Hilfe Nachbar verklagt mich!

9 Antworten

Beim Abriss eines Hauses entsteht Schutt. Es ist dafür zu sorgen, dass Schutt, so er auf ein benachbartes Grundstück fällt, sofort zu beseitigen ist.

Beschädigt der Bauunternehmer anschliessende Gebäude oder Garagen, so ist er dazu verpflichtet, den Schaden auf seine Kosten ( Versicherung) zu beheben.

Wenn es dringend erforderlich ist, dass das Nachbargrundstück im Zuge der Baumassnahme betreten werden muss, so wäre eine einstweilige Verfügung bei Gericht gegen den Nachbarn zu erwirken. Dann darf das Grundstück auch gegen den Willen des Nachbarn betreten werden.

Warum das Haus des Nachbarn auf eurem Grundstück steht, können wir hier nicht beurteilen. Damals beim Vermessen ein Fehler unterlaufen, oder andere Gründe.

Ich bin in der Baubranche tätig. Unserer Firma ist es ein Mal passiert, dass wir auf einem Nachbargrundstück gebaut haben. Das passierte in einem Neubaugebiet in dem dieses Haus als erstes Haus erstellt wurde.

Der Grundstückseigentümer war beruflich im Ausland dauerhaft beschäftigt. Als er zurückkam bemerkte er den Fehler und hat reklamiert.

Unsere Firma, Baukonzern, hat dem Nachbarn ein Angebot gemacht. Er erhält das im Rohbau erstellte Haus, kostenlos, oder wir reissen es wieder ab.

Der Nachbar entschied sich für den kostenlosen Rohbau und liess dann das Haus fertigstellen, welches er vermietete.

In eurem Falle müsst ihr eben klären, wie es zu diesem Fehler kam.

Warte doch erstmal ab, ob deine Nachbarn klagen. Mir hat man auch schon oft gedroht, aber dann ist doch nix passiert. Die Leute verwenden solche Drohungen gern um einfach bloß Druck zu machen.

Wenn du dann doch verklagt wirst, empfiehlt sich ein Rechtsanwalt.

Beschreib mal bitte die Sache mit der Garage genauer. Inwiefern ist deren Garage negativ beeinträchtigt? Wie ist das mit den Steinen auf dem Nachbargrundstück gewesen?

Ihr müsst natürlich den Bauschutt auf seinem Grundstück entfernen und dürft auch durch die Baumaßnahmen sein Gebäude nicht beschädigen. Ansonsten muss der Nachbar Baulärm und das Betreten seines Grundstücks in Kauf nehmen. Ihr dürft allerdings nichts auf seinem Grundstück abstellen und müsst auch die Baustelle sichern, damit von eurer Baustelle keine Gefahr ausgeht. Wenn er klagen will, dann lasst ihn mal machen.

Eine Klage ist irgendwann vorbei, schlimmer ist, dass man solche Hausnachbarn hat!!! Bei einer Mietwohnung würde man irgendwann sagen, drauf geschießen, ich zieh um. Aber wenn man auch noch neu gebaut hat, ist man fast gezwungen mit solchen Nachbarn zu leben, leider!!! Und die Anklage macht es nicht grade leichter. Grade Hausnachbarn sind wichtig, sind halt keine Mietnachbarn. Das wäre besser, wenn man sich außergerichtlich einigt!

Laß sie doch klagen, es gibt genug solche Prozeßhansel, die wegen jedem eingebildeten Mückenschiß zum Anwalt rennen. Und wegen der Fläche, die die auf deinem Grundstück überbaut haben - lasse sie doch Miete, oder noch besser: Nutzungsausfallentschädigung zahlen und zwar für alle Zeiten. Das wird sie hoffentlich zur Besinnung bringen.

Was möchtest Du wissen?