Wer haftet nach einer Reparatur für minderwertige Teile?

5 Antworten

Wer glaubt, auf Instandsetzung in einer Markenwerkstatt mit Original-Ersatzteilen oder, etwa beim BOSCH-Dienst mit ET in Erstausrüsterqaulität, verzichten zu können und unfähig ist, konkrete Reparaturaufträge zu stellen, darf hinterher nicht Gewährleistungsansprüche fordern :-O

Der vermeindliche Billgheimer wird, zumal, wenn Instandsetzung mit dem Satz "Was kostet das?" beauftragt wird, sich nämlich auf dem freien Ersatzteilmarkt (derparto und Co.) im billigeren Nachbausegment bedienen, um einen lukrativen Auftrag zu bekommen, wenn man ihn nicht ausdrücklich davon abhält :-)

Dein Schrauber haftet niemals für Folgeschäden, sondern gewährleistet nur 6 Monate lang für Material und Arbeit. Da weise mal gutachterlich nach, dass der Keilriemen zu fest gespannt wurde und die Gelenkrolle beschädigte.

Wer billig kauft, kauft doppelt.

Das stimmt nicht ganz. Leider oder Gottseidank ...wie mans nimmt. Der Schrauber bzw. Werkstätte haftet sehr wohl auch für Folgeschäden.

Und was nun Markenwerkstätten betrifft die nuuuuuur sogenannte OE einbauen, auch da muß ich enttäuschen. Auch die arbeiten tw. mit Nachbau.

Was allerdings wirklich stimmt, ist oft die Tatsache, das viele einfach nur den Preis im Auge haben. Und sich dabei nicht fragen wie die Werkstätte, die einen Auftrag um das billige Geld anbieten, machen.

Ich arbeite selbst in einer freien Werkstätte und beschäftige mich dort mit der Ersatzteilbeschaffung und auch deren Reklamation.

Deshalb der Einwand bez. Folgeschäden und zu OE., da schon selbst erlebt bzw. Erfahrung damit gemacht.

Aber in allem anderen gebe ich dir recht.

Also zum einen bin ich meiner Auffassung nach DURCHAUS in der Lage, einen konkreten Reparaturauftrag zu stellen und ich bin sicher auch kein Billigheimer, sonst wäre ich zu einer Feldwaldwiesen-Werkstatt gefahren und nicht zu einer offiziellen Volvo-Vertragswerkstatt...soviel zu Deinem fragwürdigen Subtext!

Zum anderen geht es einfach um die Frage, ob ich mit JEDEM noch so billigen Ersatzteil zufrieden sein muss, wenn ich nicht in die Bestellung dessen mit eingebunden werde!

Eine andere Werkstatt zu beauftragen ist allgemein problematisch, zunächst muss man immer erst die Möglichkeit der Nacherfüllung geben. Das fällt dann in der Regel unter einer Selbstvornahme, was wegen der nicht-gesetzten Frist problematisch ist, vergleiche zum Beispiel § 637 Abs. 1 BGB.

Bei Ersatzteilen haftet im Allgemeinen der Hersteller. Für den sach- und fachgerechten Einbau die Reparaturwerkstatt. Sofern das Reparaturteil einen Defekt aufweist, haftet der Hersteller mit seiner Garantie. Erst wenn die Werkstatt durch fehlerhaften Einbau den Schaden verursacht hat, haftet sie im Rahmen der Gewährleistung. Es spielt auch keine Rolle, wenn die Lichtmaschine den Geist aufgibt, wo ich die erneute Reparatur durchführen lasse. So lange der Nachweis erbracht werden kann, dass das Ersatzteil neu war und der Fehler im Rahmen der Herstellergewährleistung auftrat, haftet der Hersteller für die Kosten des Austausches und dem dadurch bedingten Neueinbau. Schließlich wäre es unzumutbar, wenn die ausgetauschte Lichtmaschine in Hamburg ihren Geist aufgibt und der Kunde in München wohnt. Allerdings sollte man einen Gutachter zu Rate ziehen, damit die Fehlerquelle bestimmt werden kann. Beim Zahnriemen ist das etwas problematisch, da es hierzu vorgeschriebene Serviceintervalle gibt, an die der Hersteller die Gewährleistung knüpft. Da bei Zahnriemenriss der Motor unter Umständen einen Totalschaden nimmt, sollte man in jedem Fall einen Gutachter hinzuziehen, um eventuelle Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

Dem Kunden gegenüber haftet immer die Werkstätte in der Repariert wurde. Im Falle "minderwertige Ersatzteile" setzt die Werkstätte die Garantieansprüche bei seinem Lieferanten durch. Der wiederum bei seinem Lieferanten bzw. direkt beim Hersteller.

Das mal im groben zum Ablauf.

Was mir schleierhaft ist, ist der Umstand das Werkstatt B den Teil von A bekommt. Diese Vorgangsweise deutet auf eine Absprache beider Werkstätten hin. In der Regel bestellt B seine Teile selbst und legt eine Rechnung die du bei A einfordern kannst.

B ist nicht verpflichtet Teile von A anzunehmen und einzubauen.

Und ja........Die Gewährleistung durch A erlischt dir gegenüber, nicht jedoch B gegenüber.

Im Klartext............deine Gewährleistung trägt immer die zuletzt ausführende Werkstatt.

Wenn Werkstatt A irgendwelchen Mist gebaut hat, dann müssen sie dafür auch im Rahmen der Gewährleistung geradestehen. Wenn du der Werkstatt "das Vertrauen entziehst", ist das dein Pech.

Wenn du Werkstatt B beauftragst, dann sind die dein Ansprechpartner. Wo die sich ihre Ersatzteile herholen, ist nicht dein Problem.

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