Beantragte Aufteilung bei der Steuererklärung rückgängig machen?

Hallo Zusammen,

scheinbar habe ich einen großen Fehler begangen und möchte jetzt hier um Rat suchen. Eventuell kann mir jemand weiterhelfen, ich schildere den Fall.

Meine Ehefrau befindet sich seit dem vergangenen Jahr in der Privatinsolvenz. Der Insolvenzverwalter meiner Frau möchte, bevor wir Unterlagen zum Finanzamt schicken, alles - auch Unterlagen von mir- erhalten und leitet dann weiter. Damit hab ich noch kein Problem. Nach einem Telefonat mit dem Verwalter, nachdem wir für die ESt- Erklärung 2019 einen Betrag von 770 Euro nachzuzahlen hatten erhielten wir die Info, dass wir die günstigerweise nach §§268 bis 280 AO eine Aufteilung der Steuerschuld beantragen. Ziel sollte sein, die Steuerschuld zu minimieren.

Ich habe dann Ende September diesen Antrag beim zuständigen Finanzamt gestellt. Diese Woche erhielt ich einen Aufteilungsbescheid, wonach ich nicht mehr 770 Euro sondern 1460 Euro nachzahlen muss. Der Finanzbeamte erklärte, dass die Aufsummierung durch die Aufteilung entstanden ist und sofort zahlbar sei.

Ich würde gern wissen, ob man nach Eingang dieses Aufteilungsbescheids eine Aufhebung der Aufteilung beantragen kann oder ob der Zug abgefahren ist.

Und dem schliesst sich folgende Frage an: Gilt der Antrag auf Aufteilung immer nur für die Einkommenssteuer des Jahres, oder wird auch in Zukunft die Aufteilung vorgenommen? Die müsste ich dann in jedem Fall für die Zukunft sofort wieder stoppen und eine gemeinsame Veranlagung beantragen.

Warum wir überhaupt seinerzeit beim Inso- Verwalter angefragt haben ist die Tatsache das wir nicht wussten, ob wir die Steuerschuld überhaupt zahlen dürfen, um das Verfahren der Ehefrau nicht zu gefährden. Beim Inso- Verwalter will man von dem "goldenen Tipp" natürlich nichts mehr wissen....

einkommensteuer, Finanzamt, Steuererklärung, Insolvenzverfahren
2 Antworten