Wie viel Trinkgeld ist in Deutschland üblich?

5 Antworten

10% der Summe sind eigentlich üblich. Aber das hängt vielfach vom Service und der Zufriedenheit ab, ob man auf- oder abrundet, oder sogar gar kein Trinkgeld gibt.

Da mir selbst, obwohl ich im Service arbeite niemand Trinkgeld gibt, entscheide ich das von Fall zu Fall. Es kommt mir dabei vor allem auf die Höflichkeit und Freundlichkeit an. Meist runde ich zum nächst höheren 5€- Betrag auf. Es kann aber gut sein, dass wenn ich mich nicht wohl fühle das Tringgeld in meiner Tasche bleibt.

Also ich arbeite selber als Servicekraft und habe einen Stundenlohn von 4,25. Brutto. Ich bin also wirklich auf das Trinkgeld angewiesen. Natürlich muss man keins geben und ich werde auch nicht verhungern, wenn ein paar Gäste keins geben. Verständnis habe ich aber eigentlich nicht dafür, wenn ich das Geld habe, essen zu gehen, kann ich auch Trinkgeld geben, wenn der Service entsprechend war. Wenn bei uns ne 5köpfige Familie isst, ne 90 Euro Rechnung hat und dann 1,50 Trinkgeld gibt, komm ich mir schon verarscht vor. Überlegt euch, wieviel die Servicekraft für euch gearbeitet hat, wie freundlich sie dabei war und wenn ihr es euch leisten könnt, gebt 10%, das finde ich angemessen, es lässt sich leicht ausrechnen und macht meist den Braten auch nicht mehr fett. ob ich 40 oder 44 euro zahle, kann doch eigentlich nicht so nen Unterschied machen. Aber, wenn ich da n junges Pärchen sitzen hab, ich schon an ihrer Bestellung sehe, dass der Geldbeutel nicht reich gefüllt ist, bin ich auch nicht sauer, wenns keinen Tip gibt.

Auch, wenn man von Hartz IV lebt, möchte man hin und wieder mal ins Restaurant gehen, aber da man dann schon seine letzten Groschen zusammenkratzen muss, kann man dann kein üppiges Trinkgeld mehr geben. Obwohl ich immer etwas gebe, aber nicht immer 10%. Gleich gar nicht, wenn ich hungrig war und die Rechnung einen Schock bei mir auslöst (kommt gelegentlich im Urlaub vor, wenn man nicht selbst kochen kann). Die Alternative wäre, den Restaurantbesuch ganz zu lassen und sich im Supermarkt zu versorgen. Aber ich weiß nicht, ob euch das besser gefallen würde. Bei günstigen Preisen kann ich natürlich etwas mehr Trinkgeld geben und tue das auch. Ich möchte mal sagen: Meine Gebefreudigkeit hängt von der Höhe der Rechnung ab. Für eine gepfefferte Rechnung auch noch 10% Trinkgeld hinzulegen, dafür aber gutes und günstiges Essen mit wenig Trinkgeld zu bestrafen, finde ich einfach ungerecht.

Da in München die meisten Kellner kein Festgehalt sondern einen Lohn nach Umsatz haben sind sie auf das Trinkgeld angewiesen.

Natürlich muss ein Trinkgeld auch durch guten Service verdient werden. Zwischen 5-10% je nach Rechnungsbetrag sind ein guter Ansatz.

Ich mache das komplett vom Service abhängig, bin ich zufrieden, gebe ich gerne etwas mehr und war die Bedienung pampig, hab ich kein Problem damit, nichts zu geben. Jobbe selber nebenbei als Bedienung und es gibt Leute, die lassen sich noch 10 cent rausgeben, das wäre mir schon peinlich, wenn ich nicht wirklich unzufrieden war.

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