Wie viel Trinkgeld ist in Deutschland üblich?

5 Antworten

Bei uns ist die Bedienung im Preis inbegriffen. Das ist nicht in allen Ländern so. Deswegen ist der Eine oder Andere durch Beobachungen und Filme manchmal irritiert.

Wenn die Bedienung besonders höflich oder zuvorkommend ist, so honoriere ich das. In einem teueren Restaurant erwarte ich eine entsprechend gute Leistung, ohne daß ich dafür extra zahlen soll. Außerdem gebe ich auch im Supermarkt für eine gute Beratung kein Trinkgeld. Das gilt auch für den Arztbesuch oder die Bankberatung, um nur wenige Beispiele zu nennen.

Ja, das war schon vor 25 Jahren so, als ich Restaurantfachfrau gelernt habe, stand auch so auf den Rechnungen drauf. Gesehen hat das Service-Personal davon leider nie etwas u. daher haben wir uns immer über Trinkgeld gefreut. Denke, das ist heute auch noch so´.

telephos, ist zwar nett, was Du sagst, jedoch fölliger Nonsens. Kellner und Frisöre haben ein extrem niedriges Gehalt, da mit Trinkgeld gerechnet wird. Das heißt,dass das Trinkgeld auch erwartet wird. Das kannst Du eben aus diesem Grunde nicht mit einem Arzt oder Banker vergleichen.

@excabe

Falls es zum Gesetz wird, daß ein Mensch Kellner oder Friseur werden muß, denke ich neu nach.

@telephos

Ich finde ein sehr arrogante und unpassende Antwort ist das.

@Niklaus

Es sollte heißen: ich finde, das ist eine sehr arrogante und unpassende Antwort

Also ich arbeite selber als Servicekraft und habe einen Stundenlohn von 4,25. Brutto. Ich bin also wirklich auf das Trinkgeld angewiesen. Natürlich muss man keins geben und ich werde auch nicht verhungern, wenn ein paar Gäste keins geben. Verständnis habe ich aber eigentlich nicht dafür, wenn ich das Geld habe, essen zu gehen, kann ich auch Trinkgeld geben, wenn der Service entsprechend war. Wenn bei uns ne 5köpfige Familie isst, ne 90 Euro Rechnung hat und dann 1,50 Trinkgeld gibt, komm ich mir schon verarscht vor. Überlegt euch, wieviel die Servicekraft für euch gearbeitet hat, wie freundlich sie dabei war und wenn ihr es euch leisten könnt, gebt 10%, das finde ich angemessen, es lässt sich leicht ausrechnen und macht meist den Braten auch nicht mehr fett. ob ich 40 oder 44 euro zahle, kann doch eigentlich nicht so nen Unterschied machen. Aber, wenn ich da n junges Pärchen sitzen hab, ich schon an ihrer Bestellung sehe, dass der Geldbeutel nicht reich gefüllt ist, bin ich auch nicht sauer, wenns keinen Tip gibt.

Auch, wenn man von Hartz IV lebt, möchte man hin und wieder mal ins Restaurant gehen, aber da man dann schon seine letzten Groschen zusammenkratzen muss, kann man dann kein üppiges Trinkgeld mehr geben. Obwohl ich immer etwas gebe, aber nicht immer 10%. Gleich gar nicht, wenn ich hungrig war und die Rechnung einen Schock bei mir auslöst (kommt gelegentlich im Urlaub vor, wenn man nicht selbst kochen kann). Die Alternative wäre, den Restaurantbesuch ganz zu lassen und sich im Supermarkt zu versorgen. Aber ich weiß nicht, ob euch das besser gefallen würde. Bei günstigen Preisen kann ich natürlich etwas mehr Trinkgeld geben und tue das auch. Ich möchte mal sagen: Meine Gebefreudigkeit hängt von der Höhe der Rechnung ab. Für eine gepfefferte Rechnung auch noch 10% Trinkgeld hinzulegen, dafür aber gutes und günstiges Essen mit wenig Trinkgeld zu bestrafen, finde ich einfach ungerecht.

@Claud18

Dann gucken sie sich die Preise an bevor Sie was bestellen, sind diese schwarzen gedruckten Symbole auf der Speisen- und Getränkekarte. Rechnen vorausgesetzt..... Kann ich nicht nachvollziehen...!

@Gastrokind

OK., deiner Meinung nach soll ich wohl einen großen Bogen um sämtliche Restaurants machen. Es gibt auch Restaurants, wo die Preise nicht auf der Karte stehen (war in Ungarn eine Zeitlang als Touristenabzocke beliebt). Und geh mal in Prag ins Restaurant, da denkst du, es ist billig, aber dann haben sie irgendwo noch Kleingedrucktes für Vorspeise (die du gar nicht haben willst), Service und Steuern. Und in den USA erwarten sie ca. 15% Trinkgeld von dir. In Frankreich ist bei den teuren Preisen noch kein Service dabei. Da verpflege ich mich doch lieber im Supermarkt. Inzwischen gibt´s den Mindestlohn, da verdient kein Kellner mehr 4,25 € in der Stunde. Und ich bekomme auch nur zu Weihnachten Trinkgeld, obwohl ich mir das ganze Jahr die Hacken ablaufe.

Etwa zehn Prozent. Also bei einem Kaffee für 1.80 geb ich zwei Euro. Bei so blöden Beträgen wie 2.10 je nachdem, wie der Service war. Je höher der Betrag, desto eher weiche ich auch mal von den zehn Prozent ab- nach oben oder unten.

Ich runde immer auf, mal mehr mal weniger großzügig. Kommt darauf an, wie freundlich und aufmerksam die Bedienung war.

Ich mache das komplett vom Service abhängig, bin ich zufrieden, gebe ich gerne etwas mehr und war die Bedienung pampig, hab ich kein Problem damit, nichts zu geben. Jobbe selber nebenbei als Bedienung und es gibt Leute, die lassen sich noch 10 cent rausgeben, das wäre mir schon peinlich, wenn ich nicht wirklich unzufrieden war.

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