Lebensversicherung-VERSICHERUNGSSUMME

3 Antworten

Statt Dich über Dein Unternehmen zu ärgern, solltest Du Dir mal von kompetenter Seite ausrechnen lassen, ob und wo es lohnende Alternativen zu Deiner Versicherung gibt.

Der einzige Vorteil Deiner Versicherung ist, dass sie noch dem alten Recht unterliegt und steuerfreie Auszahlung garantiert. Aber sowohl die Dynamik wie auch die Verbindung mit UZV und BUZ sind wahre Renditekiller. Mein Vorschlag ist: Laß Dir von der Verbraucherzentrale oder einem Versicherungsmakler mal den Vertrag bewerten und bessere Alternativen aufzeigen. Es wäre doch z.B. eine Idee, wenn Du künftig der dynamischen Anpassung widersprichst und stattdessen eine separaten Schutz für die Risiken Unfall und Berufsunfähigkeit aufbaust.

die Kosten sind lediglich die Differenz zwischen deinen bisher bezahlten Prämien und dem jeweiligen Wertstand, den dir der Versicherer jährlich mitteilt. Als schöne übersichtliche Grafik zaubert dir die KLV-Check auf den Bildschirm, dazu den Renditeverlauf und Prognosen für die künftige Wertentwicklung. Da kann der Versicherer mauern wie er will 8-)

  • Eine dynamische Lebensversicherung gibt es nicht. Du hast eine Lebensversicherung mit Beitragsdynamik. Diese Dynamik soll die zukünftige Inflation kompensieren. Die Erhöhung wird dir vor der Erhöhung jedes Jahr mitgeteilt. Du kannst sie auch ablehnen. Allerdings nur zweimal. Wenn du sie zum dritten Mal aussetzt wird es keine mehr geben.
  • Du hast eine BUZ. Welche? Eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung zur Beitragsbefreiung bei Berufsunfähigkeit oder eine garantierte monatliche Rente im Falle eine Berufsunfähigkeit? Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge die sich auch sehr deutlich im Beitrag unterscheiden. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung mit BU-Rente schließt man in der Regel, wegen der höheren Flexibilität auch mit einem separaten Vertrag ab.
  • Du hast ein Unfallzusatzversicherung (UZV) Diese Versicherung verdoppelt die Todesfallleistung für die Hinterbliebenen im Falle deines Unfalltodes. Solche eine Versicherung braucht man nicht wirklich. Du kannst sie aus dem Vertrag herausnehmen lassen.
  • Du bist mit der Versicherungssumme nicht zufrieden. Ich denke eher mit der aktuellen Wertentwicklung. Da geht es dir wie den meisten Eigentümern von Lebensversicherungen. Wo soll denn die Rendite herkommen. Wir hatten in den Jahren von 2000-2011 drei große Baissen an den Aktienmärkten und die Staatsanleihen gibt es in Deutschland derzeit zu 0 % Zinsen. Trotzdem denke ich, dass deine Lebensversicherung um die 4 % Rendite erwirtschaften wird. Die Auszahlung ist für dich steuerfrei. Solch eine Anlage gibt es derzeit überhaupt nicht mehr auf dem deutschen Markt. Außerdem sind deine Hinterbliebenen abgesichert.
  • Die Offenlegung der Kosten für Verträge ist erst ab 2008 Pflicht.

Mich würde mal interessieren, ob die Versicherung einen Paragraphen des VVG genannt hat, mir ist nicht bekannt, dass dort geregelt ist, dass Versicherungen nicht verpflichtet sind, etwas offenzulegen.

Die VVG-Reform war doch unter anderem deswegen gemacht worden um mehr Transparenz in die Sache zu bringen. Das gilt zwar nur für Neuverträge, aber ein kulantes Unternehmen würde dasm. E. auch bei Bestandskunden machen.

Grundsätzlich fallen die Kosten in das Betriebsgeheimnis der Versicherung, deswegen sind sie mit der Offenlegung sehr zurückhaltend und ich befürchte, es besteht für Verträge, die von 2008 abgeschlossen wurden, kein Recht auf Kenntnis der Kosten. Es gibt einen Ombudsmann für das Versicherungswesen, dahin könntest Du Dich wenden, ob's hilft weiss ich nicht. Zumindest ist es kostenlos.

Und ich kann mich @Niklaus nur anschließen: die UZV solltest Du rauskündigen, die braucht man in der Regel nicht.

Hallo Erst mal DANKE allen für ihre Mühe. Die Versicherung hat keinen Paragraphen des VVG genannt.

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Die Kosten bei jeder Anpassung sind die anteiligen Abschlusskosten (ca. 5-7% der Zusatzbeiträge).

Für den Gesamtbeitrag fallen weiterhin die lfd. Verwaltungskosten des Vertrages an (lt. map-Report ca. 17% der Beiträge im Branchenschnitt). KLVs haben also durchaus hohe Kosten.

Nur relativ wenige Versicherer wirtschaften so effizient, dass sich "vernünftige" Ablaufrenditen ergeben. Nach 20 Jahren Laufzeit und Ablauf in 2012 waren es ca. 5% bei den Top 10 Versicherern. Aber immerhin gibt es einige so effiziente Versicherer.

Im Link unten finden sich Versicherer mit einem führenden Gesamt-Ranking, bei dem auch noch andere wichtige Beurteilungskriterien einfließen, z.B. der Erfolg am Kapitalmarkt (was wird an Zinsen erzielt), etc.

Die Beitragsteile für BUZ und UZV wird jeder Versicherer auf Nachfrage mitteilen, denn man könnte diese Teile ja auch herausnehmen, also kalkuliert der Versicherer diese gesondert.

Die internen Verwaltungskosten muss ein Versicherer nicht mitteilen, aber die Versicherungssumme wird ja kalkuliert auf der Basis des "Garantiezinses" (bei klassischen LVs), z.B. von 2,5% auf den Sparanteil. Also ganz grob 2,5% auf den 80%igen Sparanteil der Beiträge. Der Rest sind Kosten für den "Risikoanteil" (wer vorzeitig stirbt, dessen Nachkommen erhalten ja per sofort die Vers.summe) und die o.g. Verwaltungskosten.

http://www.morgenundmorgen.com/products/analyse/ratings/mm-rating-lv-unternehmen/

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