Wer zahlt die Heizung bei notwendiger Erneuerung? Vermieter oder Mieter?

5 Antworten

Mit der monatlichen Miete zahlt JEDER bereits einen Anteil als Instandsetzungskosten (bei öffentl. gef. Wohnungsbau detaliert einsehbar), daher ist JEDE Instandhaltung Sache des EIGENTÜMERS. Moderniesierungsmaßnahmen MUSS er prüfen lassen, inwieweit ein Anteil auf die Mieter ABWÄLZBAR wäre. Diese Modenisierung HÄTTE er jedoch fristgemäß seinen Mietern mitteilen müssen.

Alles, was fest mit dem Haus verbaut ist, ist die Sache des Vermieters. Er organisiert und bezahlt alles. Allerdings legt er die Kosten so oder so auf die Mieter um.

Das ist Sache des Vermieters. Da es sich um eine Instanthaltung und nicht um eine Modernisierung handelt. Der Vermieter hat den Mietzustand zu erhalten, und auch die Kosten zu tragen...

Da er eine modernere Heizung einbauen wird, darf er einen Teil der Kosten als Modernisierungskosten geltend machen.

Das ist bei Fenstern ja auch so: wenn Du beim neuen Fenster statt einer Einfachverglasung eine Doppeltverglasung bekommst, ist das der Modernisierungsanteil.

Bei einer Heizungsanlage ist nur der Anteil schwerer zu bestimmen.

@anjanni

dann sollte er es mal versuchen, die Erfolge sind nicht meßbar...

Genau so ist es. Und da die alte, defekte Heizungsanlage mit Sicherheit nicht den aktuellen Bestimmungen entsprach, kann er die neue Anlage auch nicht als Modernisierungsmaßnahme geltend machen. Denn nach dem Defekt ist er sowieso verpflichtet die vorgegebenen Werte einzuhalten.

Letztenendes würde ich bei solchen Sachen immer den Mieterbund einschalten und mir fachliche Absicherung einholen. Der kostet 50 € im Jahr und kann einem ein Vielfaches einsparen

Wer als Vermieter den alten Heizkessel im Rahmen der Energieeinsparverordnung austauschen musste, kann die Kosten für die Neuanlage auf die Mieter umlegen. Da er nicht freiwillig, sondern aufgrund gesetzlicher Vorschriften erzwungenermaßen handelt, ist der Eigentümer berechtigt, die Jahresmiete um 11% der aufgewandten Kosten zu erhöhen. Versorgt die Heizungsanlage mehrere Wohnungen, müssen die Kosten angemessen aufgeteilt werden. Beispiel: Die neue Heizung für ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohnungen und einer Gesamtwohnfläche von 360 m2 kostet 20.000 Euro. Für eine Wohnung mit 60 m2 (ein Sechstel der Gesamtfläche) wäre eine monatliche Mieterhöhung von 30,55 Euro möglich. http://www.ml-fachseminare.de/zeitung/022005/s-B006.htm

Wenn die Heizung defekt ist, handelt es sich beim Austausch um eine Instandsetzung. Die bezahlt der Vermieter alleine.

Allerdings wird er wohl eine modernere Heizung einbauen. Dann kann er einen Teil der Kosten als Modernisierung deklarieren.

Ob da die Hälfte angemessen ist oder eventuell weniger, sollte ein Fachmann beurteilen.

Angenommen, die Hälfte der Kosten gelten als Modernisierung. Diesen Anteil der Kosten kann der Vermieter zu 11% für alle Mieter auf die Jahresmiete aufschlagen, und zwar bezogen auf die Mietquadratmeter.

Ihr müßt also diese Kosten nicht auf einmal bezahlen - sie erhöhen "nur" Eure monatliche Miete.

Herzlichen Dank für die vielen Hinweise. Ich werde meinen Vermieter somit folgende Rechnung aufmachen: Gesamtkosten der neuen Anlage betragen 30000,- €, davon 15000,--€ Modernisierung, zu heizende Gesamtfläche 240m2, davon hat unsere Wohnung ca. 85m2 also ca. 1/3. Ergebnis bei einer 11%tigen Beteiligung der Kosten auf die Jahresmiete wären dann ca. 46€ pro Monat.

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