Immobilienfinanzierung bei Trennung bzw. Scheidung?

Hallo zusammen,

ich bewohne mit meinem Sohn im Wechselmodell ein Haus, das zu ehelichen Wohnzwecken gebaut wurde. Meine Frau ist leider nie eingezogen, weil sie meinte mich kurz vor Fertigstellung für einen anderen Mann zu verlassen.

Das Haus ist mittels zweier Darlehen kreditfinanziert. In einer Trennungs- und Scheidungsfolgenvereinbarung ist geregelt, dass sie mir ihr Eigentum am Grundstück überschreibt und dass ich den Kredit im Innenverhältnis alleine übernehme. Um ihre Entlassung aus der Schuldhaft zu erwirken, erhält die Bank die Tilgung eines der beiden Kredite. Das Geld soll aus dem Verkauf einer anderen Immobilie kommen. Nun weigert sie sich, dem Verkauf der Immobilie zuzustimmen und fängt an, die Trennungsvereinbarung angehen zu wollen (war wohl alles nicht so gewollt).

Die Eigentumsumschreibung an meinem Haus ist noch nicht vollzogen, da das Finanzamt für die Übernahme der Steuern durch mich, einen Veräußerungsgewinn bei ihr vermutete. Ist eigentlich geklärt. Dennoch zögerte ich aus politischem Signal noch mit der Anweisung der Umschreibung an den Notar.

Zu den Fragen...

1: Kann die Bank mir irgendetwas solange ich den Kredit bediene und sie noch in der Schuldhaft ist? Also können sie z. B. wegen Scheidung oder so kündigen?

2: Kann meine Exfrau bei der Bank irgendetwas bewirken, was meine Finanzierung zum kippen bringt? Also kann sie die Entlassung aus der Schuldhaft bei der Bank einfordern?

3: Kann es mir passieren, dass sie trotz meiner 100% gezahlten Raten nachher sagt, „die Hälfte gehört mir“? Weil sie 50% in der Schuldhaft steht?

4: Kann sie fordern, dass sie hier einzieht, weil sie in der Schuldhaft steht? Mal angenommen die Eigentumsumschreibung ist vollzogen?

5: Bekommt sie überhaupt einen Kredit woanders, wenn sie noch in der Schuldhaft steht? Oder ist sie dadurch auch gebunden und müsste ein Interesse haben, das zu lösen?

Danke und Grüße

Immobilienfinanzierung, scheidung, Trennung, Schuldhaftentlassung
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Was passiert mit einem Immobilienkredit, der von einem Ehepaar aufgenommen wurde, die sich nun trennen wollen?

Nur mal angenommen: Ein Ehepaar nimmt bei einer Bank einen Immobilienkredit für ein selbst zu bewohnendes und neu zu errichtendes Einfamilienhaus auf. Dieser teilt sich auf ein einen Hauptkredit über 250.000 EUR mit 1,9% Zins und einen KfW-Kredit über 100.000 EUR mit 1,3% Zins, Sollzinsbindung jeweils über 20 Jahre. Das Haus ist gerade gebaut, die Tilgung hat noch nicht begonnen. Das Gesamtobjekt hat einen Gegenwert von 550.000 EUR (ohne Abzug der Spekulationssteuer). Ein weiteres vermietetes Objekt mit einem Gegenwert von 250.000 EUR ist seit drei Jahren im Familienbesitz. Das Haushaltseinkommen liegt bei 3200 + 2700 EUR netto im Monat.

Annahme: Es kommt wie es niemals kommen sollte und einer der Partner will sich trennen, bevor das neue Haus bezogen wird.

Idee könnte sein, das vermietete Objekt abzgl. Spekulationssteuer zu verkaufen. Wäre ein Rest von ca. 190.000 EUR, mit dem man den einen Partner und einen Teil des Kredits bedienen könnte.

Wie würde das für die Kreditverträge ablaufen? Besteht a) die Möglichkeit, dass die Bank und die KfW einen der Schuldner aus dem Vertrag lässt und den Vertrag mit einem Schuldner einfach zu gleichen Konditionen weiterführt? Weiterhin müsste das Grundbuch von zwei auf eine Person umgeschrieben werden.

Oder kann man b) davon ausgehen, dass die Bank und die KfW das komplette Umschulden verlangen und dies dann zu aktuell gültigen Konditionen?

Danke in die Runde für eine Info. Der Hobbyfinanzer

Immobilienfinanzierung, Trennung
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