Hausverkauf Eltern geschieden...brauche Rat?

Hallo,

meine Eltern haben vor 12 Jahren eine Doppelhaushälfte gekauft und es bis auf 40.000€ abbezahlt gehabt bis vor 10 Jahren als meine Mutter meinen Vater verlassen hat. Damals hatte mein Vater ein Angebot von 140.000€ für das Haus bekommen, aber dieses abgelehnt und meiner Mutter ein lächerliches Angebot von 20.000€ gemacht, damit sie die Immobilie komplett an meinen Vater übergibt. Sie hat abgelehnt.

Nun, sind mittlerweile 10 Jahre vergangen und mein Vater lebt seitdem alleine in dem Haus, aber er zahlt nur die monatlichen Zinsen ab, also belaufen sich die Schulden immernoch auf 40.000€. Meine Mutter wollte in der Zeit jedem Konflikt aus dem Weg gehen und hat ihn in Ruhe gelassen, nur hat sie jetzt das Problem, dass sie selber mittlerweile hoch verschuldet ist. Es hat alles damit angefangen, dass Sie damals nach dem Umzug keine Sozialhilfe erhalten hat( da sie ja eine Immobilie hatte) und es nur die Möglichkeit gab, monatliche Darlehen vom Amt zu erhalten. Nach einem halben Jahr hatte Sie eine Arbeit gefunden, einen Kredit aufgenommen, um die Darlehen vom Amt abzubezahlen, doch da sie über Jahre hinweg nur für den Mindestlohn gearbeitet hat und immer wieder Probleme aufkamen mit denen man im Leben halt so nicht rechnet, wurden diese Kreditschulden immer höher.

Vor 2 Monaten war es jetzt so weit, dass sie monatlich 550€ an Krediten abbezahlen musste, wobei sie grade mal 1100-1200 Euro verdient hat. Die Bank lockert die Konditionen nicht, wegen Corona und ja sie hätte alles komplett anders angehen müssen, aber wir waren leider alle zu blöd.

Nun bleibt ihr nichts anderes übrig als das Haus zu verkaufen, um diese Schulden ein für alle mal loszuwerden und ich habe in der Zeit das Sprachrohr gespielt, weil sie mit meinem Vater nicht sprechen möchte. Mein Vater hat war auch eigentlich einverstanden, nur mit der Bedingung, dass sie eine Vollmacht abgeben solle mit der Kondition sie würde bei dem Hausverkauf 80.000€ erhalten (der Wert wäre aktuell bei 240-250k). 50k würden für das Restdarlehen und Notar usw draufgehen und er meinte er hätte das Recht auf ein bisschen mehr als sie. Naja es war ein langes hin und her und meine Mutter hat gemeint, sie ist einverstanden, Hauptsache es ginge dieses Jahr noch über die Bühne (was mein Vater auch so versprochen hatte). Er meinte er müsse nur eine Wohnung finden.

Es ist jetzt über 1 Monat vergangen seitdem und nach einen Gespräch eben mit meinem Vater, wird es auf einmal minimum noch ein halbes Jahr dauern mit dem Verkauf und ich weiss so ein Verkauf geht nicht so schnell, aber wir haben das Gefühl er schindet nur Zeit und wir kämpfen grade wirklich um über die Runden zu kommen(ich arbeite schon zwei Schichten um meine Mutter finanziell zu entlasten). Ausserdem ist der Immobilenmarkt grade am boomen und ich werde das Gefühl nicht los, dass er einiges mehr für das Haus bekommen würde, als er sagt.

Was können wir tun? Sollten wir das doch gerichtlich regeln lassen? Ich weiss echt nicht weiter

Immobilienverkauf, Recht
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