Vergünstigungen für russlanddeutsche

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Habe etwas gegoogelt nachdem ich von meinem Chef gehört habe, dass die Deutschen immer noch denken, dass die Russlanddeutschen Begrüßungsgeld bekommen haben und bevorzugt wurden. Diese Diskussion habe ich überflogen. Kann nur dazu sagen, dass das mit dem Begrüßungsgeld von mehreren Tausend DM pro Person Schwachsinn ist. Meine Großeltern kamen 1992 rüber und haben nur die Sprachkurse bezahlt bekommen. Es gibt Leute die Tausende DM bekommen haben, weil sie Nachteile durch den 2. Weltkrieg erlitten haben. Demnach sind es nur alte Leute gewesen, die das Geld meist unter ihren Kindern verteilt haben, da sie selber eh nicht mehr viel damit anfangen konnten aufgrund des Alters.

Ihr müsst euch vorstellen, dass diese alten Leute vertrieben wurden aus ihren Häusern und ihrer Umgebeung, man durfte nur das mitnehmen was man tragen konnte. Sie haben all ihr Hab und Gut verloren, weil sie Deutsch waren. Deswegen finde ich es angemessen.

Jetzt zu der Geschichte mit den vielen gebauten Häusern. Erstens ist die Mentalität der Russlanddeutschen anders als die der gebürtigen Deutschen. Die meisten haben die Häuser mit ihren eigenen Kräften gebaut. Das heißt man konnte so die Kosten niedrig halten, weil man viele Verwandte und Bekannte hatte, die einem OHNE VERGÜTUNG geholfen haben. Wenn dann der nächste baute hat man ihm geholfen. Sehr viel Eigenleistung. Wenn die Russlanddeutschen wirklich soooo viel Geld hätten würden sie alles bauen lassen wie es die Einheimischen tun. Außerdem spielte der Zinssatz für die meisten keine große Rolle, man hat einfach verstanden, dass wenn man zur Miete wohnt das ganze Geld zum Fenster rausschmeißt.

Ein weiterer Punkt ist, viele Russlanddeutsche leben noch mit der älteren Generation zusammen also drei Generationen unter einem Dach. Die Einheimischen stecken ihre Eltern lieber in ein Altersheim. Vorteil war, dass man die Rente der Mutter/Vater miteinplanen konnte. Ausserdem weiß ich nicht was ihr für Leute kennt, alle Russlanddeutsche, die gebaut haben (die ich kenne) konnten sich die ersten Jahre nach dem Hausbau kein bisschen Luxus gönnen, man hat jeden Pfennig zusammengespart um das Haus abzahlen zu können.

Außerdem gingen Sie nicht in Restaurants oder Partys oder oder. Man kannte nur Arbeit und Haus. Da soll mal einer sagen, dass das alles einfach war. Vor allem konnten die meisten nicht mal in ihrem Berufen arbeiten und mussten die schlechtbezahltesten Jobs annehmen, da keine Diplome oder ähnliches hier anerkannt wurden.

Ich bin sicher die Einheimischen würden zu gerne mit den Russlanddeutschen tauschen, da sie es ja, wie es aussieht alles in den A... geschoben bekommen haben.

Echt armselig diese Diskussion, anstatt sich mal etwas Gedanken zu machen schreibt hier einen Schwachsinn, den man irgendwo aufgeschnappt hat.

Russland deutsche haben sehr gelitten, dank des elenden Krieges und sollten Subventionen erhalten, ganz klar. Dadurch gab es Armut für diese und zeitliche Benachteiligung um sich einen gewissen Wohlstand hier in der Bundes Republik Deutschland aufzubauen. Zitat Ende.

Welche Leistungen erhalten Spätaussiedler?

Viele Bürgerinnen und Bürger haben die Vorstellung, dass Spätaussiedler ungerechtfertigte Geldgeschenke, zinslose Darlehen zum Bauen oder große Entschädigungsleistungen erhalten. Dieser Beitrag vermittelt einen Überblick über die tatsächlichen Leistungen und legt gleichzeitig dar, weshalb die Angehörigen der deutschen Minderheit überhaupt Anspruch auf Unterstützung haben.

Die Angehörigen der deutschen Minderheit haben am längsten und am schwersten unter den Folgen des 2. Weltkrieges gelitten. Sie wurden als Kollaborateure und Spione der Nazis verfolgt und im Falle der Russlanddeutschen kollektiv vertrieben, obwohl sie mit Deutschland nicht einmal in Verbindung standen. Diese und die aus der kommunistischen Zeit danach herrührenden Benachteiligungen bestanden zum Teil bis in die 90'er Jahre; ihre Auswirkungen - u. a. im Bildungsbereich - dauern bis heute an.

Aussiedlerspezifische Hilfen: Spätaussiedler erhalten einen pauschalen Ausgleich für die Kosten der Rückführung aus den Herkunftsgebieten, und zwar aus der ehemaligen Sowjetunion 102 Euro, aus Rumänien 51 Euro, aus Polen 25 Euro. Nach Eintreffen in der Erstaufnahmeeinrichtung des Bundes erhalten sie ein Betreuungsgeld von 11 Euro zum Erwerb von Dingen des täglichen Bedarfs. Außerdem werden sie bei Bedürftigkeit durch Sachleistungen der Friedlandhilfe e.V. im Wert von 25,56 Euro unterstützt. Spätaussiedler sowie ihre Ehegatten und Abkömmlinge [im Sinne des § 7 Abs. 2 des Bundesvertriebenengesetzes (BVFG)] erhielten bis zum 01.01.2005 eine Eingliederungshilfe für die Dauer von sechs Monaten. Sie setzte voraus, dass der Betreffende arbeitslos ist, vor der Ausreise im Herkunftsland eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat, beim Arbeitsamt als arbeitslos gemeldet war, der Arbeitsvermittlung zur Verfügung stand und über keine anderen zur Sicherung des Lebensunterhalts ausreichenden Einkünfte verfügte [Sozialgesetzbuch III (SGB III)]. Die Höhe der Eingliederungshilfe entsprach in etwa der Sozialhilfe. Daneben bestand kein Anspruch auf Sozialhilfe. Zum 01.01.2005 ist diese aussiedlerspezifische Leistung eingestellt worden. Sprachfördermaßnahmen: Die Aussiedler haben nach dem Zuwanderungsgesetz Anspruch auf kostenlose Sprachförderung für die Dauer von sechs Monaten. Im "Akademikerprogramm" sind Sprachkurse und Fördermaßnahmen zur berufsspezifischen Anpassung von Hochschulabsolventen und Wissenschaftlern im Alter von dreißig bis fünfzig Jahren vorgesehen. Die Aussiedler (nicht aber deren Familienangehörige) haben einen Rentenanspruch aufgrund des Fremdrentengesetzes (FRG). Damit hat der Gesetzgeber dem Kriegsfolgenschicksal der Aussiedler Rechnung getragen. Bei allen Rentenzugängen ab dem 1. Oktober 1996 werden grundsätzlich unabhängig vom Zeitpunkt des Zuzugs die FRG-Tabellenwerte in Höhe von nur 60 % berücksichtigt. Schon vor dieser Rechtsänderung galten für Spätaussiedler Tabellenwerte in Höhe von nur 70 %. Bei Zuzug nach dem 6. Mai 1996 wird der Rentenanteil aus FRG-Zeiten auf maximal 25 Entgeltpunkte, bei Ehepaaren und eheähnlichen Gemeinschaften auf maximal 40 Entgeltpunkte begrenzt. Dies bedeutet, dass Rentenanteile aus FRG-Zeiten (Stand: Juli 2005) nur noch bis maximal 653,25 Euro (brutto) bzw. 1.045,20 Euro berücksichtigt werden. In den neuen Bundesländern sind es aufgrund des niedrigeren aktuellen Rentenwerts maximal 574,25 Euro bzw. 918,80 Euro. Von den genannten Beträgen sind noch die Eigenanteile zur Kranken- und Pflegeversicherung abzuziehen. Spätaussiedler (nicht aber deren Familienangehörige) aus der ehemaligen UdSSR, die vor dem 1. April 1956 geboren sind und wegen ihrer deutschen Volkszugehörigkeit politische Haft oder Verbannung erlitten haben, erhalten als Ausgleich eine einmalige Entschädigung in Höhe von 4.000 DM = 2.045,17 Euro sofern sie vor dem 1. Januar 1946 geboren sind, 6.000 DM = 3.067,75 Euro (§ 9 Abs. 2 BVFG). Darüber hinaus gibt es keine aussiedlerspezifischen Hilfen: Zinslose oder zinsverbilligte Darlehen für den Bau bzw. für den Erwerb von Einfamilienhäusern oder Wohnungen speziell für Aussiedler gibt es nicht. Bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen können Aussiedler wie auch einheimische Deutsche oder Ausländer Gebrauch machen von Bauprogrammen der Länder und Kommunen, die für sozial schwache und kinderreiche Familien Darlehen mit Sonderkonditionen vorsehen. Nähere diesbezügliche Informationen erteilt die jeweilige Gemeinde-, bzw. Stadtverwaltung. Die Aussiedler erhalten nach Einreise keinen kostenlosen Wohnraum. Sie können jedoch wie auch einheimische Deutsche oder Ausländer bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen Wohngeld in Anspruch nehmen. Die Gewährung zinsverbilligter Einrichtungsdarlehen beim erstmaligen Bezug einer ausreichenden Wohnung an Aussiedler ist mit Ablauf des 30. Novembers 1992 eingestellt worden. Die bis dahin gewährten Darlehen waren durch eine Zinssubvention des Bundes verbilligt.

lol verfolgt im zweiten weltkrieg hahaha rechtfertigung für alles nene ein vorteil gabs aufenthalt in deutschland und das ist für russen nicht so einfach wenn gar nicht meistens unmöglich also da sieht man mal die vorteile ist lächerlich jede andere antwort pfui teufel sag ich da nur sich rein waschen wollen....

@letizialaura

Kannst Du bitte verständlich schreiben?

Ich bin immer wieder erstaunt darüber, was manche Leute von sich geben. Jemand der etwas gebildet ist und sich vernünftig informiert, wird festellen, dass diese Diskussion völlig schwachsinnig ist. Natürlich gibt es in allen Nationalitäten solche und solche Leute. Ausländer, Aussiedler und auch eingeborene Deutsche, die sich asozial verhalten und das System ausnutzen. Das sind meist Personen bzw. Familien, in denen Bildung wenig bzw. nicht vorhanden ist. Hier wurde eine Frage gestellt, die sachlich und anhand von Fakten beantwortet wurde. Diese werden aber ignoriert und es wird weiter rumgepöbelt und weiter Vorurteile geschürt. Das zeigt doch auch, daß es bei diesen Leuten die Bildung auch auf der Strecke geblieben ist. Solche Leute wollen und werden es nicht verstehen oder sich (weiter)bilden, die bleiben trotz allen Erklärungen und Informationen bei ihrer Version. Das bringt alles nichts mit solchen LEuten Diskussionen zu führen. Armes Deutschland...

Sowas Bescheuertes habe ich wirklich selten gehört. Ich kommentiere die ganzen engstirnigen Ergüsse nicht, weil es einfach nicht möglich ist, einem Esel das Aussehen eines Rennpferdes schönzureden. Ich bin aus Kasachstan, also Russlanddeutsche, wie ihr uns nennt. Meine Eltern haben hier die Jobs angenommen, über die die gebürtigen Deutschen nicht eine Sekunde nachdenken würden. Meine Eltern haben Qualifikationen, die ihnen nicht anerkannt werden. Also, wer hat da etwas von der serbischen Ärztin-Frau erzählt, wie fürchterlich ungerecht das Ganze wäre??? Denken SIe eine Sekunde darüber nach, lieber Herr Sowieso. Außerdem möchte ich dazu anmerken, dass Russlanddeutsche nur 60% der Rentenleistung erhalten, obwohl es abkommen zwischen den beteiligten Ländern gibt und nicht alles der arme deutsche Staat zahlen muss. Seht Euch mal die Statistiken an, wieviele Russlanddeutsche Sozialhilfe empfangen, und wieviele von den "echten" Deutschen lieber beim Amt "stempeln gehen", als irgendwas zu arbeiten. Sie liegen lieber dem Staat auf der Tasche und lästern über uns. DAS ist der Unterschied unserer Mentalität. Möglicherweise kommt es noch aus dem 2.Weltkrieg, als ein gewisser Schwachmat allen hier erzählt hat, sie seien die Herrenrasse und alle Anderen ein Abschaum. Nur zur Klärung:

JEDER von Euch würde aus einem Land, in dem es sich schlecht leben lässt, in ein Anderes umziehen, wenn die Möglichkeit sich dazu angeboten hätte. JEDER !!! Also, hört auf über die Einwanderer zu lästern. Eingliederungshilfe hat man in unserem Fall bekommen, weil man EINGEGLIEDERT werden musste, weil wir ein Recht dazu haben. Es ist auch in den USA so. Ihr messt Euch doch so gerne an den "großen Bruder", also wo ist das Problem? Irgendwelche anderen großen oder kleinen Beträge haben wir vom Staat NICHT erhalten. Da ich so ein bisschen das System hier kenne, kann ich nur sagen, dass man sicherlich irgendein Antrag dafür hätte stellen müssen, auf den uns kein Beamter hingewiesen hat. Ich kenne viele Aussiedler, und KEINER hat irgendwelche Leistungen erhalten. Die meisten Deutschen sind einfach neidisch, weil sie eine vom Neid zerfressene Einstellung den Anderen gegenüber haben. Ich könnte die ganze Nacht hier sitzen und zu dem Thema schreiben, aber es lohnt sich nicht, weil, wie gesagt - das Beispiel mit dem Esel und Rennpferd.

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