Reisekosten können Sie als Werbungskosten absetzen, wenn sie beruflich veranlasst sind. Hat eine Reise auch private Gründe, werden sie oft nicht anerkannt. Machen Sie sich in solchen Fällen die günstige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs zunutze!

Wenn Reisekosten sowohl beruflich als auch privat veranlasst sind (sog. gemischte Aufwendungen) oder,„Mischkosten können aufgeteilt werden( Aufteilungsverbot gekippt!“). Diese Kosten können jetzt grundsätzlich in abziehbare Werbungskosten und nicht abziehbare Aufwendungen für die private Lebensführung aufgeteilt werden. Möglich macht es die neue Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs. Maßstab für diese Aufteilung sind vor allem die beruflich und privat veranlassten Zeitanteile der Reise. Eine Aufteilung ist aber nur möglich, wenn die beruflich veranlassten Zeitanteile feststehen und nicht von untergeordneter Bedeutung sind und die beruflichen und privaten Veranlassungsbeiträge überhaupt objektiv voneinander abgegrenzt werden können. „Las-Vegas-Urteil“ ermöglicht Kostenaufteilung In einer Grundsatzentscheidung hat der Bundesfinanzhof erstmals die Aufteilung von Reisekosten in einen beruflichen und einen privaten Teil akzeptiert. Damit distanzierten sich die Richter vom bis dahin geltenden strikten Abzugsverbot für gemischt veranlasste Kosten und ließen einen teilweisen Werbungskostenabzug zu (BFH, Beschluss vom 21.9.2009, Az. 1 GrS 1/06). Den Richterspruch erstritt ein Programmierer. Er konnte seine Flugkosten für einen IT-Messebesuch in Las Vegas trotz einiger privat verbrachter Urlaubstage teilweise als Werbungskosten abziehen. § 12 Nr. 1 Satz 2 EStG; BMF-Schreiben v. 6.7.2010 - IV C 3 - S 2227/07/10003, BStBl 2010 I S. 614

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Die Leistung ist im deutschen Inland steuerbar und steuerpflichtig (§ 3a Abs. 3 Nr. 3 Buchstabe a UStG (ab 01.01.2010), § 3a Abs. 2 Nr. 3 Buchstabe a UStG (bis 31.12.2009), § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG): Die Ausübung der Tätigkeit, die zur Erbringung dieser konkreten Leistung erforderlich ist, bestimmt den Leistungsort. Der Ort, an dem der Erfolg eintritt oder die sonstige Leistung sich auswirkt, ist dagegen ohne Bedeutung (BFH-Urteil vom 4.4.1974 - BStBl II S. 532, ). Maßgebend ist, wo die entscheidenden Bedingungen zum Erfolg gesetzt werden (BFH-Urteil vom 26.11.1953 - BStBl 1954 III S. 63).

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wie wfwbinder bereits erwähnt hat, hängt es vom Zweck ab, für welchen die Schätzung benötigt wird. Falls die Immobilie für eine Darlehensicherung geschätzt werden müsste und das Darlehen im Zusammenhang mit Einkünften steht, würde ich diese Schätzung sofort als Werbungskosten bzw. Betriebsaussgaben abziehen.

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Grundsätzlich verlangt das Finanzamt für den Sonderausgabenabzug eine Spendenbescheinigung nach amtlichem Muster, aber von diesem Grundatz gibt es zwei Ausnahmen. Bei Zuwendungen in Katastrophenfällen z.B. Hochwasser und bei Kleinbeiträgen kann von einer Spendenbescheinigung abgesehen werden. In Katastrophenfällen reicht die Buchungsbestätigung der Bank -unabhängig von der Spendenhöhe - als Nachweis aus.Allerdings muss dann die Zuwendung innerhalb des von der Finanzverwaltung bestimmten Zeitraums auf das eingerichtete Sonderkonto einbezahlt werden. DARÜBER HINAUS REICHT DER EINZAHLUNGSBELEG BEI DER BANK MIT ABBUCHUNGSBESTÄTIGUNG AUS, WENN DER SPENDENBETRAG 200€ nicht übersteigt.(vor 2007 waren es 100€)

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Wenn du als natürliche Person mit alleinigem Wohnsitz in Deutschland Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit in Belgien erzielst; dann gehören die Einkünfte aus deiner selbständiger Tätigkeit in Deutschland zu den Einkünften nach § 18 EStG. Die Besteuerung erfolgt nur dann in Belgien, wenn du dort deine Tätigkeit unter Benutzung einer dir dort regelmäßig zur Verfügung stehenden festen Einrichtung ausübt.z.B das Büro In diesem Fall stellt Deutschland die Einkünfte frei unter Anwendung des Progressionsvorbehaltes und steuerpflicht in Belegien.

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