Wie erkläre ich dem Vermieter bei einer Wohnungsbesichtigung, dass ich Wohngeld beantragen werde, wenn mir die Wohnung zugesprochen wird ?

5 Antworten

Deshalb ist meine Frage an euch, wie ich dem Vermieter das klar machen soll.

Du solltest erst mal einen Wohngeldrechner  benutzen und auch prüfen lassen ob Du Wohngeld beantragen kannst, denn es nutzt Dir nichts wenn Du ehrlich bist aber Wohngeld abgelehnt wird.

Beim Amt wurde mir aber gesagt, dass ich Wohngeld erst beantragen kann, wenn mir die Wohnung zugesprochen wurde.

Richtig, aber das Amt wird Dir doch bestimmt sagen können unter welchen Voraussetzungen  sie Wohngeld zahlen bzw. ob sie bei Summe X von Miete Wohngeld zahlen.

Der Wohngeldantrag bringt dich in keine bessere Verhandlungsposition. Jeder Vermieter möchte, dass sein potentieller Mieter über das nötige eigene Einkommen verfügt, um die Miete zahlen zu können. Eventuelle Sozialleistungsansprüche werden dabei nicht berücksichtigt. Zumal ja niemand in die Zukunft schauen und voraussagen kann, ob du überhaupt jemals Wohngeld erhältst.

Insbesondere da Wohngeld eine Leistung für all diejenigen, die bei sparsamer Lebensweise (80 % des Regelbedarfes) ihre Miete gerade so aus eigenem Einkommen bezahlen können. Wenn du jetzt schon weißt, dass du das nicht kannst, verfügst du vermutlich gar nicht über das nötige Mindesteinkommen für den Bezug von Wohngeld.

Das ist ganz schwierig, denn einerseits musst Du das tun, denn der Vermieter wird sowieso erkennen, dass Du sonst nicht leistungsfähig genug bist und Dir die Wohnung nicht geben.

Mit dem Hinweis auf das zu erwartende Wohngeld und die dazu schon geführten Gespräche erkennt er, dass Du weißt, worauf es bei Dir ankommt und Du das auf die Reihe bekommst.

Nun kommt es noch auf Deine Persönlichkeit an. Symphatie, positive Ausstrahlung, Überzeugungskraft, also eben, wie Du Dich "verkaufst", spielen dann auch noch eine große Rolle.

Wenn der Vermieter das Gefühlt hat, dass Du absolut zuverlässig bist, dann hast Du auch die Chance auf die Wohnung. Auch gegenüber Leuten, die vielleicht genügend auf dem Lohnzettel stehen haben, aber sonst irgendwie seltsam wirken.

Der Vermieter wird dich nach deinem Einkommen fragen, jedenfalls ist das in der Regel so, denn er will ja wissen, ob du dir die Wohnung leisten kannst.

Dann gibst du dein Einkommen ohne Wohngeld an, und der Vermieter stellt fest, es ist zu gering. Verstehst du was ich damit sagen will? Du hast gar keine andere Wahl, als dem Vermieter direkt zu sagen, dass du das Einkommen mit dem Wohngeld aufstocken wirst.

Musst du das dem Vermieter gleich auf die Nase binden?

Vermute ich mal, ich möchte schließlich einen guten Eindruck hinterlassen und werde Ihm meine letzten Lohnabrechnungen, Schufaauskunft etc. in die Hand drücken

Und wenn ich dem Vermieter das nicht sagen würde, dann würde er spätestens anhand von meiner Lohnabrechnungen sehen, dass ich die Kosten nicht tragen kann

@Andreasohneas

Aber er weiß auch nicht ob und in welche Höhe du überhaupt einen Wohngeldanspruch hättest. Insofern bleibt ein mögliches Wohngeld bei der Beurteilung deiner Leistungsfähigkeit hinsichtlich der Miete völlig unberücksichtigt. Ist ja auch logisch, man kann nur mit dem rechnen, was man hat.

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