Darf eine Grundbucheintragung verwehrt werden?

Ich habe ein Reihenhaus samt Garage und ein Miteigentumsanteil an einem Garagenhof verkauft. Nach erfolgter Auflassungsvormerkung und vollständiger Überweisung des Kaufpreises wurde die Eintragung der neuen Eigentumsverhältnisse durch den Notar beim Grundbuchamt beantragt. Als aktuelle Eigentümer im Grundbuchblatt für den Garagenhof sind eine vor knapp einem Jahr verstorbene Person (1/2 Anteil) und meine Person (1/2 Anteil) eingetragen. Von meinem Anteil habe ich wiederum die Hälfte verkauft, so dass der neue Miteigentümer und ich jeweils 1/4 Anteil am Garagenhof besitzen.

Die Erbengemeinschaft der verstorbenen Person wurde bereits vom Grundbuchamt aufgefordert eine Grundbuchberichtigung zu beantragen. Von einem Beteiligten der Erbengemeinschaft habe ich aber erfahren, dass mit einer Grundbuchberichtigung in den nächsten 6 Monaten nicht zu rechnen ist.

Mein Antrag auf Eintragung der neuen Eigentumsverhältnisse für den Garagenhof kann laut Auffassung des Grundbuchamtes noch nicht entsprochen werden, „da keine Verstorbenen in das Grundbuch eingetragen werden dürfen“. Ein Verweis auf Rechtsnormen oder Verwaltungsvorschriften ist nicht erfolgt.

Ich kann die Begründung nicht nachvollziehen, da

  • Die verstorbene Person schon seit knapp 40 Jahren im Grundbuch eingetragen ist und somit nicht nochmal eingetragen werden muss, von einem „Eintrag eines Verstorbenen“ kann meiner Auffassung daher nicht die Rede sein
  • die Eigentumsrechte der Erbengemeinschaft der verstorbenen Person überhaupt nicht von der beantragten Änderung betroffen sind

Darf das Grundbuchamt die von mir mittels Notar beantragte Änderung bis zur Grundbuchberichtigung durch die Erbengemeinschaft verzögern?

Immobilien, Recht