Ablehnung HARZ4?

Ich bin 23 Jahre alt, lebe im Haushalt meiner Eltern. Mein Vater bekommt Altersrente und

meine Mutter Erwerbsunfähigkeitsrente, die Anfang letztes Jahres von voller, befristeter EU Rente auf Dauerrente bis zur Altersrente beschieden wurde. Ich habe im November l.J. telefonisch vom Landkreis die Aussage bekommen, dass meine Eltern aufgrund ihrer Erwerbsunfähigkeit nicht in die Bedarfsgemeinschaft gehören, ich also eine eigene Bedarfsgemeinschaft bin. Das ich erst 23 Jahre alt bin war bekannt. Auch habe ich selbstverständlich in meinen Antrag mein Geburtsdatum eingetragen, aus dem klar ersichtlich ist, dass ich erst 23 Jahre alt bin. Mit Schreiben vom 10.12.20 erhielt ich folgende Mitteilung: Aufforderung zur Mitwirkung:Anders als im Telefonat angegeben, benötige ich die aktuellen Rentenbescheide Ihrer Eltern in Kopie (Ihre Eltern gehören n i c h t zu Ihrer Bedarfsgemeinschaft) müssen jedoch mit aktuellen Einkommen erfasst werden. Da mein Personalausweis schon länger abgelaufen war, wurde ich des weiteren in diesem Schreiben aufgefordert, einen neuen zu beantragen. Da ich über keinerlei Einkommen verfüge, die Kosten dafür nicht aufbringen konnte, teilte mir das Amt am 28.12.20 mit:

Ich weise darauf hin, dass die Beantragung für Bezieher von Sozialleistungen nach dem SGB II kostenfrei ist. Lediglich die Passfotos sind von Ihnen zu zahlen. Da Sie aktuell noch keine Leistungen beziehen, legen Sie bei der Beantragung meine Aufforderung zur Mitwirkung vom 10.12.20 vor.

Eine aktuelle Meldebescheinigung bis zur Vorlage ihres Personalausweises benötige ich zum Nachweis dass sie tatsächlich unter der angegebenen Anschrift wohnen.

Beim Einwohnermeldeamt wurde mir gesagt, dass diese von der kostenfreien Beantragung nach SGB II nichts wissen. Diese haben sich mit dem Jobcenter in Verbindung gesetzt und dabei wurde geklärt, dass diese Aussage gar nicht exestiert, hallo??? Also habe ich letztendlich erstmal einen vorläufigen Ausweis für 3 Monate beantragt, 10 Euro etwas selber bezahlt.

Unter dem 13.1.21 erhielt ich nun einen Ablehnungsbescheid, in dem meine Eltern nun doch mit in die Bedarfsgemeinschaft eingesetzt wurden.

Meine 1.Frage: Kann ich aufgrund der vorherigen schriftlichen Aussage über die Nicht Einbeziehung meiner Eltern in die BG widersprechen?

Meine 2.Frage:Meine Eltern sind im Ablehnungsbescheid mit je 401 Euro Regelbedarf und ich mit 357 Euro berechnet wurden. Meine Eltern haben beide einen Schwerbehindertenausweis- ein Mehrbedarf dafür wurde nicht berechnet, genauso wenig wie besondere Ernährung Diabetes.

Meine 3.Frage:Ich war in der Zeit der Beantragung beim Arzt, dass Amt wollte ja eine Krankschreibung von mir, da ich nicht zur Vermittlung stand, hatte eine Sehnenscheidenentzündung. Nach dem Ablehnungsbescheid war ich also auch nicht krankenversichert, muss also jetzt nachträglich KV ohne Einkommen stellen, was allerdings im Ablehungsbescheid nicht eingerechnet wurde...

Wäre toll, wenn jemand ein bisschen weiter helfen kann.

LG

Hartz IV, jobcenter, Bedarfsgemeinschaft
1 Antwort
Weitere Inhalte können nur Nutzer sehen, die bei uns eingeloggt sind.