Grunderwerbssteuer auf eigene Grundschuld?

Moin moin,

ich habe da mal eine Frage zu Grunderwerbsteuer in unserem individuellen Fall. Ich hoffe, jemand Findiges kann mir da netterweise helfen. :)

Wir bauen gerade ein Einfamilienhaus auf dem Grundstück der Eltern meiner Verlobten. Das Grundstück gehörte komplett den Eltern, es wurde ideell geteilt in einen kleineren Teil für unseren noch nicht existierenden Neubau und einen größeren für die Eltern mit derem bestehenden Haus. Wir haben für unseren ideellen Teil nichts an die Eltern bezahlt.

Auf dem ursprünglichen Grundstück waren noch zwei Grundschulden mit einem Restbetrag von ca. 75.000 Euro, die auf dem ideellen Teil der Eltern nun verblieben sind. Wir haben auf unserem ideellen Teil eine größere Grundschuld von ca. 400.000 Euro für eine Finanzierung für den Neubau inkl. Nebenkosten.

Unser ideeller Teil wurde nicht zu gleichen Teilen auf meine Verlobte und mich überschrieben. Meine Verlobte bekam 90% unseres eigenen ideellen Teils und ich selber 10% (weil die Bank das wegen der Finanzierung verlangte). Da das ideelle Teilgrundstück mit ca. 180.000 Euro Wert veranschlagt wurde, gehören mir also nun 18.000 Euro Grund. Unsere Auffassung war, dass ich damit keine Steuern (Schenkungsteuer) zahlen muss, weil unter dem Freibetrag. Meine Verlobte sowieso nicht (weder Schenkung- noch Grunderwerbsteuer), weil ihr Teil vorweggenommenes Erbe ist und auch unter dem Freibetrag liegt.

Nun war dummerweise die zeitliche Abfolge so:

  • Wir unterschreiben heute vor einem Jahr ca. den Vertrag beim Hausbauer.
  • Im Mai unterschrieben wir die Finanzierung bei der Bank.
  • Im Juni mussten wir notariell auf das ursprüngliche, ungeteilte Grundstück schon einmal mit Erlaubnis der Eltern meiner Verlobte die Grundschuld über ca. 400.000 Euro eintragen lassen, um an einen Teil des Geldes aus der Finanzierung zur Deckung der Nebenkosten zu kommen.
  • Im Dezember haben alle vier Beteiligten (Eltern, Verlobte, ich) den Überlassungsvertrag und den Teilungsvertrag notariell unterschrieben.

Nun habe ich Post vom Finanzamt bekommen, wo sie die von uns übernommenen Grundschulden von den beteiligten Banken belegt haben wollen. Bedeutet dies, dass ich auf 10% von den 400.000 Euro nun 4,5% Grunderwerbsteuer zahlen muss, obwohl der Grunderwerb meines Erachtens doch nur bei 10% von 180.000 liegt?

Oder sagt das Finanzamt nun: Sie müssen nun auf 10% von 400.000 zahlen, weil das der Wert ist, den wir sehen?

Viele Grüße!

Grunderwerbssteuer, Grundschuld, Immobilien
3 Antworten