Kann ich bei einem Betrug bei einem Privatkauf klagen?

Ich habe über ebay-Kleinanzeigen ein Kalkhoff-Fahrrad gekauft. In der Anzeige stand, dass das Rad "ca 300km gefahren" sei und neu 979 € gekostet habe. Auf schriftliche Nachfrage bei ebay-Kleinanzeigen, wie alt das Rad sei, kamen "4 Jahre" als Antwort. Als wir es uns anschauten bemerkten wird, dass die Mäntel noch die Noppen hatten, das Gestell aber nicht mehr super neu ausschaute. Der Verkäufer beteuerte, dass alle Angaben stimmen würden und es aus dem Nachlass seiner Mutter sei. Ich handelte ihn von 600 (für Rad und Frontgepäckträger und besonderen Sattel) auf 470 € runter und kaufte das Fahrrad. Der Verkäufer stellte mir auch einen Kaufvertrag aus. Zu Hause fragte ich anhand der Nummern am Fahrrad bei Kalkhoff nach dem Alter des Rades. Diese schrieben eindeutig, dass es aus dem Jahre 2010 sei (empfohlender VK 799 €)

Wenn ich davon ausgehe, dass die Preise von 89 € für den Frontgepäckträger und 119 € für den Brooks Ledersattel stimmen (was vermutlich aber auch zu hoch angesetzt ist), hätte der Neupreis bei 1007 € gelegen – wobei dann noch der ungebrauchte Standard-Sattel dazu gehören würde.

Aus dem Internet habe ich Richtwerte: Nach vier Jahren ist ein Fahrrad ca. 37 % des Neupreises wert, nach 10 Jahren nur noch ca. 15 %. Das bedeutet, dass das Fahrrad rechnerisch ca. 150 € wert ist!

Ich habe wegen der falschen Angaben also viel zu viel gezahlt.

Den Verkäufer habe ich mit diesen Fakten konfrontiert, aber er meldet sich weder bei ebay-Kleinanzeigen, noch bei WhatsApp (hier sehe ich, dass er meine Nachricht gelesen hat).

Was kann ich wohl tun? Lohnt es sich zu klagen?

betrug, Recht
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