Leider hat Ihre Versicherungsgesellschaft Sie mit diesem Modell schlecht beraten. Mit einem garantierten Zinssatz von 1,21 % liegen Sie – selbst im aktuellen Niedrigzinsumfeld – unter dem Durchschnitt. Sollte die Widerrufsfrist noch nicht verstrichen sein, sollten Sie diesen Vertrag unbedingt widerrufen und sich den Gesamtbetrag Ihrer Lebensversicherung auszahlen lassen. Es gibt definitiv gewinnbringendere Möglichkeiten diese Summe zu reinvestieren.

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Selbst berechnen können Sie den Rückkaufswert nicht – zu Grunde liegen hier komplexe versicherungsmathematische Berechnungen, die zudem bei jedem Versicherungsunternehmen anders sind. Sie als Versicherungsnehmer können lediglich erfahren, wie hoch der aktuelle Rückkaufswert ist. Dafür gibt es eine jährliche schriftliche Wertmitteilung von Ihrer Versicherung oder Sie erfragen den Wert telefonisch. Zudem können Sie den tatsächlichen Wert Ihrer Lebensversicherung mithilfe eines Rückkaufswertrechners (kostenfrei zu ergoogeln) prüfen und mit den von der Versicherung mitgeteilten Wert vergleichen.

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Ob der Zins für Kredite so hoch ist aufgrund der Inflationsgefahr, darüber lässt sich diskutieren. Zumindest hat die Bank ein großes Ziel: Geld verdienen.

Wenn die Bank Geld verleiht, dann leiht sie sich das selber bei der Bundesbank oder bei anderen Banken für denselben Zeitraum bloß viel billiger. Insofern hat die Bank nie ein Inflationsrisiko - denn dieses schlägt somit automatisch immer auf der geliehenen und (gleichzeitig und in selber Höhe auch) auf der ausgeliehen Seite zu. Die Bank verdient an der Zinsdifferenz und die ist erheblich!

Versicherungen haben natürlich das gleiche Ziel. Einen Risikoausgleich bekommen Versicherungsnehmer hingegen nicht – warum auch? Damit würden sich die Versicherungen doch ins eigene Fleisch schneiden. Sie bekommen vor Vertragsabschluss einer Lebens- oder Rentenversicherung eine schriftlich fixierte Versicherungssumme. An diese muss sich die Versicherung halten. Alles andere sind nur leere Versprechen, an die sich die Konzerne nicht halten müssen und auch nicht mehr tun.

Vielleicht hilft Ihnen ein interessanter Artikel zum Thema Lebensversicherung als Altersvorsorge weiter: http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge-versicherung/nachrichten/riester-ruerup-und-lebensversicherung-einige-bezeichnen-mich-als-nestbeschmutzer/6915654-4.html

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Hallo Formula,

Ihre Frage ist berechtigt, auch wenn man sie nicht mit einem klaren „Ja“ beantworten kann. Private Rentenversicherungen, egal ob klassisch oder fondsgebunden, werden oft mit einer so genannten Dynamik angeboten, die die steigende Inflation etwas auffangen soll. Das bedeutet, dass regelmäßig die einzuzahlenden Beiträge erhöht werden. Einen regelrechten Schutz, wie sie ihn meinen, gibt es nicht. Um für das Alter vorzusorgen sehen wir aber auch diese Form der Versicherung als ungeeignet an, auch wenn der Name „Rentenversicherung“ etwas anderes verheißt. Das hat verschiedene Gründe:

  1. Bereits beim Abschluss der privaten Rentenversicherung (oder auch Kapitallebensversicherung) fahren Sie enormen Verlust ein. Die Ursache liegt in den extrem hohen Abschluss- und Verwaltungskosten, die der Vertrag mit sich bringt. Das Problem dabei ist aber, dass Sie darauf nicht explizit hingewiesen werden, sondern diese Kosten gern verschleiert werden. Dabei geht es hier um mehrere Tausend Euro! Das Ergebnis: Die Kosten bedienen Sie mit Ihren ersten Beiträgen zu hundert Prozent. Also kann Ihr Geld natürlich keine Rendite erwirtschaften.
  2. Diese Verträge werden naturgemäß über eine sehr lange Laufzeit abgeschlossen. Es weiß jedoch niemand, gerade relativ junge Menschen, was das Leben noch mit sich bringt. Es kommt der Tag, an dem Sie also ggf. gezwungen sind, den Vertrag vorzeitig zu kündigen. Zumindest geht es 75 % aller Versicherten so. Jetzt wirken sich die Kosten erst richtig aus, denn unter Umständen haben Sie einen Rückkaufswert von „Null“, je nach dem, wie lange der Vertrag lief. Sogar nach 10 Jahren könnten Sie immer noch einen geringeren Rückkaufswert haben, als die eingezahlten Beiträge ausmachen. Und das tut dann sehr weh.
  3. Der derzeitige Garantiezins wurde mit Beginn diesen Jahres auf 1,75 % gesenkt. Die Branche sprechen von einem historischen Tief. Damit liegt dieser garantierte Zins weit unter der Inflationsrate. (durchschnittliche Inflation 2011 = 2,3 %). Dazu kommt, dass dieser Garantiezins lediglich auf den Sparanteil Ihrer Beiträge gewährt wird. Und dieser Anteil schwankt zwischen 50 und 80 %! Wenn Sie also 100 € monatlich einzahlen, heißt das nichts anderes als dass davon 20 bis 50 % für Kosten abgezogen werden, nur der verbleibende Rest (eben der Sparanteil) wird verzinst. Was dabei rauskommt, kann man sich selbst errechnen.
  4. Die nicht garantierten Überschussbeteiligungen sinken aufgrund der derzeitigen schlechten Finanzlage natürlich ebenfalls. Das bedeutet im Ergebnis, dass die Rendite nicht ausreichen wird, um die Kosten zu decken UND noch darüber hinaus wirtschaftlich zu sein. Sollten Sie also die komplette Laufzeit tatsächlich durchhalten, wird auch die Ablaufleistung lediglich mager ausfallen, wenn Sie nicht sogar auch dann noch Verlust machen.

Alles in allem denkbar schlechte Bedingungen, um im Alter sorgenfrei leben zu können. Wenn Sie sich konsequent Geld beiseite legen (Sparbuch, Festgeldkonto, etc.) haben Sie auf jeden Fall mehr davon, denn da werden keine exorbitant hohen Kosten von Ihrem Geld abgezogen.

Ihre proConcept AG

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Grundsätzlich möchten Versicherungen den Originalversicherungsschein sehen. Allerdings passiert es häufig, dass dieser nicht mehr vorhanden ist. Vielen Versicherungen reicht dann eine Verlusterklärung. Zusätzlich haben Sie die Kopie. Leider gibt es jedoch auch Versicherungen, die sich damit nicht zufrieden geben und sich vor einer Auszahlung drücken möchten. Sind Sie sich sicher, dass die Lebensversicherung nicht abgetreten wurde, dann bleiben Sie standhaft! Setzen Sie sich mit dem Versicherungsunternehmen auseinander und erklären Sie die Lage.

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Lebensversicherungen sind nicht so flexibel wie Sie sich das vorstellen. Wenn Sie die Einzahlung verkürzen möchten, haben Sie nur 2 Alternativen:

  1. Beitragsfreistellung: Auch wenn es auf den ersten Blick anders scheinen mag, aber eine Beitragsfreistellung ist keine gute Lösung – höchstens begrenzt auf einen kurzen Zeitraum und wenn unbedingt an der Versicherung festgehalten werden soll. Das heißt: Sie zahlen keine Beiträge mehr ein, aber Kosten fallen dennoch an: Für die Vertragsänderung sowie laufende Verwaltungskosten. Dadurch vermindert sich die Auszahlung bzw. das Vertragsguthaben, denn frisches Geld fließt nicht mehr in den Vertrag. Zudem entfällt der Risikoschutz und oftmals wirkt sich dies negativ auf die Versteuerung aus. Übrigens haben Sie kein Recht darauf wieder Beiträge einzuzahlen.

  2. Kündigung: Warum möchten Sie die Police nicht kündigen? Befürchten Sie Verluste? Nun ja, das ist bei einer eigenständigen Kündigung einer Lebensversicherung tatsächlich oftmals der Fall. Eine professionelle Kündigung kann dies jedoch umgehen. So bekommen Sie nicht nur einen durchschnittlich 7% höheren Rückkaufswert ausgezahlt, sondern sogar die Chance alle eingezahlten Beiträge zurück zu bekommen. Benötigen Sie weiterhin den Risikoschutz? Dann sollten Sie prüfen, ob Sie nicht eine günstige (reine) Risikolebensversicherung abschließen können.

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Ja natürlich!

Eine Beitragsfreistellung bedeutet zwar, dass Sie keine Beiträge mehr einzahlen, Kosten aber weiterhin anfallen (für die Verwaltung). Zudem ist dies eine Vertragsänderung, wodurch Stornokosten entstehen. Insgesamt vermindert sich das Vertragsguthaben meistens durch eine Beitragsfreistellung!

Eine Kündigung bedeutet ebenso Stornogebühren. Hier bekommen Sie zudem nur einen Rückkaufswert auszahlt, der oftmals nicht einmal die bis dato eingezahlten Beiträge abdeckt. Wer sich damit zufrieden gibt, ist jedoch selbst schuld, denn es gibt andere Möglichkeiten. Durch eine professionelle Kündigung erhöht sich Ihr Rückkaufswert sofort um bis zu 20%. Zusätzlich bekommen Sie die Chance alle in die Versicherung eingezahlten Beiträge nebst Zinsen zurück zu bekommen. Und erlittene Verluste können sogar steuerlich geltend gemacht werden (wenn die persönlichen Rahmenbedingungen gegeben sind).

Wenn Sie also Ihre Lebensversicherung erst beitragsfrei stellen und dann kündigen, bekommen Sie die Nachteile von beiden Alternativen ab! Daher: Besser gleich kündigen, wenn die Beiträge auf Dauer nicht mehr gezahlt werden können oder Sie erkannt haben, dass sich die Police nicht lohnt! Hinzu kommt, dass sich in der beitragsfreien Zeit auch oftmals die Vertragsbedingungen ändern. Das heißt, die Versicherung kann Ihnen dann verbieten zu kündigen oder Sie dürfen erst kündigen, wenn mindestens ein Jahr vergangen ist oder ähnliches.

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Zumindest nicht wieder in eine Versicherung!

Grundregel: Versicherungen dienen der Absicherung, nicht der Anlage von Geld – dafür gibt es sichere und lukrativere Geldanlageprodukte. Ein Versicherungsmantel verteuert das Produkt nur unnötig und macht es behäbig und unflexibel.

Ansonsten sind Ihre Möglichkeiten weitreichend. Haben Sie Schulden, ein Darlehen? Dann sollten Sie zunächst diese tilgen! Benötigen Sie das Geld als Zuschuss für die Rente? Oder wollen Sie Ihren Erben etwas Gutes tun? Möchten Sie lieber nichts riskieren und dafür eine hohe Rendite erzielen? Oder kann es ruhig auch risikoreich sein? Diese und zahlreiche andere Antworten fehlen, um eine für Sie passende Antwort zu finden.

Nur so viel: Mit einem Tages- bzw. Festgeldkonto können Sie nichts verkehrt machen. Auch eine Investition in Sachwerte (bspw. Immobilien) ist erfahrungsgemäß eine lohende Anlage.

Zuvor sollten Sie die Auszahlung Ihrer Lebensversicherung nachprüfen! Haben Sie erheblich mehr ausgezahlt bekommen als Sie eingezahlt haben? Nur dann hat sich das bisherige Investment gerechnet. Bei 30 Jahren Laufzeit und monatlicher Einzahlung führt eine Verzinsung von 3% beispielsweise dazu, dass die Auszahlung etwas das 1,6-fache der Einzahlungen betragen muss.

Die Summe Ihrer Einzahlungen können Sie ganz leicht berechnen:

Einzahlung = (monatlicher) Beitrag x 12 x Beitragsjahre

Vergleichen Sie diesen Wert nun mit der Auszahlungssumme. Die meisten ehemaligen Lebens- oder Rentenversicherten sind an dieser Stelle schockiert. Im Internet finden Sie übrigens auch kostenfreie Versicherungswertrechner zur Berechnung Ihrer Police.

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Eine reine Risikolebensversicherung ist für den Todesfall gedacht – hier tritt die Versicherung ein und zahlt den Hinterbliebenen bzw. Begünstigten die vereinbarte Versicherungssumme aus, die stets für eine Beerdigung reichen dürfte. Wie lange es dauert bis der Begünstigte das Geld hat, ist je nach Versicherung verschieden. Probleme sollte es bei einem normalen Tod jedoch nicht geben. Wie Ratsucher bereits schrieb, besteht die Möglichkeit, dass sich das Beerdigungsinstitut das Geld von der Versicherung holt.

Bitte beachten Sie: Eine kapitalbildende bzw. fondsgebundene Lebensversicherung vereint zwar eine Risikolebensversicherung mit dem Aufbau von Kapital, ist aber deswegen nicht doppelt gut. Ganz im Gegenteil bringen diese Mischpolicen genau wie private Rentenversicherungen zahlreiche Nachteile wie bspw. hohe Kosten bei niedrigen Renditen, Steuern usw. mit sich. Also: Finger weg!

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Sie meinen, eine Lebens- oder Rentenversicherung professionell zu kündigen und dadurch mehr Geld zu bekommen?

Dann schauen Sie doch mal auf: http://www.lv-doktor.de/Lebensversicherung-professionell-kuendigen-Rueckkaufswert

Die Verbraucherzentrale ist natürlich auch eine Lösung, aber hier bekommen Sie nicht die gleiche Leistung. Die Kündigung müssen Sie bspw. selbst kündigen - mit Hilfe eines Musterschreibens. Und das ist keine ratsame Lösung – es sei denn, Sie möchten auf Geld verzichten.

Auch Ihr Vermittler kündigt Policen für Sie, richtig. Jedoch bekommen Sie auf diesem Weg nur den Rückkaufswert von der Versicherung ausgezahlt. Dieser ist in den meisten Fällen sehr niedrig und deckt oftmals noch nicht einmal die eingezahlten Beiträge ab. Viele Verbraucher geben sich damit zufrieden, aber ganz ehrlich: Wenn es einen anderen Weg gibt, warum dann diesen gehen?

Der Tipp zu den Urteilen von 2001 ist leider überaltert – die Ansprüche sind nicht mehr durchsetzbar – alle Ansprüche aus diesen Urteilen sind Ende 2011 verjährt und nicht mehr geltend zu machen.

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Jein.

Zwar haben Sie ein gesetzliches Recht auf eine Beitragsfreistellung, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind (z.B. Mindestguthaben im Vertrag), doch es gibt kein Recht auf eine erneute Einzahlung. Das heißt: Ihre Versicherung kann es Ihnen erlauben wieder in die Lebensversicherung einzuzahlen oder eben nicht. Das hängt unter anderem auch davon ab, wie lange die Police beitragsfrei gestellt wurde und vieles mehr.

Bedenken Sie bitte unbedingt, dass eine Beitragsfreistellung eine Vertragsänderung darstellt und daher Kosten mit sich bringt. Auch die Zeit, in der die Police "ruht" kostet Sie, nämlich Verwaltungsgebühren. Sie zahlen jedoch kein frisches Geld in die Lebensversicherung ein, so dass die Gebühren vom Vertragsguthaben abgezogen werden – wodurch dieses wiederum eher ab- als zunimmt.

Häufig ist daher eine Kündigung die sinnvollere Alternative – auch wenn immer alle davon abraten. Ja, eine eigenständige Kündigung bringt meistens finanzielle Verluste mit sich, eine professionelle Kündigung kann dies jedoch umgehen. Informieren Sie sich...

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Vergessen Sie die Kosten nicht. Kapitalbildende Lebensversicherungen bringen sehr hohe Kosten mit sich, fondsgebundene meist sogar noch mehr. Neben Abschluss- und Verwaltungskosten, Provisionen und Risikoschutz, die insgesamt bereits 30% Ihrer Prämien betragen können, kommen zusätzliche Kosten bspw. für Vertragsänderungen dazu. Auch die Prämienreduktion ist eine solche Änderung, die sich die Versicherung scheinbar ordentlich bezahlen lässt.

Zusätzlich scheinen Ihre Fonds an Wert verloren zu haben - nichts ungewöhnliches bei solch risikoreichen Policen. Wertschwankungen müssen einberechnet werden. Je nach Vertrag und Fonds kann sogar ein Totalverlust drohen. Ist der Wertstand insgesamt gesunken, also die Summe Ihrer Anteile, dann bekommen Sie natürlich prozentual auch weniger vom Gewinn.

Was natürlich nicht heißt, dass Sie sich mit den Verlusten abfinden müssen. Zwar bringt eine eigenständige Kündigung häufig finanzielle Einbußen mit sich, sowie Stornogebühren, aber Weiterführen bringt Ihnen Ihr Geld auch nicht wieder. Zudem gibt es die Möglichkeit, die Police professionell kündigen zu lassen und somit die Verluste zu umgehen.

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Wir finden, Sie liegen absolut richtig!

Was Sie ansprechen ist die Kick-Back-Rechtssprechung des BGH. Demzufolge ist die Bank verpflichtet bei Verkauf von Kapitalmarktprodukten den Kunden darüber aufzuklären, wie hoch die wirtschaftlichen Eigeninteressen der Bank (aus Beteiligung oder Provision) sind, damit der Kunde dann einschätzen kann, ob die Empfehlung im Bankinteresse oder tatsächlich im Interesse des Kunden liegt. Noch gilt diese nicht für Versicherungsprodukte, die von Banken verkauft werden, aber daran arbeiten wir. Zu dieser Rechtsfrage haben wir mehrere Verfahren beim BGH und warten auf die Entscheidungen.

@Niklaus: Sie fragen sich, warum eine Bank eine Versicherung verkauft? Gegenfrage: Wie hoch ist die Provision, die für den Abschluss bezahlt wird?

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