Mietminderung bei Heizungsausfall?

Schönen guten Abend an alle.

Ich wohne in einem Studentenwohnheim und bei uns im Dorf (sehr hoch gelegen) liegt den ganzen Winter über Meter hoher Schnee. Zu allem Überfluss ist auch noch die Heizung (samt Warmwasser) im gesamten Hochhaus 3 mal ausgefallen. Das erste Mal vom 10 bis 13.01.21, das zweite mal vom 31.01. bis zum 02.02.21 und jetzt seit dem 08.02.21. Auch wenn sie zwischendurch angeblich funktioniert hat, ist sie nicht richtig warm geworden oder einfach ganz aus geblieben. Die Vermieter haben zwar eine externe Pumpe angeschlossen, die hat die Wärme jedoch gerade mal in den 4. Stock (insgesamt 12 Stockwerke) gepumpt. Nachdem sich sehr viele Leute beschwert haben, hat der Vermieter schließlich im Haus nebenan (5 min Fußmarsch durch Schnee und bergauf) zwei nicht abschließbare Zimmer als Duschmöglichkeit bereit gestellt.

Nachts hat es bis zu -15 Grad außerhalb und die Wohnung ist nicht gerade gut isoliert (Luftschlitz unter der Türe). Dadurch sinkt nachts die Zimmertemperatur teilweise auf unter 10 grad. Ich habe mir schließlich einen Heizlüfter gekauft, jedoch hat dieser das Zimmer nicht gerade warm gehalten.

Als wieder duzende Beschwerden eingingen, haben die Vermieter schließlich eine Mietminderung ausgesprochen. Diese beträgt 80€ (von insgesamt 270€) und wird jedem gewährt. Es wurde angegeben, dass viele ja sowieso zu Hause waren, da dieses Jahr nur Online Vorlesungen stattfanden und es deshalb nicht so schlimm gewesen sei. Nun ist im Mieter Chat eine große Diskussion ausgebrochen, ob der Nachlass zu wenig sei oder nicht.

Da dies meine erste Wohnung ist und wir zuvor in einem Eigenheim gewohnt habe, wollte ich fragen ob sich jemand mit einer solchen Situation auskennt und mir Auskunft geben könnte, ob die Mietminderung gerechtfertigt ist oder nicht.

Heizung, Mieter, Mietminderung, Mietrecht
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