Wie viele Minusstunden sind erlaubt?

8 Antworten

Es wird meist betrieblich geregelt, wieviele Über- bzw. Minusstunden ein Mitarbeiter sammeln darf. Hast Du das Limit deutlich über- bzw. unterschritten, bekommt erst mal dein Chef Ärger von seinem Chef und macht Dich dann darauf aufmerksam, dass Du Stunden abbauen musst. 80 Minusstunden sind wiederum eindeutig zu hoch. Pass auf, dass Du keine schriftliche Abmahnung bekommst.

mimilein85 
Beitragsersteller
 16.07.2008, 12:57

Glaub mir das kann mir in der form nicht passieren ...

monja1995  16.07.2008, 13:07
@mimilein85

Wenn das bei Dir eh keine Konsequenzen hat, warum fragst Du dann?

Normalerweise sind solche Sachen im Arbeitsvertrag geregelt oder es gibt einen speziellen Vertrag über die Arbeitszeitregelung.

Mir wäre nicht wohl dabei, Gehalt für zwei Wochen Arbeit, die ich noch gar nicht geleistet habe, bekommen zu haben.

Ich würde dir dringend empfehlen, die Minusstunden abzubauen.

Bei uns heißt dieses Zeitkonto Ampelkonto und mit 80 Stunden lägst du mindestens im roten Bereich und es gäbe Stress mit den Vorgesetzten.

Es gibt keine Festlegung, was Minusstundne angeht. Es sei denn im Arbeitsvertrag ist dieses Thema geregelt. In unserer Firma musste eine grosser Teil der Belegschaft die Anwesenheit mittels Stechkarte nachweisen.
Abwesenheitszeiten wurden in roten Ziffern ausgedruckt, Anwesenheitszeiten in schwarzen Ziffern. Unser Direktor hat jede Woche einmal die Stechkarten der 800 Mitarbeiter durchgesehen, er war ansonsten nicht ausgelastet und konnte sich die Zeit dafür nehmen. Stellte er fest, dass Mitarbeiter dabei sind, deren Minusstunden sich über dem Level von 10 Stunden bewegte, so kam er in die Abteilung und hat den Mitarbeiter darauf angesprochen. Da fielen z. B. Sätze wie " Frau/Herr XY habe mit ihre Stechkarte angeschaut und stelle fest, dass ihre Abwesenheitszeiten über das Normalmass (10 Stunden) aufgelaufen sind. Hat ihr Betriebsinteresse nachgelassen ? Erklären sie mir bitte warum sie soviele Minuszeiten haben ? Das hat zunächst mal gesessen ! Wer keine stichhaltigen Gründe hatte, wie z. B. Arztbesuche, der hatte schlechte Karten. Wir hatten zwar felxible Arbeitszeiten. Der Direktor machte es sich dann zum Hobby, immer kurz vor Feierabend in der Abteilung zu erscheinen und verweilte auch längere Zeit. Diejniegen die immer die Ersten an der Stechuhr waren, meist waren es die mit dem Minusstunden, getrauten sich nun nicht aufzustehen und zu gehen. So bauten die gezwungenermassen auch ihre Minusstunden ab. Freitags war bei uns immer so gegen 13,00 Uhr Feierabend. Auch da stellte sich der Direktor in den Bereich, in dem die Stechuhr angebracht war. Er beobachtete jeden der ging. Manche gingen ieder zurück an ihren Arbeitsplatz als sie sahen, dass der Direktor wieder seinem Hobby nachging . Dieser Mensch hatte ein sagenhaftes Namensgedächtnis. Er kannte alle mit dem Namen und wusste, in welcher Abteilung der einzelne arbeitet. Wenn du so einen Direktor hättest, würde es dir nicht möglich sein, 80 Minusstunden auflaufen zu lassen.

Naja abmahnen darf er dich schon bei einer Stunde.

Sollte es zu einer Fristlosen Kündigung kommen und du willst dagegen klagen, wird das Gericht entscheiden müssen, ob die 80 Minusstunden ein schwerer Verstoß waren (dann ist die fristlose Kündigung berechtigt)... Also ich würde darauf setzten, dass du vor Gericht verlierst, sofern du keine besondere Regelung im Arbeitsvertrag hast.

Dazu gibt es keine rechtsverbindliche Regelung. Das setzt allein die Firma fest. Allerdings würde ich mir schon Gedanken machen, wenn ich so viele Minusstunden hätte und die so schnell wie möglich reinarbeiten. Du erwartest ja auch Dein volles Gehalt zum Monarsende. Im Gegenzug dazu kann der Arbeitgeber von Dir auch verlangen, dass Du Deine vertraglich festgelegte Arbeitszeit erbringst.