Erwerbsminderungsrente beantragt, zwischendurch Job angenommen, aus finanziellen Gründen. Bescheid über EWR noch nicht vorliegend. Kann das geschadet haben?

Guten Tag,

2017 hatte ich einen schweren Verkehrsunfall. Leider stellte die erste Klinik nicht die tatsächliche Schwere der Verletzungen fest, sodass erst nach 5,5 Wochen eine Rekonstruktionsversuchende Op stattfand in einer Uniklinik. Einige Schäden wurden erst mit und mit in den Folgeuntersuchungen festgestellt.
Durch ambulante Reha wurde Antrag auf Schwerbehinderung beantragt. Bescheid erfolgte, mit Grad 50% befristet zunächst auf 5 Jahre.
1,5 Jahre war ich nachfolgend in AU. Physio sagt aus therapiert, soll auf erneute Op warten. Rund 3 Jahre nach Unfall bin ich auf dem Stand, ca den ich hätte nach einem halben Jahr haben sollen, nach Op ( wäre vermutlich so, wenn umgehend operiert worden wäre). Meine erlernten Berufe, kann ich laut mehreren Gutachten , Ärzten vergessen. Ich soll mir einen Leidensgerechten Arbeitsplatz suchen,....wie der aussehen soll, kann mir keiner sagen,....leider .

Nun ja,......laut Reha hieß es, zurück in meinen Beruf nach Ausheilung,...... jedoch arbeitsunfähig entlassen auf unbestimmte Zeit.

Nach der Aussteuerung hieß es, da ich damals eine Umschulung gemacht habe, von Seiten des AA ( welches über 4 Monate benötigte um mir einen ALG1 Ablehnungsbescheid zu stellen), ich würde jedoch kein ALG1 erhalten, aufgrund der Umschulung. ALG2 stünde mir nicht zu, da mein Mann ja einen Job hat und wir verheiratet sind. Ich soll mir einen Job suchen,......trotz dessen das die Ärzte davon angeraten haben, suchte ich mir dann einen Minijob, um uns finanziell etwas zu entlassen, ......Arbeitgeber war sehr tolerant,......hatte dann in dem Betrieb sogar 3 Monate eine Teilzeitstelle,......diese endete Oktober 2019.

Körperlich war ich derzeit wieder am Limit,.....stellte auf Anraten dann Antrag auf Erwerbsminderungsrente. Im Oktober 2019.

AA Tat sich wieder raus, mich irgendwie zu unterstützen. Daher nochmal 1,5 Monate Minijob für paar Stunden ( unter 450€ ).

Anfang des Jahres, bekam ich Bescheid , das mein Antrag eingegangen sein, und in Bearbeitung sein, und man sich unaufgefordert wieder melden würde.

Aufgrund finanzieller Situation, habe ich wieder in meinem Beruf am 15.01.20 eine Teilzeitstelle angenommen, diese wurde mit Frist zum 30.05.20 gekündigt, innerhalb der Probezeit, da ich seit dem 11.05.20 wieder in AU bin und es körperlich nicht mehr leisten konnte.

Nun steht mind. 1 Op evtl sogar 2 weitere im Raum.

Zwischenzeitlich musste ich zu einem Gutachter der DRV am 17.07.20, der aktuell keine Arbeitsfähigkeit bis zu 3 Std. festgestellt hat. Also weniger als 3 Std. täglich.

Die KK teilte mir mit, diesen Monat mit, das ich als Rentnerin ( Rentenantragstellerin ) beitragsfrei Pflichtversichert bin, rückwirkend ab Antragstellung.

Worauf muss ich nun im Detail achten? Was kommt noch auf mich zu? Wie lange verhält es sich erfahrungsgemäß bis zu einem Bescheid?

Danke sehr

Mit freundlichen Grüßen

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Wenn Dir die KK schon mitgeteilt hat, dass Du auf Renter gestuft würdest, dann würde Dein Antrag bewilligt und Du bekommst ihn in den nächsten Tagen. Die KK weiß meistens schon früher Bescheid.

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Hallo. Meine Situation ist ähnlich. Laut DRV darf man jährlich 6.300 Euro dazuverdienen. Also minijob plus evtl Weihnachtsgeld/Urlaubs Geld. Die DRV muss vorab darüber informiert werden. Meine Therapeutin hat mir auf die gleiche Frage geantwortet, dass das der DRV gegenüber eher positiv rüber kommt, da man ja versucht, langsam wieder ins Berufsleben reinkommen zu wollen. Ich werde in Kürze meinen Antrag auf Verlängerung der vollen EM Rente stellen und sehen wie es sich auswirkt. Ich muss dazu sagen, ich kann nur 3 Stunden die Woche leichte Arbeiten verrichten, mehr schaffe ich momentan noch nicht.

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Auf JEDEN Fall ist immer das Motto "Reha vor Rente". Dass Du die EM Rente bewilligt bekommst, ohne vorher eine Reha zu machen, ist so gut wie ausgeschlossen. Nutz die Reha. Zur Verbesserung Deiner Gesundheit, aber auch, dass Du vor Ort Deine Leiden angeben kannst.

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