Bekommt man über Vermieter-Vereine an Listen, die "Mietnomaden" führen?

1 Antwort

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Davor, dass einer durch das Fernsehen inspiriert (häufiger Fall) oder durch die Umstände bedingt zum Mietnomaden wird (häufiger Fall), kann dich keiner schützen.

Man kann sich für teuer Geld anmelden

http://www.stop-mietnomaden.eu/

oder wenigstens immer eine Schufa-Auskunft anfordern, was viel bringt.

Nur nervt mich, dass du "eine "Mietnomadin"" schreibst, und nicht z. B. "Ihre Mietnomadin von 2009 bis 2011 ungefähr "40 Jahre alte von Natur aus dunkelhaarige Frau Ursula Kawan, die als Geschäftsführerin auftritt und vermutlich ihr Unwesen weiter in der Region um Neuss treiben wird. Sie ist aber mobil."

Ist jetzt natürlich nur fiktiv irgendeine, die vor gut 15 Jahren nicht nett zu jemandem war und demjenigen und vielen anderen immer noch ein paar TEU schuldet.

Ich bin eigentlich nicht so schlecht in Recht und ich habe trotzdem keine Ahnung, warum man seinen Mietnomaden nicht mit Namen, Alter und letztem Tätigkeitsgebiet reinstellen kann. Man kann ja auch dazuschreiben, ob es sich mehr um einen Messie oder wie die beschreibene nur jemanden handelt, der seien Miete nicht zahlt oder vor 15 Jahren nicht zahlen konnte und es darauf anlegt, trotzdem noch etwas kostenfrei zu wohnen.

Es geht ja nicht um Verunglimpfung, nicht mal um Beleidigung sondern um Fakten!!! Die Fakten können die Mietnonaden dann aus der Welt schaffen. Wenn sie das nicht können, bleiben es Fakten.

Wenn du das so machen würdest, könnten 20 User auf den Gute-Frage-Button klicken und wir hätten im Laufe von relativ kurzer Zeit eine nette Mietnomadenbank oben auf unserer Liste der guten Fragen.

Irgend ein Anwalt da, der das ungut findet??? Könnte Frau Kawan etwas gegen mich machen? Werden Persönlichkeitsrechte verletzt??? Dass es keine Verleumdung ist, setze ich natürlich voraus und es geht um freie Daten.

Ich meine, das hätte auch den Nebeneffekt, dass man mit seinen 30-jährigen Forderungen mal wieder vorbeischauen kann, so sie sich wegen einer eventuellen Verletzung der Persönlichkeitsrechte wehren. Oft sind die Mietnomaden ja auch ganz einfach weg.

Aus für Mietnomaden?

Manchmal fragt man sich, wie lange es dauern muss, bis endlich was passiert. Nun ist etwas passiert und das Thema "Mietnomaden" könnte bald ein für allemal der Vergangenheit angehören. Hier kurz das, was sich ab 1.5.2013 ändert (reinkopiert von der "Welt":

"... Den sogenannten Mietnomaden geht es ebenfalls an den Kragen. Denn jetzt können Vermieter auf die "Berliner Räumung" setzen, die säumige Mieter schneller und effektiver vor die Tür setzt.

Mit einer vor Gericht erstrittenen Räumung können Gerichtsvollzieher das Urteil vollstrecken, ohne dass der Vermieter den Abtransport und die Lagerung der Wohngegenstände organisieren sowie die Kosten vorstrecken muss. Der Gerichtsvollzieher kommt dann lediglich, um den Mieter vor die Tür zu setzen.

Außerdem sind Mieter in Zukunft verpflichtet, während eines Mietprozesses eine Sicherheit für die ausstehende Miete zu leisten (etwa Bargeld oder Bürgschaft). Vermieter sollen so vor noch höheren Mietausfällen geschützt werden. Verstößt ein Mieter gegen diese Auflage, können Vermieter per einstweiligen Rechtsschutz das Räumungsurteil schneller erwirken.

Soll ein Räumungsurteil vollstreckt werden und öffnet ein Fremder, etwa ein "unbekannter" Untermieter dem Gerichtsvollzieher die Tür, konnte bisher nicht geräumt werden. Der Grund: Räumungsurteile richten sich grundsätzlich gegen die Person, die aufgeführt ist. Diesem Verzögerungstrick wurde nun ein Riegel vorgeschoben.

In Zukunft sollen Vermieter oder Gerichtsvollzieher in solchen Fällen einen ergänzenden Räumungstitel gegen den unberechtigten Untermieter bekommen. "Der Gesetzgeber hat Vermietern endlich einen Schutz vor Betrug gewährt", so Stüven, "denn Schäden bis zu 20.000 Euro waren in der Vergangenheit keine Seltenheit."

Das neue Gesetz schützt Vermieter künftig auch bei ausbleibenden Kautionszahlungen. Wer ab dem 1. Mai eine Kautionszahlung in Raten vereinbart und mit zwei Ratenzahlungen in Verzug gerät, muss mit der fristlosen Kündigung des Mietverhältnisses rechnen."

Sieht in meinen Augen ziemlich gut aus. Macht Mietnomadentum noch Spaß, wenn man schon nach dem zweiten Monat - weil die Kaution nicht kommt - gekündigt und dann auch gleich geräumt wird? Ich denke, dem "Geschäftsmodell" wird dadurch das Wasser abgegraben. Bestimmt weichen manche Mietnomaden auf "ich-zahle-dir-sechs-Monatsmieten-bar-in-schwarz-und-wenn-du-mich-kündigst-hänge-ich-dich-hin" oder ähnliches aus, manche werden auch dumme finden, die das Gesetz nicht kennen aber die wenigsten werden weitermachen, wenn sie ein oder zwei mal nach weniger als drei Monaten schon wieder auf der Straße stehen.

Wie denkt ihr darüber?

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