Worauf wird wie viel Schenkungssteuer erhoben?

Zum Hintergrund meiner Frage:

Um für die Geldanlage meiner minderjährigen Kinder einen höheren Zinsertrag zu erzielen, habe ich für sie ein Tagesgeldkonto in Verbindung mit einem Aktiendepot eingerichtet. Als Geschenk an die Kinder war eigentlich nur der Geldbetrag gedacht. Allerdings machte der Wunsch nach bestmöglicher Verwertung der Aktien (und Zertifikate) deren aktives Management nötig. Verkaufserlöse wurden, sobald die zinsbegünstigte Schwelle des Tagesgeldes überschritten wurde, regelmäßig wieder investiert. Schon dadurch ist das Depot meiner Kinder über das ursprünglich intendierte Maß hinaus angewachsen.

Eine weitere Quelle für dieses nicht beabsichtigte Anwachsen ist mein Sinn für Kostenminimierung, sprich: mein Geiz. Ich habe nämlich, um Anschaffungs- und Verkaufskosten bei eigenen Wertpapierdeals zu reduzieren, immer wieder einmal Geldbeträge auf die Konten meiner Kinder verschoben, um unter ihrem Namen Wertpapiere zu kaufen, solange die Kinder das Bankangebot von Free trades nutzen konnten. Pro Transaktion ließen sich so zumeist 15 bis 30 € sparen.

Das Problem nun: Inzwischen sind die Wertpapierpolster der Kinder so angeschwollen, dass ich aus verschiedenen Gründen (Nichtveranlagungsschwelle/ Vermögensinteressen meiner Frau) Wertpapiere in das Depot meiner Frau oder das eigene rückübertragen möchte. Das geht aber offenbar nur auf dem Wege der Schenkung.

Nun würde ich bei dieser Art Transaktion gern die Schenkungssteuer vermeiden, da es sich im Grunde nur pro forma um eine Schenkung handelt.

Was ich – nach vielleicht zu flüchtiger Lektüre - zu wissen glaube:

  1. Der Freibetrag für die Schenkung von Kindern an ein Elternteil beträgt 20.000 €.
  2. Dieser Freibetrag gilt nicht pro Jahr, sondern für einen Zeitraum von 10 Jahren.

Was mir nicht klar ist und zu meinen Fragen führt:

  1. Wird die Steuer auf den Übertrag erhoben oder auf den Vermögenszuwachs beim Beschenkten? Also angenommen, ich bekäme von zwei Kindern jeweils Aktien im Wert 15.000 € geschenkt, würde dann Schenkungssteuer fällig, weil ich den Freibetrag von 20.000 € überschritten hätte, oder könnte jedes Kind mir steuerfrei Wertpapiere im Wert von bis zu 20.000 € übertragen?

  2. Falls der Freibetrag überschritten würde, gälte dann der betreffende Schenkungssteuersatz für den gesamten Wert der Schenkung, oder ist der Freibetrag wie im Einkommensteuerrecht ein Grundfreibetrag?

  3. Wäre es aussichtsreich, gegenüber dem Finanzamt damit zu argumentieren, dass man die den Kindern zum Zwecke des Wertpapiererwerbs übertragenen Gelder nicht in Schenkungsabsicht überwiesen habe und dass es sich bei der Rückübertragung in Form von Aktien deshalb auch nicht um ein „wirkliches“ Geschenk der Kinder an das Elternteil handele, weil ihnen das jetzt in den Wertpapieren steckende Geld sozusagen nur kommissarisch überlassen worden sei?

Schenkungssteuer, Rückgabe des Geschenks
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Ordermaske Zertifikat wie auszufüllen?

Die Frage hier schließt an eine vor ein paar Tagen gestellte an (http://www.finanzfrage.net/frage/zeichnung-wertpapier-bei-cortal-consors-nicht-moeglich). Da eine Zeichnung über Cortal Consors nicht möglich war, habe ich mich inzwischen entschlossen, das Papier zur Handelseröffnung zwecks Kaufs zu ordern, stoße dabei aber auf ein (Anfänger-) Problem. Zur Erläuterung zunächst die Kurzfassung des Verkaufsprospekts:

WKN: SG45D2 ISIN: DE000SG45D22 Produktgattung: Express-Zertifikate - Classic Basiswert: E.ON (Basispreis: 13,81) Fälligkeit: 20.02.2017 Zeichnungsfrist: 05.02. - 12.02.2014 Mind. Stück / Nominale: Stück 100 Zuteilungspreis: 100,00 EUR (zzgl. 0,00% Ausgabeaufschlag) Erster Handelstag: 14.02.2014

Das neue Problem entsteht nun beim Ausfüllen der Ordermaske bei Cortal Consors, da ich von Mitarbeitern der Société Générale und Cortal Consors‘ unterschiedliche diesbezügliche Auskünfte bekommen habe. In die Maske muss ich zunächst eine Bestellmenge („Stück“) eintragen. Das könnten – je nach Interpretation – 80 gehandelte Mindesteinheiten („Stück“) oder – als Nominale – 8000 (= 8000 €) sein. Von beiden Instituten ist mir empfohlen worden, hier die Zahl 8000 einzutragen.

Die Schwierigkeit entsteht, wenn ich diese Kauforder mit einem Limit versehe (was ich möchte, da ich das Papier, wenn möglich, zum Emissionspreis – oder darunter - erstehen will).

Folge ich der eindeutigen Empfehlung der S.G., hier „100“ einzutragen, bekomme ich vom Orderprogramm bei C.C. die Rückmeldung „fehlende Kontodeckung“, woraus ich wegen des Kontostandes deutlich > 8000 schließe, dass die 100 mit den 8000 multipliziert worden sind - und da reicht mein Kontostand dann tatsächlich nicht.

Bei Cortal Consors habe ich keine eindeutige Auskunft bekommen. Die Mitarbeiterin hatte keine Lust, sich die oben eingestellte Kurzfassung des Verkaufsprospekts auf ihrem PC anzusehen, neigte aber vage ebenfalls zum Eintrag „100“, fand das Limit „100“ jedoch verdächtig rund und wollte nicht ausschließen, dass hier das Limit „1“ einzutragen sei, nachdem ich ihr am Telefon vorgetragen hatte, was im Verkaufsprospekt steht.

Ist sich jemand hier ganz sicher, was ich unter den genannten Voraussetzungen als Limit einzutragen habe?

Falls die Empfehlung wiederum „100“ lautet, würde ich die Merkwürdigkeit bei der Rückmeldung im Ordervorgang dann in einer anderen Richtung suchen:

Vielleicht ist es so, dass das Programm noch keine sinnvollen Rückmeldungen liefert, da das Papier erst ab morgen früh gehandelt wird?

Oder hätte ich – entgegen der Empfehlung beider Institute - unter „“Stück“ doch nur „80“ einzutragen? Immerhin werden ja im Depot meines Sohnes bei C. C. ähnliche Anleihen unter der Rubrik „Stück/ Nominale“ nicht mit dem €-Betrag aufgeführt, sondern mit „3“ (3 x 1000 € auf eine BASF-Anleihe) sowie „50“ (50 x 100 € auf eine DB-Anleihe).

Internet, Zertifikat
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Zeichnung Wertpapier bei Cortal Consors nicht möglich

Ich habe heute versucht, über mein Depot bei Cortal Consors (CC) ein Wertpapier zu zeichnen.

Es handelt sich um ein von der Société Générale (SG)emittiertes Stufenzins-Express-Zertifikat (WKN: SG45D2). Bei CC ist die Zeichnung über die vorgesehene Maske wegen fehlender IPO-Daten nicht möglich, was auch nach telefonischer Rücksprache bestätigt wurde.

In einem Telefonat mit der SG wurde mir von einer freundlichen, aber wohl nicht ganz sachkundigen Mitarbeiterin empfohlen, das Papier direkt bei der EUWAX zu zeichnen. Meine Bedenken, dass ich das als Privatkunde wohl nicht könne, versuchte sie auf sympathische Art zu zerstreuen - allerdings erfolglos. Online-Hinweise der Börse Stgt. und ein anschließendes Telefonat mit einem dortigen Mitarbeiter bestätigten meine Skepsis.

Nun die Fragen:

  1. Wie üblich ist es, dass Banken von der Konkurrenz emittierte Papiere nicht zur Zeichnung bei ihnen selbst freigeben?

  2. Ist ein Interesse dabei, dass sie einfach lieber Gebühren kassieren, wenn das Papier vom Kunden in der Folge stattdessen für den ersten Handelstag zum Kauf vorgemerkt würde, oder gibt es vor allem andere Gründe und - wenn ja - welche?

  3. Kann man irgendwo nachschauen, welche in der Zeichnung befindlichen Papiere bei welchen Instituten tatsächlich gezeichnet werden können? (Mir ist schon klar, dass es in diesem Fall bei OnVista als zur SG gehörig ginge, aber sonst?)

Wertpapiere, Bank, Zeichnung
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Durch den Arbeitgeber zuviel "überwiesene" Einkommensteuer nur per Estja. rückholbar?

Folgender Sachverhalt: Der Zahldienstleister für den Öffenlichen Dienst in Bremen, die Performa Nord, hat meiner Frau für den Januar ein Gehalt von glatt 0 (null) € über- und auf der Gehaltsmitteilung eine für den Februar bestehende steuerliche Restforderung ausgewiesen. Nachfragen vor Ort (denn der Sachbearbeiter wollte oder konnte am Tel. keine klaren Auskünfte erteilen) haben ergeben, dass durch einen „Computerfehler“ Steuerhebungsdaten aus der ersten Hälfte des Jahres 2013 (oder aus dem Jahr 2012) für die Gehaltsmitteilung zugrunde gelegt worden seien. Meine Frau war mit Wirkung zum 1.6. 2013 von der Stkl. 5 in die Stkl. 3 gewechselt; die Zahlungen liefen seitdem bis einschließl. Dez. korrekt. Für den Jan. 2014 wurden seitens der Performa nun aber wieder die Stkl. 5 zugrunde gelegt und die Kinderfreibeträge nicht berücksichtigt. Schon unerfreulich.

Der Hammer nun aber: Auf der fälschlichen Basis der Stkl. 5 wurden rückwirkend in die Januargehaltsmitteilung Steuernachzahlungen für die vergangenen Monate, in denen korrekt nach Stkl. 3 besteuert worden war, eingepreist, so dass unterm Strich sogar ein Minusbetrag herauskommt. Zur Klarheit: Der Fehler liegt offensichtlich nicht beim Finanzamt, bei dem die korrekten Steuerdaten vorliegen und das seinerseits auch keine Nachforderung erhoben hat. Und meine Frau ist, wie der heutige Publikumsverkehr bei der Performa gezeigt hat, auch nicht die einzige Betroffene.

Nun hat der Sachbearbeiter der Performa meiner Frau mitgeteilt, er könne diesen Vorgang nicht mehr rückgängig machen, sie müsse sich das Geld über den Einkommensteuerjahresausgleich zurückholen. M.a.W.: Wir sollen ca. 9 Monate auf das Geld warten.

Nun die Fragen: Gibt es wirklich keine Möglichkeit, einen Arbeitgeber (also das Land Bremen) zu zwingen, einen solchen fehlerhaften Vorgang rückgängig zu machen, d. h. Januar- und Februargehalt korrekt auszuzahlen? Hat er nicht, da auf falschen Voraussetzungen, faktisch auch ohne Rechtsgrundlage gehandelt?

Und etwas technischer, bezogen auf die Zahlungsströme: Kann so eine Auszahlungsstelle fälschlicherweise gebuchte und irgendwie ans Finanzamt „herausgegangene“ Steuerbeträge (aber was heißt das genau?) nicht einfach zurückbuchen? Wer merkt das überhaupt wo und wann?

Oder ist das in der Tat nur ein sehr unglücklicher Fall zuviel bezahlter Steuern, die – wie in anderen Fällen auch – eben nur über den Einkommensteuerjahresausgleich zurückzuholen sind? Eine andere Frage ist, ob es mit der sog. „Fürsorgepflicht“ des Arbeitgebers vereinbar ist, sein Personal einen kompletten Monat ohne Bezüge dastehen zu lassen. Aber vielleicht ist es typisch für die Bürokratie (oder für Bremer Verhältnisse?), dass der Personalakten-Sachbearbeiter beim hiesigen Senator für Bildung, der selbst für so komplizierte Fragen nicht zuständig zu sein scheint, sich seinerseits nun wieder weigert, einen in seiner Behörde möglicherweise zuständigen Vorgesetzten zu benennen, an den man sich wenden könnte...

einkommensteuer, Steuererklärung, Steuerklasse falsch
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