Besteuerung von zuvor privat erworbenen Sammelgegenständen bei Aufgabe von Kleingewerbe und Rückführung ins Privatvermögen?

Ich habe mal wieder eine Frage zum deutsche Steuerrecht, das mich immer wieder zum Stauen und Nachdenken anregt und dabei - meiner unbedarften Meinung nach - selten erfüllend noch stets und immer schlüssig ist.

Deshalb auch nochmals ein großes „Dankeschön“ an alle, die mir in meinen bisherigen Fragen weiterhelfen konnten.

Folgende Situation sei angenommen:

Eine Person macht sich selbstständig und legt Sammelstücke, die sie zuvor privat erworben hat, im Firmenvermögen an.

Sie hat vor, diese Sammelstücke unter Anwendung der Differenzbesteuerung nach § 25a UStG – Differenzbesteuerung zu verkaufen.

Nehmen wir an, die Person möchte nach mehreren Jahren dieses Kleingewerbe wieder aufgeben und die im Firmenvermögen angelegten, vorher privat erworbenen Sammelmünzen, die sie nicht oder nicht gewinnbringend veräußern konnte, wieder ins Privatvermögen überführen.

a) Stimmt es, wie mir gesagt wurde, dass sie diese Sammelgegenstände, für die sie ja bereits Steuern bezahlt hat, zumindest, wenn der Sammelgegenstand von einem gewerblichen Verkäufer erworben wurde, nochmals versteuern muss? (Unverständnis meinerseits, weil in meinen Augen Doppelbesteuerung bzw. prinzipiell nicht nachvollziehbar, weil auch zuvor - bei Erwerb von Privatoperson – nicht besteuert)

b) Wonach bemisst sich diese Steuer dann?

1.) Am Einkaufspreis, auf den die Person ja bereits Steuern bezahlt hat, zumindest wenn der Sammelgegenstand von einem gewerblichen Verkäufer erworben wurde (siehe a))?

Wäre das dann nicht eine Doppelbesteuerung?

2.) An einem - vom wem eigentlich festzulegenden? - Verkehrswert?

...

c) Welcher Steuersatz ist anzuwenden, wenn die Person zuvor konsequent die Differenzbesteuerung für diese Sammelgegenstände durchgeführt hat? 

d) Folgende Fallbeispiele:

1.) Sammelgegenstand A; Kauf 2014 für 30,- bei gewerblichem Händler, der selbst die Diff.best. angewendet hatte.

Dann Rückführung ins Privatvermögen 2020.

=> Steuersatz? Bemessungsgrundlage?

2.) Sammelgegenstand B; Kauf 2014 für 30,- von Privatperson, ohne dass Steuern gezahlt wurden.

Dann Rückführung ins Privatvermögen 2020.

Steuersatz? Bemessungsgrundlage?

Betriebsaufgabe, Besteuerung von Firmenvermögen
2 Antworten
Können Freiberufler Kosten für Bewerbungen für Angestellentätigkeit absetzen?

Es kann ja eigentlich nicht sein, dass bei Freiberuflern Bewerbungen für eine Stelle als abhängig Beschäftigter "reines Privatvergnügen" sind.

Immerhin können dadurch ganz erhebliche Reise- und a uch Übernachtungskosten entstehen.

In der Regel haben solche Bewerbungen einen ernsten - übrigens durchaus: auch geschäftlichen - Hintergrund, z. B. wegen vermuteter oder tatsächlicher Auftragsrückgänge etc. - das Risiko des Selbstständigen.

a) Kann er entsprechende Kosten also - als Selbstständiger - steuermindernd als Betriebsausgaben geltend machen (dass er sie später als abhängig Beschäftiger im Jahr der Entstehung - wohl - eventuell geltend machen könnte, scheint mir eher unstrittig).

b) Wenn die steuerliche Absetzbarkeit als Betriebsausgabe gegeben bzw. anzunehmen ist, auf welchem Steuerformular bzw. welcher Anlage muss er das geltend machen?

Bsp.:

Übernachtungs- und Reisenebenkosten bei Geschäftsreisen? (Z. 41 EÜR)

oder bei "Übrige unbeschränkte Betriebsausgaben" (Z. 52 EÜR)

und/oder bei "sonstoge tatsächliche Fahrtkosten" (Z. 61 EÜR)

c) Gibt es Mindestaufwendungen, die hierdurch entstehen müssen, um die Absetzbarkeit - über eine Pauschale hinaus - zu gewährleisten (analog zu den Werbungskosten des abhängig Beschäftigten) oder greift diese Werbungspauschale nur, wenn er die Kosten als Werbungskosten zur Reduktion seiner Einnahmen als abhängig Beschäftigter geltend macht bzw. machen kann?

d) Nehmen wir an, der Selbstständige wird im Steuer- bzw. Wirtschaftsjahr, das hier der Einfachheit halber identisch ist, tatsächlich abhängig beschäftigt.

MUSS oder müsste er die Kosten dann als Werbungskosten bei den Einnahmen aus nichtselbstständiger Tätigkeit ansetzen, um eine Steuerminderung zu erreichen, oder kann er sie auch als Betriebsausgabe geltend machen?

Steuern, Absetzbarkeit, Betriebsausgaben
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