Monarchis Risiko oder Chance? Lebensversicherung zahlen evtl. immer nur garantierten Betrag aus!?!

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> Des weiteren agumentiert Monarchis damit das wenn ich drei Lebensversicherungen bisher habe nur die älteste im Todesfall bezahlen würde und die anderen 2 nicht ist das Richtig?

Der Sinn einer Lebensversicherung ist bekanntlich die Absicherung des Lebens, im Todesfall sollte also eine Leistung vereinbart sein. Die vereinbarte Versicherungssumme steht im Versicherungsschein, die Rahmenbedingungen zur Leistung in den Bedingungen. Auf das Datum des Abschlusses oder das Vorhandensein anderer Verträge kommt es dabei nicht an.

> Des weiteren wird argumentiert das Rentenversicherungen immer nur die garantierten Summen auszahlen und nie mehr hat jmd da schon Erfahrungen gemacht?

Sind es jetzt Lebens- oder Rentenversicherungen oder gibt es noch weitere Verträge?

Bei Rentenversicherungen ist die Todesfallleistung oft auf die eingezahlten Beiträge begrenzt, dann wäre eine so genannte Beitragsrückgewähr vereinbart. Alternativ lassen sich auch Hinterbliebenenzusatzleistungen vereinbaren, die recht vielfältig gestaltet sein können. Ist beides nicht vereinbart (das gibt es auch), dann endet der Vertrag im Todesfall VOR Rentenbeginn in der Tat ohne Auszahlung. Die Antwort steht also - wie meistens - im Versicherungsschein und in den Bedingungen.

Ich bin hier vorerst von klassischen Tarifen ausgegangen. Wenn es sich um fondsgebundene Verträge (Rente oder Leben) handelt, können die Todesfallleistungen vor Rentenbeginn noch mal deutlich anders aussehen.

Übrigens: Ich weiß natürlich nicht, ob es hier so ist, aber: das Vertriebsmodell für viele Genussrechte sieht ja nicht selten das Plattmachen bestehender Verträge (Leben / Rente) vor, um eine Einmalzahlung und damit eine stornofreie Provision für den Vermittler zu generieren. Dabei ist natürlich immer zu prüfen, ob das auch Sinn macht und im Rahmen der Prüfung sind steuerliche Gegebenheiten (Stichwort "Altverträge vor 2005 mit steuerfreier Leistung", fällige Kapitalertragsteuer bei Auflösung, möglicherweise hohe Stornoabschläge, etc.) sowie die Höhe des Garantiezinses zu beachten. Und auch wenn bei Genussrechten von garantierter Verzinsung die Rede ist, ist rein faktisch Nichts garantiert, wenn es Nichts zu verteilen gibt (im Gegenteil, dann stehen die Genussrechte an letzter Stelle).

Warum eine Genussrech der Ersatz für einen benötigten, bereits bestehenden Todesfallschutz sein soll, wäre auch fraglich.

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