Aufteilung eines Zweifamilienhauses in Eigentumswohnungen

4 Antworten

Sie benötigen hierzu folgendes:

  1. Abgeschlossenheitsbescheinigung (Bauamt)
  2. Teilungserklärung (Notar)
  3. Aufteilungsplan (Architekt)

Die Kosten hierfür kann Ihnen noch nicht einmal der Notar sagen, weil dies vom Umfang der Teilungserklärung abhängt. Aber so um die 1.000,- bis 1.500,- € müssen Sie rechnen.

Im Bezug auf die in Australien lebende Miterbin, sollte diese zur Botschaft gehen und eine entsprechende Vollmacht für einen anderen aus der Erbengemeinschaft ausstellen. Das verteuert zwar die Sache noch zusätzlich, ist aber billiger, als wenn die Dame nach Deutschland reist.

Im Bezug auf die Steuer dürfte es wohl keine Rolle spielen, ob Sie die eine Wohnung über Fremd- und die selbstgenutzte Wohnung über Eigenkapital finanzieren. Es sei denn, dass Sie z. B. die eine Wohnung kaufen und die andere Wohnung von Ihrem Partner erworben wird und sie beide nicht gemeinsam veranlagt sind.

Zu den bereits gegebenen Antworten der gf-Teilnehmer würde ich eine dritte Alternative vorschlagen, die mir als Banker am sinnvollsten erscheint:

a) das Haus nicht nach WEG aufteilen, sondern lediglich im Rahmen der bereits genannten Punkte 1 und 3 das Objekt in ein 2-Familienwohnhaus -mit einer Einliegerwohnung- ändern

b) das Haus per status quo erwerben ohne die Voraussetzungen zur Aufteilung von den Verkäufern zu verlangen. Die Kosten der selbst durchzuführenden Änderung sollten dann allerdings entweder im Kaufpreis als Disagio berücksichtigt oder in der Finanzierung mit einkalkuliert werden

c) dies spart Zeit, Kosten und Ärger mit den Vertragsparteien

d) die Einliegerwohnung vermieten! Sämtliche steuerlich absetzbaren Aufwendungen (anteilig Schuldzinsen, AfA, Betriebskosten, Instandhaltungsmassnahmen usw.) können für die fremdgenutzte Wohnung geltend gemacht werden.

e) wegen der fiskalischen Transparenz und der Konditionengestaltung bei der Bank würde ich das Darlehen splitten und die Darlehensverträge so gestalten lassen, dass der eigengenutze Anteil weitestgehend mit Eigenkapital unterlegt und zu besseren Konditionen (60%-iger Beleihungsrahmen!) abgeschlossen wird. Für die Einliegerwohnung die schlechteren Konditionen (denn diese Schuldzinsen sind Werbungskostenrelevant) und eine niedrige Anfangstilgung.

mit den Steuern kenne ich mich nicht so gut aus, dafür aber mit dem WEG.

Diese Konstellation finde ich äußerst gefährlich, weil man praktisch keine Mehrheit für Beschlüsse bekommt. Im WEG richtet sich viel nach Miteigentumsanteile. Die werden nach Größe der Wohnungen berechnet. Also kann derjenige, der die größerer Wohnung hat alles blockieren. WEnn man sagt jede Wohung hat gleich viel zu sagen geht das in die Hose, wenn sich die ET nicht grün sind.

Eine Wohnung dort würde ich nicht kaufen udn jeder, der sich mit dem Thema auskennt auch nicht.

Denn meist versteht man nich nach einer zeit nicht mehr und notwendige Reparaturen und Sanierungen nicht mehr möglich und das Haus verkommt. Und ganz zum Schluss zahlt keiner mehr und alles geht den Bach runter.

Man muss jeweils eigenständig wohnen können, also jeder Bereich muss Küche / Bad haben.

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