Vermieter-freundlicher Mietvertrag? Einige ungewöhnliche und fragwürdige Klauseln!

Hallo zusammen,

ich bin auf der Suche nach eine Mietwohnung und habe vor einigen Tagen eine besichtigt. Glücklicherweise besteht Interesse seitens des Vermieters, weswegen er mir vorab den Mietvertrag zugesendet hat.

Aus meiner Sicht enthält der Mietvertrag jedoch ungewöhnliche und fragwürdige Klauseln, die mir bereits jetzt etwas Bauschmerzen bereiten. Nachfolgendes ist gemeint:

(1) (...) Eine Instandsetzungs-/-haltungspflicht des Vermieters für die genannten Elektrogeräte besteht nicht. --> Der Vermieter vermietet jedoch u.a. die Einbaukücke inkl. der Elektrogeräte. Im Falle eines Defekts muss er doch dann auch dafür sorgen, dass diese wieder funktionieren. Deshalb zahlt man doch einen Mietzins, oder?

(2) Hinsichtlich des Zustandes der Mietsache werden folgende Feststellungen getroffen: (...) Beanstandungen liegen nicht vor. --> Gibt es nicht hierzu ein Übergabeprotokoll?

(3) Die Schönheitsreparaturen und den Ersatz von Glasscheiben und Spiegeln übernimmt der Mieter. --> Grundsätzlich wäre ich einverstanden, wenn die Schäden durch eigenes Einwirken oder Dritte entstanden sind. Aber prinzipiell dies zu übernehmen, sehe ich nicht als Aufgabe des Mieters. Wie seht Ihr das?

(4) Soweit bei Beendigung des Mietverhältnisses die Renovierungsfristen (7 Jahre, aktuell in 5 Jahren wieder) seit Beginn des Mietverhältnisses oder seit der letzten Renovierung noch nicht vollständig abgelaufen sind, hat der Mieter eine zeitanteilige, nach vollen abgelaufenen Jahren gestaffelte Quote der Kosten einer fälligen Renovierung zu tragen. --> Grundsätzlich bin ich selbstverständlich dafür, Wohnungen in einem einwandfreien Zustand zu überlassen. Dass der Mieter jedoch dies übernimmt, halte ich für fragwürdig. Das gibt mir stark zu denken. Euch?

(5) Der Mieter trägt die Kosten für kleine Instandhaltungen, soweit die Kosten für die einzelne Reparatur 200,- Euro und der dem Mieter dadurch entstehende jährliche Aufwand 6 % der Jahresbruttokaltmiete nicht übersteigt. Die kleinen Instandhaltungen umfassen das Beheben kleiner Schäden an den Installationsgegenständen für Elektrizität und Wasser, den Heiz- und Kocheinrichtungen, am Kühlschrank und Geschirrspüler, den Fenster- und Türverschlüssen, Rollos und Lamellenvorhänge sowie den Verschlussvorrichtungen der Fenster. --> Grundsätzlich wäre ich einverstanden, wenn die Schäden durch eigenes Einwirken oder Dritte entstanden sind. Aber prinzipiell dies zu übernehmen, sehe ich auch hier nicht als Aufgabe des Mieters. Das geht mir zu weit.

(6) Will der Mieter Einrichtungen, mit denen er die Mieträume versehen hat, bei Beendigung des Mietverhältnisses wegnehmen, hat er sie zunächst dem Vermieter zur Übernahme anzubieten. --> Bitte was? Wie ist das zu verstehen? Dass ich die Einrichtung nach Beendigung des Mietverhältnisses angeboten wird, obliegt alleine dem Mieter.

Fotzsetzung weiter unten...

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Kauf Eigentumswohnung - Eigenkapital vorhanden - Wie weiteres Vorgehen?

Hallo zusammen,

bin recht jung, seit über zwei Jahren im Berufsleben und habe durch Disziplin rund 40.000 EUR angespart, welches lediglich auf dem Tagesgeldkonto liegt. Eine Bausparvertrag oder ähnliches liegt nicht vor.

Ich spekuliere seit längerem eine Eigentumswohnung im Rhein-Main-Gebiet (Wiesbaden) zu finanzieren, welche ich selber nutzen möchte. Die Eigentumswohnung sollte dabei max. 150.000 EUR kosten. Geplant wäre eine mittelfristige Nutzung von rund 10 Jahren. Da Eigenkapital vorhanden ist, denke ich, dass zumindest die Umsetzbarkeit nicht unmöglich ist. Zugegeben, mehr Eigenkapital ist natürlich besser. Bedenken habe ich jedoch, was die Sinnnhaftigkeit angeht bzw. was ich eigentlich noch berücksichtigen muss!

Ich bin mir bewusst, dass zum Preis für die Immobilie zusätzlich Notar-, Grundbucheintragskosten, Steuern und Hausgeld sowie ggf. Maklerkosten anfallen.

Mir ist jedoch nicht klar, was es genau heißt, künftiger Besitzer einer Eigentumswohnung zu sein. Was muss ich berücksichtigen beim Kauf der Wohnung? Wie kann ich den Wert der Wohnung bewerten? Mängel? Eigentümergemeinschaft? Grundstücksbesitz auf dem das Wohngebäude liegt? Wie finanziert man das ganze eigentlich (Baufinanzierung? immobilienfinanzierung? ...)?

Wäre super, wenn Ihr mir bei dieser - für mich großen und wichtigen - Sache unterstützen könntet. Erste Beratungs- und Anlaufstellen sowie Literatur sind ebenfalls sehr gerne gesehen! Bin für jeden Beitrag dankbar. Ich möchte nämlich nichts überstürzen.

Herzlichen Dank

AchillesMD

Baufinanzierung Eigenkapital Eigentumswohnung Immobilien Immobilienfinanzierung
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Kosten der Direktversicherung

Hallo zusammen,

für meine berufliche Altersvorsorge habe ich - mit meinem alten AG zusammen - einen Direktversicherungsvertrag abgeschlossen. Der AG zahlte Beiträge in das Klassik- (Zins i.H.v. 2,25 % p.a.) und ich in das IndexSelect-Produkt (gekoppelt an Euro-Stoxx) der Allianz.

Zwischenzeitlich hatte ich mein Index-Select-Produkt zum Tarif "Klassik" umstellen lassen. Das Produkt bleibt im Kern jedoch ein Index-Produkt, laut Versicherungsvermittler. Im nachfolgenden beschreibe ich jedoch noch das Index-Produkt, da dieses erst kürzlich umgestellt worden ist.

Demnächst fange ich bei einem neuen AG an und würde gerne einen Teil der Direktversicherung fortführen. Eine Fortführung der Direktversicherung kann jedoch nur erfolgen, wenn mein Teil der Versicherung in die klassische Direktversicherung (oder fondsbasierten Pensionskassenvertrag) umgewandelt wird. Hierfür müsste ich lediglich zustimmen. Laut meinem Maklerbüro würden keine zusätzl. Kosten entstehen und der Wert der Versicherung würde gleich bleiben.

Dies hat mich sehr stutzig gemacht, da dies doch auch bedeutet, dass ich mit meinen vergangenen Beiträgen die Vielzahl von Möglichkeiten mittels Beiträgen abdecken müsste, welche ich vielleicht gar nicht in Anspruch nehmen werde. Habe mich auch etwas umgehört: das Index-Produkt soll nicht unbedingt für seine geringen Kosten bekannt sein. So habe ich beispielsweise in einer jährlichen Information den aktuellen Policenwert übermittelt bekommen. Nach eingezahlten Beiträgen i.H.v. 200 EUR betrug der Policenwert unter Berücksichtigung von Kosten und Verzinsung lediglich rund 135 EUR?! Ein Jahr später erhielt ich die nächste jährliche Information: nach eingezahlten Beiträgen i.H.v. 1.400 EUR steht ein Policenwert von rund 950 EUR zur Verfügung?!

Mir ist bewusst, dass die Abschluss- und Vertriebskosten sowie Verwaltungskosten in den ersten 5 Jahren abgerechnet werden - aber, dass diese so hoch sein sollen, gibt mir zu denken.

In den Bedingungen sind ebenfalls viele Widersprüche. Einerseits garantiert man das Kapital, andererseits kann der Vertag 0 EUR Wert, wenn dieser die Grenze von 4.000 EUR nicht überschreitet.

Meine Fragen sind nun: a) Sind meine Interpretationen richtig, auch insb. der Policenwert abzgl. der Kosten und Zinsen? b) Wie kann mir mit Beiträgen innerhalb nach 44 Jahren ein Garantiekapital i.H.v. fast 53.000 EUR garantiert werden, wenn die Kosten bereits jetzt so hoch sind? c) Würden sich die Kosten bei einer Umwandlung in die klassische Direktversicherung (oder fondsbasierten Pensionskassenvertrag) zum Vorteil ändern oder bin ich - auch nach Umwandlung in irgendeiner Form - weiterhin an das Index-Produkt gebunden? d) Ist diese Direktversicherung überhaupt empfehlenswert / rentabel?

Kann nun eine neue klassische Direktversicherung oder fondsbasierten Pensionskassenvertrag abschließen. Überlege nun, ob ich meine Direktversicherung - umgewandelt - fortführe oder etwas neues abschließe.

Freue mich über jeden Beitrag!

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