Wie viel Schulden sind für einen 2 Mann Haushalt bei normal verdienern "normal?"

9 Antworten

Ich denke nicht, dass Schulden "normal" sind. Lediglich solche, die durch Hauskauf oder -bau entstehen, also eine Hypothek ist ok, wenn man sich da nicht übernimmt (man also die Kosten auch tragen kann, wenn ein Gehalt wegfällt durch Kinder, Arbeitslosigkeit etc). Ansonsten denke ich, für Anschaffungen jeglicher Art wie eine defekte Waschmaschine oder einen Gebrauchtwagen sollte man in der Lage sein, Rücklagen zu bilden. Und ich bin der Meinung, das kann man durchaus, wenn man nicht grad die teuerste Mietwohnung aussucht und auch sonst bezüglich der Lebenshaltungskosten nicht aus dem Vollen schöpft.

In der heutigen Zeit ist es üblich das jemand Schulden hat ( jeder 2. in Deutschland ist verschuldet ).Schulden können einem recht schnell über den Kopf wachsen ( erlebe es gerade am eigenen Leib ) Aber nicht das wir irgendwo einen Kredit aufgenommen hätten oder sonstiges, nein bei uns sind es laufende Zahlungen mit denen wir in Rückstand geraten sind. Leider haben wir nicht so einen hohen Verdienst ( aber doch hoch genug ), wir bekommen kein Wohngeldzuschuß oder Zuschuß zum Lebensunterhalt.

naja, hier wird gerade gesagt, das alles in 5,5 Jahren mit Zinsen abbezahlt wäre, würde so auf die ratenzahlung ausgerechnet

Für mich sind Schulden in keiner Höhe und egal bei welchem Einkommen "normal".

Da man nie weiss, was auf einen zukommt an unerwünschten und ungeplanten Veränderungen - fast kein Job ist wirklich sicher und für die eigene Gesundheit gibt es auch keinen Garantieschein - kann man auch nie sicher sein, dass man die Schulden irgendwann plötzlich nicht mehr "bedienen" könnte und dann würde es schwierig.

Als ich mein Haus baute, musste ich zwar eine Hypothek aufnehmen, was ja auch noch steuerlich begünstigt wurde, war aber froh, als das Haus dann nach einigen Jahren schuldenfrei war.

Ich finde, man sollte nur dann Schulden machen, wenn es wirklich unvermeidlich ist.

Dazu zählt für mich nicht: Neuer Fernseher, Urlaub, Kleidung etc.

Dazu zählt für mich aber schon: Hausbau (falls seriös finanziert), Autokauf (falls notwendig)

Die vorherigen Tips sind aber nicht falsch: Auf mehr als zwei-drei Monatsgehälter sollten sich Kleinkreidte auf keinen Fall aufaddieren, sonst entgleist das ganze schnell.

Mal ganz privat: Wir sind ein 2,5 Personen HH (der Kleine ist erst 1 Jahr ;-)) und mein Mann ist seit fast 1,5 Jahren Alleinverdiener. Wir haben kein Immoeigentum, aber eine schöne Wohnung und EIN Auto. Wir haben nicht wirklich viel zur Verfügung, rd 1800 € inkl Kinder- und Erziehungsgeld (300 € die in 1 Jahr auch wegfallen). Wir zahlen für unsere Altersvorsorge einiges ein, unser Auto ist wirklich 7 Jahre alt und unsere Wohnung ist nicht wirklich "billig". Aber trotzdem: wir haben KEINE Schulden. Nicht einen müden Cent. Wir leben nicht auf großem Fuß, aber wir kasteien uns auch nicht. 10.000 € Schulden und nichts dafür zu haben außer einem Auto, Wohnungseinrichtung oder Schmuck?? Ich könnte nicht mehr ruhig schlafen!! Bei einer Immobilie wär das wohl anders, aber auch nur wenn man sie nicht mit dem letzten Rest des Gehalts finanzieren müsste. Es muss immer ein Puffer da sein. Wenn man monatlich immer mehr in die Miese rutscht sind die Schulden und/oder die Ausgaben zu hoch!

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