Burger King verklagen?!

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Rein rechtlich ergeben sich sehr komplexe Darlegungs- und Beweislastprobleme.

Zunächst muss der Kläger (Du) seinen Anspruch schlüssig begründen. Dazu gehört auch das Darlegen des Kausalzusammenhangs zwischen Aufnahme des fraglichen Produkts und den Beschwerden danach. Das wird schwierig.

Dann muss natürlich auch entsprechend dargelegt werden, dass der Konzern Burger King, und nicht das einzelne Restaurant verantwortlich für den Schaden ist. (Burger King ist meines Erachtens ein Franchising-Unternehmen, das quasi an Dritte das Recht abtritt, unter dem Namen Burger King im Verkehr aufzutreten.) Mit Anderen Worten: Es muss der richtige Beklagte überlegt werden.

Hinzu kommt, dass BK sicherlich die anspruchsbegründenden Tatsachen bestreiten wird. Somit kommst Du grundsätzlich in die Beweislast. (Rechtliche Besonderheiten wie Beweislastumkehr und sekundäre Beweislast lasse ich jetzt mal außen vor.)

Letzten Endes musst Du auch noch Deinen Schaden beziffern können. Das heißt: Verluste an Rechtsgütern wie z.B. finanzieller Art, die Dir ohne die Aufnahme des Produkts nicht passiert wären. Auch das wird umfangreich und praktisch haarig.

Auf ein Schmerzensgeld würde ich überdies nicht pochen. Erstens liegt dessen Höhe allein im Ermessen des Gerichts, und zweitens wird die Höhe für ein bisschen Durchfall regelmäßig wohl max. im unteren 3-stelligen Bereich bleiben.

Mein Fazit - laut Gedacht und in Kladde formuliert - lautet somit: Das Restaurant wechseln, das Produkt nicht mehr kaufen oder sich gelegentlich einfach mal herzhaft befreien und dafür Abstand von dem teuren und mühseligen Weg der Klage nehmen! ;-)

Einige User haben dir die Probleme sehr deutlich geschildert, die du haben wirst, wenn du eine Klage gegen Burger King planen würdest.

Da könntest du im Grunde fast jeden Lebensmittelhersteller verklagen, der in seinen Produkten Zusatzmittel verwendet, die auf Dauer eine Krankheit auslösen können, weil der Körper diese Zusatzmittel zum Teil speichert und nicht ausscheidet.

Du wirst nie in der Lage sein, die Ursache deiner Krankheit dem Lebensmittelhersteller anzulasten. Es sei denn das Produkt ist an sich schädlich, weil versehentlich Schadstoffe bei der Produktion in das Produkt gelangten.

Wird das entdeckt, wird die Ware sofort aus dem Verkehr gezogen.

Was aber sonst an allen möglichen Mitteln in unseren Produkten verarbeitet werden, sind erlaubt. Allerdings gibt es da auch Unterschiede von einem Land zum anderen. Was in den USA erlaubt ist, ist zum Teil bei uns verboten oder umgekehrt. Fleisch das aus den Niederlanden kommt wird bestrahlt. Das ist bei uns verboten, aber es wird für den Verkauf zugelassen.

Wenn ja, dann müsstet ihr beim Arzt eine Stuhlprobe abgeben und dann feststellen lassen, ob ihr eine Lebensmittelvergiftung habt/hattet. Falls das der Fall ist muss allerdings noch bewiesen werden, dass es echt vom BK ist und das dürfte schwierig werden. Da bräuchtet ihr wahrscheinlich noch andere "vergiftete" Personen, die nicht mit euch dort waren und halt nichts mit euch zu tun haben denk ich..

Schonmal gute Antwort :) .. Aber es geht mir ja mehr darum , dass ich am Ende finanziell gut abschneide .. also auch für die anderen Antworten

@LaHonda57

Ich denk nicht, dass das sich lohnen wird, weil du denen wie gesagt nichts nachweisen können wirst. Und selbst wenn, ob es sich rechnet steht trotzdem in den Sternen, da ein Anwalt, den du bräuchtest, auch teuer ist. Ich würds dir nicht empfehlen, die zu verklagen.

Dann esst am besten einen Burger in den USA, klagt dort, dann ist das Schmerzensgeld höher!

Den burger ins Labor schicken und untersuchen lassen allerdings musst du die untersuchung selbst bezahlen. Sollte dort wirklich etwas nicht in ordnung sein könntest du ihn tatsächlich verklagen aber reich wirst du dadurch nicht, das geht nur in amerika.

Selbst dort wird man da nicht reich - es kommt nie zur Auszahlung dieser horrenden Summen.

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