Wie viel bekommt eine Pflegemutter?

5 Antworten

Zu deiner Frage: Etwa 745-913 Euro pro Kind pro Monat - kommt ganz auf das Alter des Kindes an. Und ist je nach Bundesland, Kind etc. anders. Quelle: https://www.test.de/Pflegeeltern-Das-muessen-Sie-wissen-wenn-Sie-ein-Kind-aufnehmen-wollen-5137593-5137601/. Grob gesagt werden fast alle Ausgaben - nach Rücksprache mit dem Amt - gedeckt (zumindest größtenteils). Ich selbst blogge auf Pflegemama-Silke über meinen Alltag als Pflegemama und kann versichern: Ein Pflegekind bei sich aufzunehmen ist kein Job, sondern eine Berufung. Das sollte man nur machen, wenn man Freude daran hat - und Kinder liebt.

Woher ich das weiß:Recherche

Ich verstehe nicht weshalb so viele bei der Geldfrage so abdrehen. Natürlich muss man wissen, dass viele Pflegekinder (je nach Vergangenheit) mehr Aufmerksamkeit brauchen als ein eigenes. Ich spiele mit dem Gedanken nach 2 eigenen Kindern ein Pflegekind aufzunehmen. Es ist doch wichtig zu wissen ob wir es uns leisten können, dass einer von uns Zuhause bleibt. Ich kenne mehrere pflegekinder die ein Vertrauensproblem haben, die können nicht so einfach wie meine eigene n fremdbetreut zu werden. Ich verstehe es echt nicht.

Ich habe drei Pflegekinder. Jedes wird so behandelt wie mein leibl. Sohn. Alle besuchen eine Privatschule, (Gymn. Realsch. u. Grundschl) Alle gehen 1xwöch. reiten, jedes lernt ein Musikinstrument,jedes geht regelm. in einer Gruppe schwimmen. Keines muss von uns aus mit 18J gehen, sie können bleiben bis sie ihr Studium, Ausbildung gemacht haben und wirklich selbständig sind. So wie auch der inzw. erwachsene leibl. Sohn es durfte. Das Pflegegeld wird für die Belange der Kinder gezahlt und --jedenfalls bei uns-- auch genau dafür verwendet. Im Pflegesatz enthalten ist ein Betrag von ca. 220€ der sogen. Erziehungsanteil, das soll so eine Art Anerkennung für die Pflegeeltern sein. Also ich habe diesen Anteil noch nie für mich rausgezogen. Weder finanziere ich damit Haus und Auto, auch keine teuren Urlaube und auch keine Haushälterin. Dieser Erziehungsanteil wird meist auch für die Kinder gebraucht, Sie brauche ja Essen, Kleidung, Spielzeug, Bücher, Fahrräder, dazu die Hobbys und Klassenfahrten, das Schulgeld, die gem. Urlaube , dazu je nach Alter schon mal eine mehrtägige Freizeit usw. Jeder der Kinder hat weiß was sie halt auch Kosten. Nur mit Luft und Liebe klappt das nun mal nicht. Hat eigentlich von denen die sich empören darüber das Pflegeeltern Unterhalt bekommen für die Kinder auch schon mal die Erzieherin im KiGa oder einem Heim gefragt warum sie denn Geld nehmen für ihre Tätigkeit und nicht nur aus Spaß an der Freud die Kinder versorgen. Die könnten das doch auch ehrenamtlich machen oder?? Übrigens haben die Berufsgruppen die mit Kindern zu tun haben einen 8Std. Tag mit Urlaubsanspruch und Vertretung im Krankheitsfall. Und ca. 2,5 freie Tage i.d. W. Rentenvers.usw. Pflegeeltern sind 24Std. präsent. Tag und Nacht, ohne Urlaubsanspr. und wenn die Pflegem. krank ist, dann zahlt sie aus eigener Tasche eine Haushaltshilfe. Aber gut, ich hab das ja so gewollt und will auch nicht klagen. Im Gegenteil ich führe ein ausgefülltes zufriedenes Leben mit meiner Familie. Vorschlag: Jeder der meint er kann mit Pflegekindern Geld verdienen, möge sich doch bewerben beim Jugendamt. Und wenn dann das Konto ordentlich was vorzuweisen hat, bitte ich um Tips wie ihr das geschafft habt, ich hab den Trick jedenfalls noch nicht raus.

Beste Grüße eine Pflegemutter

Von Pflegemama zu Pflegemama: Mittlerweile ist es möglich, zusätzlich eine Haushaltshilfe finanziert zu bekommen. Teils auch einen Babysitter. Und Anspruch auf Urlaub hast du auch - vielleicht ist das von Amt zu Amt anders, aber ich habe auch schon Pflegekinder betreut, als deren Pflegeeltern Urlaub gemacht haben. Ich finde es großartig, was du leistest - Hut ab und vielen Dank :-)

Hallo, ich kann deine Frage verstehen. Reich werden keine Pflegeeltern, wenn sie ihr Pflegekind sehr gut versorgen,in allen Situationen. Wir sind Pflegeeltern. Unser kleiner Pflegesohn ist 3 Jahre alt. Er bekommt jedes Jahr an dem Tag, an dem er kam 52,00€ auf sein von uns angelegtes Sparbuch, zum Geburtstag und zu Weihnachten, sowie zu Ostern gibt es neben den kindgerechten Geschenken jeweils 50,00€ auf das Sparbuch. Selbstverständlich fahren wir in den Urlaub, kaufen Sachen und einiges Zwischendurch an Spielsachen. Unser Pflegekind ist für uns wie ein eigenes Kind, ein vollberechtigtes Familienmitglied. Pflgegeld besteht aus Erziehungsgeld und Pflegegeld. Das heißt, es ist eine Aufwandspauschale für die Erziehung und für die Unterbringung, Essen,Wasser, Strom etc im Anteil. Insgesammt beträgt das Pflegegeld (vom Landkreis abhängig) ca 600,00€ - 670,00€. Aber Liebe kann man nicht bezahlen, die ist kostenfrei und ehrlich. Ich hoffe, du hattest eine schöne Kindheit bei deiner Pflegemutter.

LG und alles Gute für dich!!

Ich bin entsetzt, wie hier einige diesen Thread beantworten. Ich habe eine Pflegetochter, heute 10 Jahre alt. Sie besucht seit Kindergartenzeit eine Privateinrichtung (Montessori). Sie geht schwimmen, spielt ein Instrument und bekommt Golfstunden. Außerdem geht Sie4 noch leidenschaftlich tauchen. Meine Großen bekamen das genauso und die Maus ist wie unser eigenes Kind. Sie kennt Ihre leibliche Familie und trifft sich auch regelmäßig mit den Eltern. Trotzdem ist es wicjtig zu wissen, warum Kinder in Pflege kommen. Bestimmt nicht, weil die leibliche Familie so toll war. Unsere Pflegetochter hat heut3e noch Ess- Störungen, weil Sie als Baby vernachlässigt wurde. Stellt euch mal die Frage, bevor Ihr die Pflegeeltern beschießt. Sicherlich gibt es unter den Pflegefamilien auch schwarze Schafe, wir werden aber sehr genau ausgesucht. Ich hoffe, dass unsere Maus Ihren Weg gehen wird und irgendwann versteht, warum wir Sie aufgezogen haben und nicht die leiblichen Eltern. Sie hat übrigens heute schon ein Sparbuch mit über 10.000 weil wir Ihr Kindergelde sparen seit Aufnahme bei uns.

Wow.

Dir ist klar, dass wenn das Jugendamt von diesem Sparbuch erfährt, das Geld weg ist?

Das darf nur auf den Namen der Pflegeeltern eingerichtet werden...

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