katzen kommt es drauf an, wer die Haltung erlaubt hat. Wurde ihr die Haltung erlaubt bzw. ist diese laut Mietvertrag genehmigungspflichtig, wirst Du die Haltung nicht verbieten können.

Wenn sie bereits längere Zeit Katzen hält, wird es sehr schwierig, die Haltung jetzt nachträglich zu verbieten.

Du kannst ihr allerdings untersagen, daß diese sich längere Zeit im Treppenhaus aufhalten. Allerdings ist ein allergischer Schock beim Gang durch's Treppenhaus doch sehr unwahrscheinlich. Ich bin auch allergisch auf Katzenhaare. Dann fasse ich sie halt nicht an und alles ist gut.

Allerdings stolpere ich gerade über den Begriff Stiegenhaus. Meine Einschätzung beruht auf Deutschem Mietrecht - falls es hier um Österreich geht, kann es anders sein.


Deine Mieterin (warum überhaupt in Anführungszeichen?)

Weil es sich nicht um eine Mieterin handelt, sondern um die Inhaberin eines Wohnrechts.

@PatrickLassan

die aber vermutlich dennoch Miete zahlt (oder jemand anderes zahlt diese), also eine Mieterin ist.

@stefan1531

Wenn jemand ein Wohnrecht auf Lebenszeit hat muss dieser keine Miete zahlen.

@Gamer2243

ah, ich habe gerade die alten Fragen des Fragestellers gelesen. Hier geht's eh' nicht um Mietrecht (und auch nicht in Deutschland), sondern darum, die Mutter abschieben zu können.

Eine Hausordnung gilt auch für Personen mit Wohnrecht.

Mietrechtlich kann Rauchen in der Wohnung nicht verboten werden.

Die Haltung von Katzen oder Hunden nur mit nachvollziehbarem Grund, wie z. B. Tierehehaarallergie.

In diesem Fall geht es aber nicht um Mietrecht. Was wollt Ihr machen wenn die Person sich weigert die Katzen weg zu geben? Kündigen geht ja nicht.

Da "Stiegen" sich wohl eher in Östereich oder der Schweiz befinden dürften, kann man für das deutsche Mietrecht nur bemerken, dass sich Dinge, vor allem bei lebenslänglich gültigen Mietverträgenn in diesen sehr sorgfältig festgeschreiben sein sollen.

Normalerweise werden solche lebenslängelcihen Wohnrechte, löachbar mit Todsnachsweis, dinglich festgeschrieben im Grundbuch verankert und nicht über einen Mietvertrag geregelt; dies kann natürlich in der Schweiz oder in Österreich anders sein!?!

Sicher ist, dass man einem Mieter ins seiner Wohnung das Rauchen nicht verbieten kann.

Vielleicht suchen Sie sich eine neue kerngesunde Freundin ohne Katzenhaarallergie!?!

Wenn im Mietvertrag steht, dass das Halten von Haustieren verboten ist, kann man da was machen. Allerdings tut mir die Frau dann sehr leid, sie wird die Katzen ja schon länger haben. Und dann darf man das Gewohnheitsrecht nicht vergessen - wenn das schon immer so ist, kannst Du nicht plötzlich sagen, bringen sie ihre Katzen ins Tierheim.

Hast Du schon mal mit gesprochen, dass sie bitte die Katzen nur in der Wohnung halten soll? Du wirst ja wohl nicht im Treppenhaus leben und ich kann mir nicht vorstellen, dass man dann in seiner Wohnung eine allergische Reaktion bekommt, nur weil zwei Katzen durchs Treppenhaus laufen.

In seiner Wohnung kann jeder rauchen, soviel er Lust hat - irgendwo hört es mal auf, was man seinem Vermieter erlauben und verbieten kann.

Neben uns wohnen Leute, die irgendeinen ekelhaften Weichspüler benutzen; wenn die ihren Trockner anmachen, stinkt es bestialisch - damit muss ich auch leben, das kann man leider niemand verbieten. Rauchen tun sie auch, auch damit muss ich leben, dass sie das auch im angrenzenden Garten machen.

lg Lilo

Wenn im Mietvertrag steht, dass das Halten von Haustieren verboten ist, kann man da was machen.

Genau dann kann man nichts machen. Denn ein generelles Haustierverbot wäre unwirksam.

Davon abgesehen geht es in diesem Fall nicht um Mietrecht.

und ich kann mir nicht vorstellen, dass man dann in seiner Wohnung eine allergische Reaktion bekommt,
nur weil zwei Katzen durchs Treppenhaus laufen.

Die Katzenhaare kommen überall hin.

Und dann darf man das Gewohnheitsrecht nicht vergessen

Doch! Genau das! Das Gewohnheitsrecht kannst Du vergessen, denn das gibt es nicht im Mietrecht.

Die Frage ist allenfalls, unter welchen Umständen man ein einmal zugestandenes Recht nachträglich wieder entziehen kann.

In seiner Wohnung kann jeder rauchen, soviel er Lust hat

Der Meinung bin ich prinzipiell auch. Aber offenbar haben es viele rauchende Mieter immer noch nicht verstanden, dass diese schlechte Angewohnheit in der ganzen Wohnung einen Schaden verursacht, der in die Tausende geht, wenn er anschließend behoben wird. Das große Jammern kommt immer dann, wenn dieser Schaden Verursacher gerecht umgelegt wird.

@bwhoch2

Was ist das denn für ein Blödsinn, welchen schweren Schaden soll denn eine Wohnung nehmen, wenn man da drin raucht? Es sind ihre Möbel und Tapeten, die stinken, aber davon fällt bestimmt nicht die Wand zusammen oder der Fußboden hebt sich ab.

Ich habe ja den Eindruck, der Vermieter möchte die Frau einfach gerne loswerden - bei lebenslangem Wohnrecht kann er das vergessen

@LiselotteHerz

Sie scheinen nicht viel Erfarugnen als Vermieter mit  stark nikotinverseuchten Wohnungen zu haben!?!

Da muß u.U. nicht nur neu tapeziert werden, sondern der gesamte Wand- und Deckenputz raus, sowie Türen , Zargen und Festerrahmen ggfs erneuert werden.

Solche Kosten könnte man schon versuchen, dem "Stinker" aufzubürden.

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